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q.beyond AG

WKN: 513700 / ISIN: DE0005137004

QSC Gewinn steigt 2011 signifikant


14.01.11 10:29
TradeCentre.de

Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "TradeCentre.de" raten bei der Aktie von QSC (ISIN DE0005137004 / WKN 513700) die Gewinne laufen zu lassen und die Position mit einem Stoppkurs abzusichern.

Der Serviceanbieter für die Telekommunikationsbranche sei auf dem besten Wege, die Ziele für das Gesamtjahr zu erfüllen. Das sage den Experten Finanzvorstand Jürgen Hermann im Hintergrundgespräch. Der studierte Wirtschaftswissenschaftler erwarte in 2010 einen Free Cashflow von mehr als 25 Mio. Euro und eine Verdreifachung des Nettogewinns auf mindestens 16 Mio. Euro. Zudem sollten der Umsatz und das EBITDA höher ausfallen als im Vorjahr. 2009 sei bei Einnahmen von 420,5 Mio. Euro ein EBITDA von 75,9 Mio. Euro gezogen worden.

Der QSC-Finanzvorstand zeige sich zudem optimistisch für das Jahr 2011. "Unser Ziel ist, den Free Cashflow weiter zu steigern und den Umsatz mit IP-basierten Diensten auszubauen", sage der Finanzchef. Nach Abschreibungen von circa 57 Mio. Euro in diesem Jahr sinke diese Zahl auf etwa 50 Mio. Euro in 2011. QSC dürfte schon aus diesem Grund beim EBIT und Nettoergebnis zulegen. Das Finanzergebnis werde den operativen Gewinn geringfügig belasten. Die effektive Steuerquote beziffere Hermann auf circa zwölf Prozent. Grund: QSC horte Verlustvorträge von mehr als 400 Mio. Euro.

Da QSC jetzt nachhaltig ein positives Konzernergebnis ausweise, müssten nunmehr aktiv latente Steuern gebildet werden. Dieser rein buchhalterische Effekt werde voraussichtlich erstmals 2010 angewendet und für einen signifikanten Schub beim Nettoergebnis sorgen. Der Gewinn je Aktie in 2010 und auch 2011 werde sodann nicht nur aufgrund von operativem Wachstum und geringerer Abschreibungen deutlich steigen, sondern auch aufgrund der Bildung von latenten Steuern. "Ich bin kein Freund von dieser Bilanzregel, aber wir werden sie aufgrund unserer positiven Geschäftsaussichten in den nächsten Jahren umsetzen müssen", ergänze Hermann. Für das Jahr 2011 solle zudem erstmals eine Dividende ausgeschüttet werden.

QSC werde den Wandel von einem reinen Netzanbieter zu einem Service-Anbieter weiter vorantreiben. Der Fokus auf Geschäfte mit höheren Margen werde sich in der Ertragskraft niederschlagen. Auf Sicht von drei bis vier Jahren solle die EBITDA-Marge von knapp 20 auf knapp 25 Prozent verbessert werden. Die höheren Margen seien möglich, da IP-basierte Umsätze bessere Margen hätten. Zu den Aktivitäten würden zum Beispiel die Themen Managed Outsourcing und Open Access gehören. Unter Ersterem sei zu verstehen, dass das Sprachnetz anderer Anbieter auf dem eigenen Netz betrieben werde. Beispielsweise nutze freenet diese Möglichkeit.

Bei Open Access könnten sich Anbieter von Glasfaser-Infrastruktur ihre eigene Infrastruktur schneller auslasten und Unternehmen durch die Nutzung von Glasfaser im Zugangsbereich, ihren eigenen Kunden höheren Geschwindigkeiten anbieten. Diesen Dienst nutze zum Beispiel der Internet-Serviceanbieter 1&1.

Zudem entwickle die Firma im eigenen Hause auf Basis von Open Source eine Cloud-Plattform, mit der im neuen Jahr Produkte für Wiederverkäufer und Geschäftskunden angeboten werden sollten. Übernahmen sollten den Prozess zu einer Servicefirma weiter beschleunigen, sage der CFO. Jüngst habe QSC zugegriffen und einen schnell wachsenden Anbieter für Hosting und IT-Outsourcing-Services gekauft. Die zugekaufte IP Partner setze 14 Mio. Euro um und wirtschafte profitabel. Das Unternehmen betreibe zwei Rechenzentren für mehr als 1.000 Geschäftskunden. Den Kunden könne QSC nun ein weitaus breiteres Leistungsspektrum anbieten. Gekauft werde die Firma für 15 Mio. Euro in bar und weitere zehn Mio. Euro würden 2012 fällig, sofern bestimmte Wachstumsziele erfüllt würden.

Die Aktie sei in den letzten Wochen förmlich wachgeküsst worden. Die Kaufempfehlung der Experten im Mai dieses Jahres bei Kursen von 1,40 Euro habe sich sodann perfekt bezahlt gemacht. Damals sei ihnen das Papier durch eine extrem günstige Bewertung aufgefallen, welches deutliches Nachholpotenzial habe. Nunmehr hätten sich die Anteile von QSC drastisch verteuert und würden auf einem neuen Jahreshoch von 3,06 Euro handeln. Das Kursplus von mehr als 100 Prozent könne sich sehen lassen. Auf aktuellem Kursniveau würden die Kölner mit rund 420 Mio. Euro kapitalisiert. Nach der glänzenden Kursentwicklung habe sich QSC eine Verschnaufpause verdient.

Die Experten von "TradeCentre.de" raten bei der QSC-Aktie die Gewinne zunächst laufen zu lassen und die Position mit einem Stoppkurs abzusichern. (Analyse vom 14.01.2011) (14.01.2011/ac/a/t)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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