Banque Privee Edmond de Rothschild
WKN: 874347 / ISIN: CH0001347498Rothschild weiter aussichtsreich
27.11.03 15:14
Share-Infos
Die Experten von "Share-Infos" halten die Aktie der Banque Privée Edmond de Rothschild weiterhin für aussichtsreich. Außerdem seien Zusatzengagements in Paris-Orléans überlegenswert.
Rund 10 Wochen nach der ausführlichen Studie über das europäische Beteiligungsgeflecht der Familie Rothschild hätten die Spekulationen über die Pläne der Familie (bzw.der drei Familienzweige in England, Frankreich und der Schweiz) neue Nahrung erhalten.
Wie die Experten berichtet hätten, habe die Genfer Privatbank Banque Privée Edmond de Rothschild ihren Bestand eigener Aktien kontinuierlich aufgestockt. Vor dem Hintergrund der laufenden Umgruppierung und Zusammenführung der englischen und französischen Rothschild-Familienzweige hätten die Experten dies als Anzeichen eines bevorstehenden Squeeze Outs der Genfer Bank gewertet.
Mittlerweile habe sich auch die sonst eher zurückhaltende "Finanz und Wirtschaft" zum Thema geäußert. So habe das Magenblatt Schweizer Bankiers am 18.Oktober geschrieben, "In Rothschild halten sich die Gerüchte hartnäckig, dass die Gruppe Titel zurückkaufe und damit auf einen Squeeze Out zusteuere."
Noch deutlicher würden die Aussagen von Sophie l ’Hélias ausfallen, einer in Paris ansässigen Rechtsanwältin, die bereits in der Vergangenheit mit einer der Schlüsselpersonen des aktuellen Rothschild-Monopolys zusammengearbeitet habe. Die Französin habe im Jahr 2000 institutionelle Anleger vertreten, die Anteile an den Holdinggesellschaften der Investmentbankgruppe Lazard Freres gehalten hätten. Seinerzeit habe der französische Unternehmer und Übernahmehai Vincent Bolloré für eine Abfindung der freien Aktionäre der Rue Impériale de Lyon SA gesorgt, einer der Holdinggesellschaften mit Anteilen an Lazard Frere. Wie die Experten in ihrer ausführlichen Studie über die Rothschilds berichtet hätten, sei Vincent Bolloré mittlerweile mit 6,2%Stimmenanteil an der französischen Rothschild-Gesellschaft Paris-Orléans beteiligt.
Während die Familie Rothschild den Anteil Bollorés noch als stilles Finanzinvestment abtue, schlage l ’Hélias in einem Statement gegenüber der November-Ausgabe des amerikanischen Bloomberg-Magazins einen anderen Ton an: "Wo er (Bolloré) auftauche, passiere etwas.… Seine Präsenz sei ein Katalysator für Veränderungen. "Das Statement habe sich explizit auf Bollorés Anteil an Paris-Orléans bezogen.
Entgegen der ursprünglichen Annahme, Bolloré könnte darauf spekulieren, sich teuer von den französischen Rothschilds aus der Gesellschaft herauskaufen zu lassen, komme jetzt zusätzlich ein wesentlich pikanteres Szenario in Betracht: In Marktkreisen werde mittlerweile die Frage aufgeworfen, ob Bolloré eventuell im Auftrag der Schweizer Rothschilds Aktien von Paris-Orléans akkumuliere.
Der Schweizer Clan, der im neuen Verbund der englischen und französischen Rothschilds bislang nicht vertreten sei, verfüge über wesentlich mehr finanzielle Schlagkraft als die beiden anderen Familienzweige. Es wäre durchaus denkbar, dass sich das Genfer Familienoberhaupt, Benjamin de Rothschild, gegenüber den beiden Familienoberhäuptern der französischen und englischen Familienzweige ein zusätzliches Pfand sichern möchte, um bei einer Komplettzusammenführung der Familie die besseren Karten zu haben. So würde es durchaus Sinn machen, wenn Vincent Bolloré, der bekanntlich bei Benjamins Vater, Edmond de Rothschild, in Lehre gegangen sei, seinen Anteil an Paris-Orléans nur als durchlaufenden Posten betrachte und die Stücke später nach Genf weiterleiten werde.
Im gleichen Kontext würde auch der Rückkauf von Aktien der Banque Privée Sinn machen: Bei einer Fusionierung aller Familiengesellschaften könnte Benjamin de Rothschild ein Interesse daran haben, einen möglichst hohen Anteil an seiner Bank in die Waagschale zu werfen- um sich auf diese Weise einen möglichst großen Einfluss bei der neu entstehenden Familien-Obergesellschaft zu sichern.
