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SAP SE

WKN: 716460 / ISIN: DE0007164600

SAP ein Verkauf


07.06.02 15:52
Investor-Village

Der Analyst Prof. Dt. Max Otte von "Investor-Village" empfiehlt die Aktie der SAP AG (WKN 716460) zum Verkauf.

SAP sei ein global agierendes Softwareunternehmen und in seinem Bereich Weltmarktführer. Primär stelle SAP hochkomplexe sogenannte "Enterprise Resource Planning" Software her, mit welcher sich alle betrieblichen Prozesse optimieren und verbinden ließen.

Seit dem letzten Herbst würden die Analysten an ihrer Verkaufsempfehlung für SAP festhalten. Anfang September 2001 habe der Analyst SAP bei 130 Euro einem Kunden der Vermögensberatung zum ersten Mal zum Verkauf empfohlen. Man habe SAP einen Inneren Wert von nur 80 Euro zugebilligt. Kurze Zeit später habe man auch im Investorenbrief eine Verkaufsempfehlung ausgesprochen. Die Aktie sei dann bis auf 100,49 Euro abgestürzt. Danach habe SAP aber zu steigen begonnen und im April 2002 auf über 176,30 Euro gestanden. Die Analysten hätten sich in ihren Diskussionsforen einiges an Kritik anhören müssen. Jetzt stehe SAP bei 110,58 Euro. In den letzten Wochen sei es also rasant bergab gegangen.

Die Analysten von "Investor-Village" haben einen Inneren Wert von 88,23 Euro ermittelt. Ein Kauf sei die Aktie unter 70,58 Euro, ein Verkauf über 105,87 Euro. Dabei sei man von durchaus generösen Wachstumsannahmen von 20% im nächsten und übernächsten Jahr, sowie 15% für die folgenden 3 Jahre ausgegangen.

Hasso Platter stelle für dieses Jahr ein Umsatzwachstum von 15% und eine Verbesserung der operativen Marge auf 21% in Aussicht. Auch die Berufsanalysten seien skeptisch. Goldman Sachs sehe nur 9% Umsatzwachstum. Die HypoVereinsbank rechne mit einer Gewinnwarnung im dritten Quartal dieses Jahres, ebenso ING.

Die Analysten interessiere das operative Betriebsergebnis weniger, sondern eher der Operative Cashflow. Und der liege bei lediglich 10%! Hinzu komme, dass SAP immer höhere Sachinvestitionen tätigen müsse, um konkurrenzfähig zu bleiben. Die Sachinvestitionen würden jetzt wieder über 70% des operativen Cash-Flows ausmachen. Das sei zuletzt 1991 der Fall gewesen. Eigentlich sollte man davon ausgehen, dass die Sachinvestitionen sinken, wenn sich ein Unternehmen als Weltmarktführer etabliert habe. Dann könne das Unternehmen anfangen, in aller Ruhe die Früchte seiner Arbeit zu ernten, wie es zum Beispiel Microsoft getan habe. Davon sei SAP aber weit entfernt.

Anleger, die die "kleine Volksaktie" SAP im Depot halten, sollten über einen Verkauf nachdenken, so die Analysten von "Investor-Village".





 
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