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Mi, 28. Februar 2024, 11:24 Uhr

Pfeiffer Vacuum

WKN: 691660 / ISIN: DE0006916604

Pfeiffer Vacuum neue Dimensionen


09.12.10 14:02
TradeCentre.de

Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "TradeCentre.de" halten die Aktie von Pfeiffer Vacuum weiterhin für kaufenswert.

Durch die Übernahme der Vakuumtechnologie der französischen Adixen aus dem Alcatel-Lucent Konzern (ISIN FR0000130007 / WKN 873102) wachse Pfeiffer Vacuum in neue Dimensionen. Adixen werde 2010 circa 270 Mio. Euro umsetzen und ein EBITDA von rund 40 Mio. Euro erwirtschaften. Wie den Experten CEO Manfred Bender im Hintergrundgespräch mitteile, seien die Abschreibungen des Wettbewerbers gering und die EBIT-Marge des Zukaufs liege zwischen zehn und 15 Prozent. "Durch die Übernahme stärken wir den Bereich der Vorpumpen, da unser Fokus in der Vakuumtechnik die Turbopumpe ist. Wir ergänzen uns exakt dort, was bisher nicht unser Schwerpunkt war und bieten nunmehr unseren Kunden alles aus einer Hand", erkläre der Vorstandsvorsitzende.

Zudem sei Adixen sehr stark im asiatischen Markt vertreten, wohingegen Pfeiffer Vacuum bisher in Asien unterrepräsentiert gewesen sei. Die Synergien aus der Akquisition seien im ersten Schritt überschaubar. "Adixen ist kein Sanierungsfall und wir müssen nichts schließen, umbauen oder Personal entlassen. Kleinere Arrondierungen sind natürlich nie ausgeschlossen. Ich sehe die Synergien im Bereich des Einkaufs, aber vor allem im Marktzugang über unsere gemeinsame Produktpalette und unserer Vertriebsstruktur". Im gemeinsamen Vertriebsnetz könne den Kunden nunmehr ein sehr breites Produktspektrum verkauft werden. Für den fusionierten Konzern liege der adressierte Markt laut Bender bei circa drei Mrd. Euro.

Auf den Marktführer Edwards folge nunmehr Pfeiffer Vacuum. Der Markt wachse jährlich um circa fünf Prozent. "Wir wollen schneller wachsen und unseren Marktanteil weiter ausbauen", so Bender. In zwei bis drei Jahren könnte das Unternehmen nach den Schätzungen der Experten dann zwischen 600 und 700 Mio. Euro umsetzen und einen Markanteil von über 20 Prozent innehaben. Die EBIT-Marge sehe der CEO mittelfristig bei circa 20 Prozent.

Für Adixen habe das Unternehmen inklusive Schulden rund 200 Mio. Euro bezahlt. Die Finanzierung erfolge über Fremdkapital, welches allerdings durch die jüngste Kapitalerhöhung als auch den Verkauf eigener Aktien schnell drastisch reduziert werde. Aus der Kapitalerhöhung würden rund 70 Mio. Euro in die Kasse und aus der Veräußerung der eigenen Aktien im Eigenbestand mehr als 35 Mio. Euro fließen. Die eigenen Anteile seien übrigens aufaddiert in den letzten Jahren für rund 23 Mio. Euro gekauft worden. Summa summarum werde Pfeiffer Vacuum nach der Übernahme in den Büchern eine Nettoverschuldung von deutlich weniger als 100 Mio. Euro stehen haben.

Im Jahr eins des neuen Unternehmens erwarte Bender einen Umsatzsprung auf über 500 Mio. Euro. Organisches Wachstum sei darin für 2011 kaum eingerechnet. "Aktuell arbeiten wir mit einer sehr hohen Auslastung und einer ungebremsten Dynamik. Ich erwarte im kommenden Jahr weiteres Wachstum, wenn vielleicht auch nicht ganz so stürmisch wie 2010", sage der diplomierte Betriebswirt. Die EBIT-Marge werde sich 2011 auf circa 17 bis 18 Prozent einpendeln. Das sei in etwa das Mittel aus den starken EBIT-Margen von Pfeiffer-Vacuum (über 23 Prozent) und den Renditen von Adixen. Nicht berücksichtigt seien in diesen EBIT-Margen die Kaufpreisallokationen der Übernahme. Der Zukauf sei dennoch ab dem ersten Jahr wertsteigernd und der Konzern könnte 2011 durchaus ein EBIT von circa 100 Mio. Euro einfahren.

Adixen passe wie die Faust aufs Auge zu Pfeiffer Vacuum. Dennoch sei die Firma alles andere als frei von Zyklen. Die Franzosen seien stark im Halbleitermarkt vertreten, was für Pfeiffer Vacuum bislang der schwächste Markt gewesen sei. Meisterstück des Managements in der Zukunft werde nunmehr die Schwankungsanfälligkeit aus dem Halbleitersektor zu reduzieren und das Know-How von Adixen auf weniger zyklische Bereiche aus dem eigenen Haus zu verbinden.

Sehr gut gefalle den Experten zudem, dass die Hessen trotz des Zukaufs weiter großzügig Dividenden ausschütten wollten. "Unser Ziel ist, weiterhin starke Dividenden an unsere Anteilseigener auszuschütten. Sie wird auch für 2010 zum Wohlgefallen unserer Aktionäre ausfallen", sage Bender. In der Vergangenheit seien rund 75 Prozent des Überschusses an die Aktionäre ausgekehrt worden. Ob es bei dieser Höhe bleibe, habe den Experten der CEO nicht verraten wollen.

"TradeCentre.de"-Dauerfavorit Pfeiffer Vacuum habe sich in den letzten zwölf Monaten fantastisch entwickelt. Wer der Kaufempfehlung der Experten vor fast exakt einem Jahr gefolgt sei, verbuche ein Kursplus von knapp 80 Prozent. Auch ihr Kaufhinweis, Mitte Oktober an schwachen Tagen weiter zuzukaufen, habe sich für mutige Anleger gelohnt. Die Experten würden nunmehr weiter zum Kauf der Aktie raten. Der mit rund 850 Mio. Euro kapitalisierte Konzern dürfte 2011 konservativ netto zwischen 55 und 60 Mio. Euro verdienen. Das KGV liege zwischen 14 und 16 und sei somit nicht teuer. Über kurz oder lang werde die Aktie die Marke von 100 Euro knacken.

Für die Experten von "TradeCentre.de" ist die Pfeiffer Vacuum-Aktie weiter kaufenswert. (Analyse vom 09.12.2010) (09.12.2010/ac/a/t)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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