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Global PVQ SE

WKN: 555866 / ISIN: DE0005558662

Q-Cells Comeback des ehemaligen Solar-Stars?


02.03.11 11:17
Geldanlage-Report

Gerbrunn (aktiencheck.de AG) - Die Experten vom "Geldanlage-Report" empfehlen investierten Anlegern Q-Cells (ISIN DE0005558662 / WKN 555866) vor der Veröffentlichung der Zahlen am kommenden Dienstag Gewinne mitzunehmen.

Solarinvestoren würden dieser Tage Nerven wie Drahtseile brauchen, insbesondere dann, wenn sie es auf TecDAX-Aktien abgesehen hätten. Trotz exorbitanter Kursverluste scheinen Q-Cells und Co. nach wie vor eine außerordentliche Faszination auf deutsche Anleger auszuüben, so die Experten vom "Geldanlage-Report".

Q-Cells selbst beispielsweise zähle mit aktuell 160 Beiträgen innerhalb der letzten 24 Stunden zu den am meisten diskutierten Aktien auf Deutschlands größtem Börsenforum wallstreet:online. Die meisten dieser Beiträge seien zwar gehaltlos, würden aber trotzdem das Interesse vieler Anleger zeigen.

Die Experten seien auf Q-Cells aufmerksam geworden, weil die Aktie charttechnisch zuletzt eine enorme relative Stärke an den Tag gelegt habe und eine fast mustergültige Bodenbildungsformation aufs virtuelle Parkett gelegt habe.

Auffällig sei, dass neben dem einst weltweit größten Solarzellenhersteller auch weitere Solartitel wie SOLON (höchst spekulativ), SMA Solar, Roth & Rau (ISIN DE000A0JCZ51 / WKN A0JCZ5), Phoenix Solar und der deutsche Marktführer SolarWorld sehr gut gelaufen seien. Das lege die Vermutung nahe, dass sich die Stimmung im Sektor insgesamt wieder etwas aufhelle.

In den USA laufe mit First Solar im Moment die Aktie des größten und profitabelsten Solarunternehmens überhaupt ebenfalls von Hoch zu Hoch. Die guten Zahlen des großen chinesischen Produzenten Yingli (ISIN US98584B1035 / WKN A0MR90) hätten den Sektor am Freitag zusätzlich beflügelt.

Auch bei den deutschen Solarvertretern könnten die in den kommenden Wochen anstehenden vorläufigen 2010er-Geschäftszahlen besser ausfallen, als die zunächst befürchtet worden sei. Das Geschäft habe sich auch nach der Subventionssenkung zu Beginn des dritten Quartals 2010 in Deutschland relativ stabil entwickelt. Die Kursverluste seien zu drastisch ausgefallen.

Entsprechend würden Analysten wie Stephen Benson von Goldman Sachs die Schätzungen für Q-Cells bereits im Vorfeld der Zahlen nach oben korrigieren. Das beflügle die Aktie. Weil das Papier nach wie vor auch im Blickfeld vieler Trader stehe, habe die Aktie in der Folge schnell Momentum aufbauen können.

Ob diese Entwicklung wirklich von Dauer sei, dürfe jedoch bezweifelt werden. Denn im Gegensatz zu dem positiven Ausblick von Yingli seien bei Q-Cells eher verhaltene Töne zu erwarten. Das Unternehmen gehöre ohne Zweifel zu den Qualitätsanbietern, wie auch jüngste Tests der Module in Australien unter extremen Klimabedingungen zeigen würden.

Doch aktuell gehe es angesichts zuletzt wieder deutlich fallender Zellenpreise (seit Jahresanfang ein Minus von 15 Prozent am Spotmarkt) vor allem um das Volumengeschäft - und dort sei Q-Cells trotz des neuen Werks in Malaysia kaum konkurrenzfähig.

Der Mechanismus sei simpel: Solarzellen seien letztlich überwiegend Massengüter. Die chinesischen Anbieter würden überwiegend mit deutlich höheren Margen als deutsche Hersteller wie beispielsweise Q-Cells operieren. Die Chinesen würden aktuell ihre Produktion massiv nach oben fahren und fallende Margen in Kauf nehmen. Das sei immer noch besser als die Maschinen still stehen zu lassen. Ob Q-Cells dann aber immer noch kostendeckend produzieren könne, sei fraglich.

Zudem seien Mitte dieses Jahres weiter fallende Einspeisevergütungen in Deutschland zu befürchten. Bereits zum Jahreswechsel sei die Einspeisevergütung für Solarstrom (ISIN DE0007021008 / WKN 702100) aus kleinen Dachanlagen um weitere 13 Prozent gesunken. Sogar der deutsche Solar-Pionier Frank Asbeck habe sich jüngst dahingehend geäußert, dass letztendlich in Deutschland nur zwei bis drei große Anbieter übrig bleiben würden. Q-Cells dürfte dabei eher nicht dazu gehören.

Durch die erfolgte Kapitalerhöhung und die Ausgabe einer Anleihe habe die angespannte Liquiditätssituation zwar bereinigt werden können, gleichzeitig seien die Altaktionäre aber massiv verwässert worden.

Das könnte weitere Kurssteigerungen bereits im Keim ersticken. Die Entwicklung bei Q-Cells erinnere die Experten von daher etwas an die bei Conergy (ISIN DE0006040025 / WKN 604002).

Nach dem jüngsten Anstieg seien bereits relativ hohe Erwartungen für 2011 im Kurs der Aktie eingepreist. Die Realität dürfte aber anders aussehen und eher stagnierende bis rückläufige Umsätze in diesem Jahr bringen.

Investierte Anleger sollten daher vor der Veröffentlichung der Zahlen am kommenden Dienstag Gewinne bei der Q-Cells-Aktie mitnehmen, so die Experten vom "Geldanlage-Report". (Analyse vom 02.03.2011) (02.03.2011/ac/a/t)
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