Siebel Systems aussichtsreich
01.11.99 00:00
Stisweekly
Ein Machtwechsel vollziehe sich: Während SAP in Problemen versinke steige ein neuer Stern am Software-Himmel auf: Siebel Systems (WKN: 901645, SEBL). Das Unternehmen biete Software zur Automatisierung von Front-Office-Prozessen an, ein Markt, dem Experten für die nächsten Jahre Wachstumsraten von 50 Prozent pro Jahr zutrauten.
Unter dem Front-Office verstehe man die Abteilungen des Unternehmens, die direkten Kundenkontakt haben. Dies seien Vertrieb, Call-Center, Service-Außendienst und seit neuestem auch E-Business, also der Verkauf über die Webseite. Siebels Software verwalte die Kontakte mit Kunden bzw. potentiellen Kunden, die Geschäftsvorfälle und ermögliche es den Mitarbeiten dadurch, sich in kürzester Zeit über einen Kunden zu informieren und das Gespräch mit dem Kunden optimal verlaufen zu lassen.
Im Jahr 2005 solle das Marktvolumen den ERP-Markt (klassisches Tätigkeitsfeld von SAP) übertreffen. Während ERP Produkte vor allem in der Verwaltung von Unternehmen zum Einsatz kämen, würden Front-Office-Lösungen im Vertrieb und Support Verwendung finden, der zahlenmäßig dem Verwaltungspersonal häufig überlegen sei. Das sei ein Grund für das große Marktpotential.
Der andere Grund sei der, dass sich der Einsatz best-of-breed Front-Office-Lösungen für Unternehmen außerordentlich schnell lohne. ERP-Lösungen würden im wesentlichen eine Kostenersparnis bieten. SFA dagegen sei in der Lage, die Kundenzufriedenheit zu erhöhen, da das Vertriebspersonal direkteren Zugriff auf die kundenbezogenen Informationen (bisherige Geschäftsvorfälle, Korrespondenz, Probleme, etc.) erhalte und den Kunden dadurch besser bedienen könne. Das Unternehmen erhalte dadurch neben der Kostenersparnis, die durch die Effizienzgewinne bewirkt werde, einen Wettbewerbsvorteil. Unternehmensstrategisch komme der Einführung einer SFA-Lösung daher eine höhere Bedeutung zu als der Einführung einer ERP-Lösung. Daher sei in zunehmendem Maße damit zu rechnen, dass Unternehmen, die noch keine ERP-Lösung besitzen, die ERP-Lösung auswählen, die mit Siebel-Lösungen harmoniere, als umgekehrt. Dies sei auch ein wesentlicher Teil der Probleme, die SAP derzeit habe: Viele Unternehmen stünden vor der strategischen Entscheidung, sich auf die Herausforderungen des Internets einzustellen. Wer heute nicht reagiere könne in zehn oder zwanzig Jahren seine führende Position verspielt haben. Da die SAP-Software nur unzureichend an die veränderten Businessmodelle und Technologien, die das Internet bringe, angepasst ist, habe derzeit die R/3-Einführung keine hohe Priorität. Auch MySAP.com werde an diesem Umstand wenig ändern, da dieses Konzept nicht das Internet, sondern nach wie vor R/3 in den Mittelpunkt stelle. Anstatt R/3 an das Internet anzupassen, habe man quasi das Internet an R/3 angepasst. Siebel stelle bereits heute Internet-Technologien in den Mittelpunkt: So könne man per Web-Browser fast alle Funktionen nutzen, die auch im "Fat-Client" zur Verfügung stünden.
Die langjährigen Konkurrenten Vantive und Clarify seien kürzlich von Peoplesoft bzw. Nortel übernommen worden. Somit sei Siebel der letzte unabhängige Pure Play in diesem Markt. Es sei zu erwarten, dass Siebel durch diese Übernahmen aufgewertet und Vantive und Clarify abgewertet werden.
