PAYOM SOLAR mit Problemen
15.11.10 10:57
Heibel-Ticker
Berlin (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "Heibel-Ticker" raten die PAYOM SOLAR-Aktie (ISIN DE000A0B9AH9 / WKN A0B9AH) zu meiden.
Nur noch 30 Mio. Euro sei PAYOM SOLAR wert und damit eigentlich zu klein, um von den Experten besprochen zu werden. Doch sie hätten das Unternehmen vorgestellt, als die Marktkapitalisierung noch mehr als doppelt so groß gewesen sei, daher möchten sie Anlegern nun noch ihre Gedanken zu den aktuellen Vorgängen näher bringen.
Der Kurs sei allein seit Anfang November von 9 auf nunmehr 6,35 Euro (12.11. 9:30 Uhr) eingebrochen. Auf der Suche nach einem Grund für diesen plötzlichen Ausverkauf würden die Experten höchstens auf Branchenmeldungen stoßen: SolarWorld, Q-Cells (ISIN DE0005558662 / WKN 555866), Roth & Rau (ISIN DE000A0JCZ51 / WKN A0JCZ5) und viele andere Unternehmen der Solarbranche hätten in den vergangenen zwei Wochen mäßige Quartalszahlen veröffentlicht oder zumindest einen sehr verhaltenen Ausblick gegeben.
Hintergrund der Probleme in der Solarbranche sei die chinesische Förderung der heimischen Solarunternehmen, die mit extrem günstigen Preisen den Wettbewerb hierzulande anheizen würden. Chinesische Unternehmen könnten auf Basis ihres Heimatmarktes wesentlich größere Mengen produzieren und würden dank der Skaleneffekte inzwischen auch bei hochqualitativen Solarmodulen deutlich günstigere Preise als die deutschen Solarunternehmen erzielen.
Doch die Experten hätten gerade PAYOM SOLAR vor einem Jahr als ein Unternehmen hervorgehoben, das unter diesen Entwicklungen nicht leiden würde. PAYOM SOLAR unterhalte ausgezeichnete Verbindungen zu den Dachdeckern in Deutschland und nutze dieses Netzwerk, um Bauherren von Solaranlagen zu überzeugen. Dachdecker würden PAYOM SOLAR-Produkte verkaufen.
Dadurch erreiche PAYOM SOLAR insbesondere private Bauherren, die eine Solaranlage auf dem Einfamilienhaus zur Deckung des Eigenbedarfs an Energie nutzen würden. Die beschleunigte Förderkürzung in Deutschland, die in diesem Frühjahr verabschiedet worden sei, betreffe vorwiegend große Solaranlagen, nicht aber Solaranlagen für den privaten Eigenbedarf.
So befinde sich PAYOM SOLAR heute noch in einer Sondersituation: Die beschleunigten Solarförderkürzungen würden die eigenen Kunden nicht betreffen. Und die chinesischen Wettbewerber kämen kaum an den Dachdeckern vorbei so nah an private Bauherren. Die Probleme der Branche sollten also PAYOM SOLAR nicht treffen.
Dennoch breche der Kurs weiter ein. Und als Grund könne nicht angeführt werden, dass die Aktie zu teuer sei, die Schulden sollten nächstes Jahr auf Null gefahren werden, das Umsatzwachstum betrage dieses Jahr 85% und für dieses profitable Unternehmen zahle man gerade einmal ein KGV 2010e von 5. Das sei zu schön, um wahr zu sein.
Und manchmal sei es so: Der einbrechende Kurs sage den Experten, dass es tatsächlich zu schön sei, um wahr zu sein. Irgendetwas stimme da nicht, auch wenn die Experten nirgends einen Anhaltspunkt finden könnten, was dies sein könnte. Häufig sei es in solchen Fällen so, dass es zu spät zum Verkaufen sei, wenn dieser Grund erst einmal bekannt werde.
Wenn sich die Experten das Geschäftsmodell des Unternehmens anschauen würden, würden sie finden, wie oben gezeigt, nicht viel, was Grund zur Sorge bereiten könnte. Lediglich einen möglichen Schwachpunkt hätten die Experten ausgemacht: Überall in den Unternehmensunterlagen würden die guten Verbindungen zur Dachdeckerinnung hervorgehoben, und immer wieder würden diese guten Beziehungen auf die Person des CEOs zurückgeführt, auf Jörg Truelsen.
So sei das Unternehmen praktisch um seine Person herum aufgebaut worden. Er schaffe die Verbindungen und er organisiere den Informationstransfer über die eigenen Solarprodukte zu den Dachdeckern. PAYOM SOLAR habe nicht nur das notwendige Know-how für die Solarmodulen, sondern könne über die Statik des Daches bis hin zur Netzankopplung der Anlage alle individuellen Berechnungen und Genehmigungen liefern.
Was würde passieren, wenn CEO Truelsen einmal andere berufliche Herausforderungen suche? Man wisse, dass die Experten viel Wert auf die Beobachtung eines Unternehmenschefs legen würden. Truelsen könne ihres Erachtens das Unternehmen zu einem erfolgreichen Solaranbieter in Deutschland ausbauen. Doch die Aktienkursentwicklung mahne zur Vorsicht und zwar in einer Art und Weise, dass die Experten nicht mehr von einer vorübergehenden Kursverzerrung ausgehen würden.
