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So, 19. April 2026, 7:48 Uhr

SARS Angst bedroht Wirtschaft


24.04.03 13:57
BoersenMan.de

So wie fast jedes Medikament eine Wirkung und eine Nebenwirkung hat, haben auch Krankheiten direkte und indirekte Folgen, berichten die Experten von "BoersenMan.de"

So auch das "Schwere Akute Atemwegs Syndrom", nach seiner englischen Abkürzung kurz "SARS" genannt. Anfang März habe die Weltgesundheitsorganisation WHO zum ersten mal von einer neuen, besonders schweren Form der Lungenentzündung in Vietnam, Hongkong und China berichtet. Seit dem habe sich SARS auf 27 Länder ausgebreitet, über 4.200 Menschen seien erkrank, 251 seien an den Folgen der Krankheit gestorben, mehr als 2.000 hätten sich erholt. Verglichen mit anderen Krankheiten wie Malaria, Aids, Tuberkulose oder der Grippe gelte SARS als relativ gut heilbar.

Dennoch schätze die Weltbank die Kosten von SARS in Asien bereits jetzt auf mindestens 15 Milliarden Dollar. Es seien die Nebenwirkungen der Krankheit, die der Wirtschaft zu schaffen machen würden. Hotels würden leer bleiben, Flüge würden gestrichen, Veranstaltungen abgesagt, Mitarbeiter würden nicht zur Arbeit erscheinen. Verschlimmert sei die Lage in China durch eine unglaubwürdige Informationspolitik der Regierung geworden. Das dadurch verlorene Vertrauen könne China Milliarden an Auslandsinvestitionen kosten. Ganz Ostasien könnte durch SARS in eine Wirtschaftskrise geraten.

Die Angst vor Ansteckung lähme das öffentliche und private Leben. Kontaktlose Kommunikation sei gefragt, daher würden zu den wenigen Profiteuren der Krankheit vor allem die Telekommunikationskonzerne gehören. In Deutschland würden TUI und Lufthansa zu den Verlierern zählen.