Pacific Century Cyberworks meiden
05.04.01 00:00
Platow Emerging Markets
Die Experten von Platow Emerging Markets raten Anlegern die Aktien von Pacific Century Cyberworks (WKN 924882) zu meiden.
Statt des derzeitigen KGV von 30 würden Börsenprofis nur eines von 15 für realistisch halten. Zudem versuche der australische Telekomkonzern Telstra die Schwäche des Internetunternehmens zu nutzen, um sein Telekom-Joint-Venture volständig unter australische Kontrolle zu bekommen.
Die Kette schlechter Nachrichten über PCCW wäre seit Wochen nicht abgerissen. Nach der Blamage über angebliche akademische Lorbeeren des Vorstandsvorsitzenden Richard Li habe sein Vater der Multimilliardär Li Ka-Shing dem Sohn ein wenig unter die Arme greifen wollen. Demonstrativ habe Li Ka-Shing PCCW-Aktien gekauft, und erreichte damit nur, was der Sohn bisher zu verhindern suchte. Er habe nämlich den Nachweis über die finanzielle Abhängigkeit seiner Ambitionen vom Geldbeutel des Vaters geliefert.
Auf der Bilanzpressekonferenz letzte Woche habe Li junior dann noch der versammelten Finanzpresse den Gewinneinbruch erklären müssen. PCCW habe zwar noch 8,5 Mio. USD operativen Gewinn zusammengekratzt, habe aber einen Verlust bei Beteiligungen und Abschreibungen auf immateriellen Firmenwert der Beteiligung an Cable & Wireless Hong Kong von 113,5 Mio. USD ausgewiesen. Nur durch extrem weite Auslegung der Regeln ordentlicher Buchführung habe ein höherer Abschreibungsbedarf auf die Beteiligung an C&W vermieden werden können. Die Überschuldung von PCCW sei nur knapp abgewendet worden.
Das dicke Ende sei danach gekommen. Cable & Wireless habe sich von PCCW-Aktien vollständig getrennt. Obwohl C&W den Markt gar nicht unmittelbar mit Verkäufen belastet habe, hätten Anleger das Vertrauen völlig verloren, die Tagesumsätze auf Rekordhöhen getrieben und den Kurs auf ein 23-Monatstief rutschen lassen.
Ein kleiner Lichtblick: Der einstige Highflyer bewerbe sich um einen 3 Mrd. HK-Dollar Auftrag der Hongkonger Regierung. Im Rahmen des Auftrags sollen sämtliche Personalausweise durch sog. Smart Cards ersetzt werden.
Trotzdem sollten sich Investoren von dem Titel fernhalten. Hedge Fonds würden in den nächsten Monaten versuchen, jede rechnerische Differenz zwischen Schuldverschreibungen und Aktien zu ihren Gunsten zu nutzen und dadurch das Marktgeschehen verzerren. Es würde also noch einige Zeit dauern, bis das tatsächliche Ausmaß des Kursverfalls abgeschätzt werden könne.
Statt des derzeitigen KGV von 30 würden Börsenprofis nur eines von 15 für realistisch halten. Zudem versuche der australische Telekomkonzern Telstra die Schwäche des Internetunternehmens zu nutzen, um sein Telekom-Joint-Venture volständig unter australische Kontrolle zu bekommen.
Die Kette schlechter Nachrichten über PCCW wäre seit Wochen nicht abgerissen. Nach der Blamage über angebliche akademische Lorbeeren des Vorstandsvorsitzenden Richard Li habe sein Vater der Multimilliardär Li Ka-Shing dem Sohn ein wenig unter die Arme greifen wollen. Demonstrativ habe Li Ka-Shing PCCW-Aktien gekauft, und erreichte damit nur, was der Sohn bisher zu verhindern suchte. Er habe nämlich den Nachweis über die finanzielle Abhängigkeit seiner Ambitionen vom Geldbeutel des Vaters geliefert.
Das dicke Ende sei danach gekommen. Cable & Wireless habe sich von PCCW-Aktien vollständig getrennt. Obwohl C&W den Markt gar nicht unmittelbar mit Verkäufen belastet habe, hätten Anleger das Vertrauen völlig verloren, die Tagesumsätze auf Rekordhöhen getrieben und den Kurs auf ein 23-Monatstief rutschen lassen.
Ein kleiner Lichtblick: Der einstige Highflyer bewerbe sich um einen 3 Mrd. HK-Dollar Auftrag der Hongkonger Regierung. Im Rahmen des Auftrags sollen sämtliche Personalausweise durch sog. Smart Cards ersetzt werden.
Trotzdem sollten sich Investoren von dem Titel fernhalten. Hedge Fonds würden in den nächsten Monaten versuchen, jede rechnerische Differenz zwischen Schuldverschreibungen und Aktien zu ihren Gunsten zu nutzen und dadurch das Marktgeschehen verzerren. Es würde also noch einige Zeit dauern, bis das tatsächliche Ausmaß des Kursverfalls abgeschätzt werden könne.