Während Vantive und Clarify als Konkurrenten an Bedeutung verlieren würden entstünden gerade zwei neue Wettbewerber: SAP und Oracle. SAP habe sich 1997 mit 50% am Mannheimer CRM Anbieter Kiefer & Veittinger beteiligt, der mittlerweile komplett übernommen worden sei. Seitdem werde an einer komplett neuen CRM-Lösung gestrickt, deren Markteinführung bereits mehrfach angekündigt und wieder verschoben worden sei. Im Frühjahr 2000 dürfte es nun endgültig soweit sein. Als Wettbewerber werde SAP insbesondere dadurch geschwächt, dass man derzeit an allen Fronten kämpfe: Der R/3-Absatz "läufe" nicht mehr, die Technologie sei veraltet, neue Geschäftsfelder bei Front-Office-Automation, Supply-Chain Management und Business Warehouse ließen sich nur äußerst schleppend erschließen, die Aktie stehe unter Druck.
Derzeit sei der einzige ernst zu nehmende Wettbewerber Oracle. Oracle gebe an, im vergangenen Quartal 90 Kunden in diesem Bereich gewonnen zu haben. Allerdings sei diese Zahl etwas übertrieben, da man bestimmte Umsätze die man eigentlich dem Back-Office-Bereich zuordnen müsste aus Marketinggründen seit neuestem im Front-Office-Bereich buche. Technologisch sei Siebel beiden Firmen weit voraus: zum Beispiel sei es möglich, auf die Applikationen über einen Web-Browser als Thin-Client zuzugreifen. Eine Anbindung an ERP-Lösungen sei kein Problem, hierfür existierten entsprechende Konnektoren.
Siebel verfüge über erstklassige Referenzkunden. Hierzu zählten unter anderem Microsoft, Peoplesoft (!), Andersen Consulting, Dell, Cisco, Fidelity, Siemens, MCI WorldCom, Compaq und Kelloggs. Daneben verfüge man mit Compaq, IBM, Microsoft, Sun und vielen anderen über ebenso hochkarätige Partner.
In letzter Zeit sei häufig zu lesen gewesen, dass Manager von SAP und anderen ERP-Anbietern zu Siebel gewechselt seien, unter anderem auch der langjährige SAP-Amerika-Chef Paul Wahl. Dies stelle einen besonderen Vertrauensbeweis dar. Siebel sei durch die Erfolgswelle, auf der man gegenwärtig schwimme, ein sehr attraktiver Arbeitgeber.
Absolut gesehen sei Siebel derzeit noch etwa um den Faktor 6 kleiner als SAP, etwas kleiner als Peoplesoft und etwas größer als Baan. Im Bereich Front-Office-Automation-Software halte man derzeit einen Marktanteil von ca. 30 Prozent und habe damit eine ähnlich dominierende Position wie SAP im ERP Markt.
Auffallend seien insbesondere die starke Betonung des Bereichs Vertrieb und Marketing sowie die eher geringen Aufwendungen für Forschung und Entwicklung. Vertrieb und Marketing würden bei Siebel eine ganz zentrale Rolle einnehmen, da dies die kritischen Faktoren seien, um Marktdominanz zu erreichen. Die Geschichte habe gezeigt, dass Marktführer fast immer gegen Technologieführer gewinnen. Prominentestes Beispiel sei Microsoft verglichen mit Apple. Dennoch heiße dies nicht, dass Siebel die Produktentwicklung vernachlässige, da man über sehr fortgeschrittene Entwicklungstools verfüge, die eine sehr effiziente Entwicklung erlauben. Insgesamt sei Siebel äußerst straff und effizient organisiert, man wisse genau, wo man hin wolle.