Die jüngste Kursentwicklung von Paris-Orléans deute jedenfalls darauf hin, dass im Familienbesitz der Rothschilds auch weiterhin Phantasie und Dynamik stecke. Schon seit Monaten würden bei Paris-Orléans sichtbar Stücke aus dem Markt genommen. Nachdem die Aktie aufgrund eines Abfindungsangebots zu 130 Euro monatelang in einer engen Spanne um den Abfindungskurs notiert habe, sei das Papier jetzt auf 140 Euro angesprungen.
Dem Papier würden jetzt nur wenige Punkte fehlen, um das bisherige Alltime-High signifikant zu überschreiten. Charttechnisch wäre der Kurs dann nach oben offen. Banque Privée würden somit weiterhin aussichtsreich bleiben und sollten gehalten werden. Die Aktie sei zwar aufgrund der wenigen umlaufenden Stücke potentiell leicht zu manipulieren, stelle aber nach den jüngsten Entwicklungen um so mehr eine aussichtsreiche Squeeze Out-Spekulation dar.
Zusätzlich würden auch Engagements in Paris-Orléans erwägenswert erscheinen. Anlässlich des freiwilligen Übernahmeangebots im Juli sei für die Aktie ein Bewertungsgutachten erstellt worden. Die Gutachter seien zu einem Nachsteuer-Substanzwert von 173 Euro gekommen. Dem stehe ein aktueller Kurs von 140 Euro gegenüber. Bolloré dürfte bei einem weiteren Aufstocken seiner Beteiligung argumentieren, dass die französische Familie angesichts der Konstruktionen mit Schweizer Holdings und Familienstiftungen sicher nicht den vollen Steuersatz auf eine Veräußerung der Substanz zahlen müsste - schließlich seien genau solche Fragestellungen das Tagesgeschäft der französischen Rothschild-Investmentbank.
Mit dem gleichen Argument habe Bolloré seinerzeit eine Abfindung der Rue Impériale de Lyon-Altionäre zum Vorsteuer-Substanzwert durchgesetzt. Aufgrund der sichtbaren anhaltenden Aufkäufe von Paris-Orléans und des bereits bekannten inneren Wertes (nach Steuer) erscheine das Risiko dieses Titels sehr niedrig, während gleichzeitig auf mittlere Sicht die Aussicht auf eine deutliche Höherbewertung und/oder eine höhere Abfindung bestehe. Die Titel würden zwei Mal pro Tag in Paris gehandelt, um 10.00 Uhr und um 16.00 Uhr. Der Markt sei trotz der ausstehenden Aktienstückzahl von 2,3 Mio. mit täglich wenigen hundert Stücken Umsatz extrem eng.
Nach Ansicht der Experten von "Share-Infos" ist die Aktie der Banque Privée weiterhin aussichtsreich. Außerdem seien Zusatzengagements in Paris-Orléans überlegenswert.
Rund 10 Wochen nach der ausführlichen Studie über das europäische Beteiligungsgeflecht der Familie Rothschild hätten die Spekulationen über die Pläne der Familie (bzw.der drei Familienzweige in England, Frankreich und der Schweiz) neue Nahrung erhalten.
Wie die Experten berichtet hätten, habe die Genfer Privatbank Banque Privée Edmond de Rothschild ihren Bestand eigener Aktien kontinuierlich aufgestockt. Vor dem Hintergrund der laufenden Umgruppierung und Zusammenführung der englischen und französischen Rothschild-Familienzweige hätten die Experten dies als Anzeichen eines bevorstehenden Squeeze Outs der Genfer Bank gewertet.
Mittlerweile habe sich auch die sonst eher zurückhaltende "Finanz und Wirtschaft" zum Thema geäußert. So habe das Magenblatt Schweizer Bankiers am 18.Oktober geschrieben, "In Rothschild halten sich die Gerüchte hartnäckig, dass die Gruppe Titel zurückkaufe und damit auf einen Squeeze Out zusteuere."
Noch deutlicher würden die Aussagen von Sophie l ’Hélias ausfallen, einer in Paris ansässigen Rechtsanwältin, die bereits in der Vergangenheit mit einer der Schlüsselpersonen des aktuellen Rothschild-Monopolys zusammengearbeitet habe. Die Französin habe im Jahr 2000 institutionelle Anleger vertreten, die Anteile an den Holdinggesellschaften der Investmentbankgruppe Lazard Freres gehalten hätten. Seinerzeit habe der französische Unternehmer und Übernahmehai Vincent Bolloré für eine Abfindung der freien Aktionäre der Rue Impériale de Lyon SA gesorgt, einer der Holdinggesellschaften mit Anteilen an Lazard Frere. Wie die Experten in ihrer ausführlichen Studie über die Rothschilds berichtet hätten, sei Vincent Bolloré mittlerweile mit 6,2%Stimmenanteil an der französischen Rothschild-Gesellschaft Paris-Orléans beteiligt.
