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Fr, 17. April 2026, 20:34 Uhr

Rentenmarkt in Ungarn Favorit


31.08.01 10:27
DG Bank

Vor dem Hintergrund der ausgeprägten globalen Rezessionserwartungen sind die Renditen an nahezu allen von der DG Bank verfolgten Rentenmärkten in den vergangenen Wochen rückläufig gewesen und haben neue Jahrestiefs erreicht. Dies berichten die Analysten von der DG Bank.

Die Geldpolitik in den drei großen Wirtschaftsräumen könne als expansiv bezeichnet werden, und die Geldmärkte antizipierten weitere Leitzinssenkungen. Dieses Bild könne aber nicht unbegrenzt fortgeschrieben werden. Auf Sicht eines Jahres rechne man mit Ausnahme einiger Nebenmärkte wieder mit anziehenden Renditen, so dass man, von wenigen Ausnahmen abgesehen, eher kürzere Laufzeiten favorisiere.

Auf Grund der DG Bank-Erwartung, dass sich der Euro gegenüber dem Dollar in den kommenden zwölf Monaten weiter befestigen könne, würden in Euro denominierte Anleihen erste Wahl. Dagegen sei man für Schweden (bisher Halten) inzwischen deutlich optimistischer geworden. Die Schwedische Krone habe massiv unter der Aktienmarktschwäche gelitten, damit verbundene Portfolioumschichtungen hätten die Währung zusätzlich unter Druck gebracht. In den kommenden Monaten solle sich die Krone wieder befestigen, und auf Sicht eines Jahres sehe man ein Aufwertungspotenzial von 6 bis 8%. In Kombination mit annähernd stabilen Bondrenditen sei für den kurzen und mittleren Laufzeitenbereich eine zweistellige Wertentwicklung zu erwarten.

Polen, von der DG Bank im Januar nach der außerordentlich positiven Währungsentwicklung auf "halten" zurückgestuft, habe man am 21. August wieder zum Kauf empfohlen. Nach der jüngsten Abwertung des Zloty seien die Risiken auf der Währungsseite deutlich geringer geworden. Zwar müsse der Investor auf Jahressicht immer noch mit leichten Währungsverlusten rechnen. Diese würden aber überkompensiert durch die hohen Kupons und durch Kursgewinne der Anleihen auf Grund der zu erwartenden Renditerückgänge am polnischen Bondmarkt. Forint-Anleihen würden ein Kauf bleiben.

Nach der weit gehenden Freigabe des Wechselkurses Anfang Mai habe die ungarische Währung zunächst deutlich aufgewertet, dann jedoch wieder etwas korrigiert. Bei der DG Bank halte man die Fortsetzung des positiven Trends auf der Währungsseite für wahrscheinlich, so dass Ungarn der Favorit unter den osteuropäischen Rentenmärkten bleibe.





 
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