Hier braut sich irgendetwas zusammen und die Experten von "Heibel-Ticker" würden die PAYOM SOLAR-Aktie daher meiden. (Ausgabe 45 vom 12.11.2010) (15.11.2010/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Nur noch 30 Mio. Euro sei PAYOM SOLAR wert und damit eigentlich zu klein, um von den Experten besprochen zu werden. Doch sie hätten das Unternehmen vorgestellt, als die Marktkapitalisierung noch mehr als doppelt so groß gewesen sei, daher möchten sie Anlegern nun noch ihre Gedanken zu den aktuellen Vorgängen näher bringen.
Der Kurs sei allein seit Anfang November von 9 auf nunmehr 6,35 Euro (12.11. 9:30 Uhr) eingebrochen. Auf der Suche nach einem Grund für diesen plötzlichen Ausverkauf würden die Experten höchstens auf Branchenmeldungen stoßen: SolarWorld, Q-Cells (ISIN DE0005558662 / WKN 555866), Roth & Rau (ISIN DE000A0JCZ51 / WKN A0JCZ5) und viele andere Unternehmen der Solarbranche hätten in den vergangenen zwei Wochen mäßige Quartalszahlen veröffentlicht oder zumindest einen sehr verhaltenen Ausblick gegeben.
Hintergrund der Probleme in der Solarbranche sei die chinesische Förderung der heimischen Solarunternehmen, die mit extrem günstigen Preisen den Wettbewerb hierzulande anheizen würden. Chinesische Unternehmen könnten auf Basis ihres Heimatmarktes wesentlich größere Mengen produzieren und würden dank der Skaleneffekte inzwischen auch bei hochqualitativen Solarmodulen deutlich günstigere Preise als die deutschen Solarunternehmen erzielen.
Doch die Experten hätten gerade PAYOM SOLAR vor einem Jahr als ein Unternehmen hervorgehoben, das unter diesen Entwicklungen nicht leiden würde. PAYOM SOLAR unterhalte ausgezeichnete Verbindungen zu den Dachdeckern in Deutschland und nutze dieses Netzwerk, um Bauherren von Solaranlagen zu überzeugen. Dachdecker würden PAYOM SOLAR-Produkte verkaufen.
Dadurch erreiche PAYOM SOLAR insbesondere private Bauherren, die eine Solaranlage auf dem Einfamilienhaus zur Deckung des Eigenbedarfs an Energie nutzen würden. Die beschleunigte Förderkürzung in Deutschland, die in diesem Frühjahr verabschiedet worden sei, betreffe vorwiegend große Solaranlagen, nicht aber Solaranlagen für den privaten Eigenbedarf.
Dennoch breche der Kurs weiter ein. Und als Grund könne nicht angeführt werden, dass die Aktie zu teuer sei, die Schulden sollten nächstes Jahr auf Null gefahren werden, das Umsatzwachstum betrage dieses Jahr 85% und für dieses profitable Unternehmen zahle man gerade einmal ein KGV 2010e von 5. Das sei zu schön, um wahr zu sein.
Und manchmal sei es so: Der einbrechende Kurs sage den Experten, dass es tatsächlich zu schön sei, um wahr zu sein. Irgendetwas stimme da nicht, auch wenn die Experten nirgends einen Anhaltspunkt finden könnten, was dies sein könnte. Häufig sei es in solchen Fällen so, dass es zu spät zum Verkaufen sei, wenn dieser Grund erst einmal bekannt werde.
Wenn sich die Experten das Geschäftsmodell des Unternehmens anschauen würden, würden sie finden, wie oben gezeigt, nicht viel, was Grund zur Sorge bereiten könnte. Lediglich einen möglichen Schwachpunkt hätten die Experten ausgemacht: Überall in den Unternehmensunterlagen würden die guten Verbindungen zur Dachdeckerinnung hervorgehoben, und immer wieder würden diese guten Beziehungen auf die Person des CEOs zurückgeführt, auf Jörg Truelsen.
So sei das Unternehmen praktisch um seine Person herum aufgebaut worden. Er schaffe die Verbindungen und er organisiere den Informationstransfer über die eigenen Solarprodukte zu den Dachdeckern. PAYOM SOLAR habe nicht nur das notwendige Know-how für die Solarmodulen, sondern könne über die Statik des Daches bis hin zur Netzankopplung der Anlage alle individuellen Berechnungen und Genehmigungen liefern.
Was würde passieren, wenn CEO Truelsen einmal andere berufliche Herausforderungen suche? Man wisse, dass die Experten viel Wert auf die Beobachtung eines Unternehmenschefs legen würden. Truelsen könne ihres Erachtens das Unternehmen zu einem erfolgreichen Solaranbieter in Deutschland ausbauen. Doch die Aktienkursentwicklung mahne zur Vorsicht und zwar in einer Art und Weise, dass die Experten nicht mehr von einer vorübergehenden Kursverzerrung ausgehen würden.
Hier braut sich irgendetwas zusammen und die Experten von "Heibel-Ticker" würden die PAYOM SOLAR-Aktie daher meiden. (Ausgabe 45 vom 12.11.2010) (15.11.2010/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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