Während die Familie Rothschild den Anteil Bollorés noch als stilles Finanzinvestment abtue, schlage l ’Hélias in einem Statement gegenüber der November-Ausgabe des amerikanischen Bloomberg-Magazins einen anderen Ton an: "Wo er (Bolloré) auftauche, passiere etwas.… Seine Präsenz sei ein Katalysator für Veränderungen. "Das Statement habe sich explizit auf Bollorés Anteil an Paris-Orléans bezogen.
Der Schweizer Clan, der im neuen Verbund der englischen und französischen Rothschilds bislang nicht vertreten sei, verfüge über wesentlich mehr finanzielle Schlagkraft als die beiden anderen Familienzweige. Es wäre durchaus denkbar, dass sich das Genfer Familienoberhaupt, Benjamin de Rothschild, gegenüber den beiden Familienoberhäuptern der französischen und englischen Familienzweige ein zusätzliches Pfand sichern möchte, um bei einer Komplettzusammenführung der Familie die besseren Karten zu haben. So würde es durchaus Sinn machen, wenn Vincent Bolloré, der bekanntlich bei Benjamins Vater, Edmond de Rothschild, in Lehre gegangen sei, seinen Anteil an Paris-Orléans nur als durchlaufenden Posten betrachte und die Stücke später nach Genf weiterleiten werde.
Im gleichen Kontext würde auch der Rückkauf von Aktien der Banque Privée Sinn machen: Bei einer Fusionierung aller Familiengesellschaften könnte Benjamin de Rothschild ein Interesse daran haben, einen möglichst hohen Anteil an seiner Bank in die Waagschale zu werfen- um sich auf diese Weise einen möglichst großen Einfluss bei der neu entstehenden Familien-Obergesellschaft zu sichern.
Die jüngste Kursentwicklung von Paris-Orléans deute jedenfalls darauf hin, dass im Familienbesitz der Rothschilds auch weiterhin Phantasie und Dynamik stecke. Schon seit Monaten würden bei Paris-Orléans sichtbar Stücke aus dem Markt genommen. Nachdem die Aktie aufgrund eines Abfindungsangebots zu 130 Euro monatelang in einer engen Spanne um den Abfindungskurs notiert habe, sei das Papier jetzt auf 140 Euro angesprungen.
Dem Papier würden jetzt nur wenige Punkte fehlen, um das bisherige Alltime-High signifikant zu überschreiten. Charttechnisch wäre der Kurs dann nach oben offen. Banque Privée würden somit weiterhin aussichtsreich bleiben und sollten gehalten werden. Die Aktie sei zwar aufgrund der wenigen umlaufenden Stücke potentiell leicht zu manipulieren, stelle aber nach den jüngsten Entwicklungen um so mehr eine aussichtsreiche Squeeze Out-Spekulation dar.
Zusätzlich würden auch Engagements in Paris-Orléans erwägenswert erscheinen. Anlässlich des freiwilligen Übernahmeangebots im Juli sei für die Aktie ein Bewertungsgutachten erstellt worden. Die Gutachter seien zu einem Nachsteuer-Substanzwert von 173 Euro gekommen. Dem stehe ein aktueller Kurs von 140 Euro gegenüber. Bolloré dürfte bei einem weiteren Aufstocken seiner Beteiligung argumentieren, dass die französische Familie angesichts der Konstruktionen mit Schweizer Holdings und Familienstiftungen sicher nicht den vollen Steuersatz auf eine Veräußerung der Substanz zahlen müsste - schließlich seien genau solche Fragestellungen das Tagesgeschäft der französischen Rothschild-Investmentbank.
Mit dem gleichen Argument habe Bolloré seinerzeit eine Abfindung der Rue Impériale de Lyon-Altionäre zum Vorsteuer-Substanzwert durchgesetzt. Aufgrund der sichtbaren anhaltenden Aufkäufe von Paris-Orléans und des bereits bekannten inneren Wertes (nach Steuer) erscheine das Risiko dieses Titels sehr niedrig, während gleichzeitig auf mittlere Sicht die Aussicht auf eine deutliche Höherbewertung und/oder eine höhere Abfindung bestehe. Die Titel würden zwei Mal pro Tag in Paris gehandelt, um 10.00 Uhr und um 16.00 Uhr. Der Markt sei trotz der ausstehenden Aktienstückzahl von 2,3 Mio. mit täglich wenigen hundert Stücken Umsatz extrem eng.
Nach Ansicht der Experten von "Share-Infos" ist die Aktie der Banque Privée weiterhin aussichtsreich. Außerdem seien Zusatzengagements in Paris-Orléans überlegenswert.
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