Siebel scheine sich an der Börse zu einem Highflyer zu entwickeln. Dazu beigetragen habe die Tatsache, dass man in den etwas mehr als drei Jahren, in denen man an der Nasdaq notiere, in keinem Quartal die Erwartungen der Analysten enttäuscht habe. Auch im kommenden Jahr dürften positive Überraschungen wahrscheinlich sein, da die Prognosen ein sehr moderates Gewinnwachstum von 30 Prozent vorsähen. In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres sei es gelungen, den Umsatz um 84 Prozent und den Gewinn um 126 Prozent zu steigern. Auch die Quartalsdynamik sei mit einem sequentiellen Wachstum von knapp 20 Prozent intakt, so dass auf Basis der vorliegenden Daten nicht von einer starken Verlangsamung des Wachstums auszugehen sei. Die Investitionszurückhaltung aufgrund des Jahr-2000-Problems, die von div. Softwareherstellern als Begründung für schlechte Zahlen herhalten müsse, scheine Siebel nicht zu berühren, denn auch im abgelaufenen dritten Quartal sei es gelungen, den Umsatz um 87% zu steigern.
Nach dem starken Kursanstieg in den letzten Monaten und insbesondere in der letzten Woche sei Siebel nicht mehr ganz billig. Auf Basis der Analystenprognosen liege das KGV auf Basis der 2000er Gewinne bei 85. Nehme man an, dass Siebel auch im kommenden Jahr bei konstanter Marge mit 80% wachsen könne, so läge das KGV (2000) bei 61, was ebenfalls nicht billig sei. Hier habe die Börse die guten Wachstumsaussichten der kommenden Jahre teilweise vorweggenommen. Gehe man aber aus einem etwas anderen Blickwinkel an Siebel heran, scheine die Aktie auf einmal günstig bewertet: Siebel werde sich in den kommenden Jahren immer stärker zum E-Businessunternehmen entwickeln und sei dadurch weniger mit SAP & Co., sondern eher mit Unternehmen wie BroadVision zu vergleichen. Obwohl die Unternehmen in bezug auf Wachstumsrate, Profitabilität und Marktposition vergleichbar seien, werde BroadVision mit dem 320-fachen der 2000er Gewinne bewertet. Eine formale Bewertung mit Hilfe des Ertragswertmodells ergebe bei den antizipierten Wachstumsraten zwar kein Kurspotential mehr. Den Wachstumsannahmen liege zugrunde, dass Branchenanalysten für den Front-Office-Automation Markt ein durchschnittliches Wachstum von 50% bis zum Jahr 2005 erwarten. Siebel als Marktführer dürfte weiter Marktanteile gewinnen, was die Experten in ihrer Rechnung nicht berücksichtigt haben. Weiterhin seien keine Steigerungen in der Umsatzrendite vorgesehen, sondern das derzeitige Niveau von 15% netto in die Zukunft fortgeschrieben. Die weitaus größte Reserve stecke darin, dass man bei Marktführeren in der Regel die Nachhaltigkeit der Gewinne unterschätze. Siebel werde wahrscheinlich auch nach dem Jahr 2006 überdurchschnittliche Wachstumsraten aufweisen, die Analysten haben hier mit einer ewigen Rent gerechnet, also mit konstanten Gewinnen. Hinzu komme, dass Marktführer sich oftmals neue angrenzende Märkte erschließen, die zusätzliches Potential eröffneten. Bei Siebel wäre ein weiteres Vordringen in den E-Business/E-Commerce-Bereich nicht auszuschließen.
Mit Siebel wachse womöglich ein neuer Software-Blue-Chip heran, der eine zentrale Rolle im E-Businessbereich spielen könne. Kurzfristig erscheine der Kurs überhitzt, da die Aktie allein in der vergangenen Woche knapp 30 Prozent zugelegt habe. Bei Kursschwäche dürfte sich ein Kauf mit der Absicht eines langfristigen Erfolgs lohnen. Die Experten empfehlen die Siebel-Aktie daher mit einem Kauflimit von 95 Euro zum Kauf.
Unter dem Front-Office verstehe man die Abteilungen des Unternehmens, die direkten Kundenkontakt haben. Dies seien Vertrieb, Call-Center, Service-Außendienst und seit neuestem auch E-Business, also der Verkauf über die Webseite. Siebels Software verwalte die Kontakte mit Kunden bzw. potentiellen Kunden, die Geschäftsvorfälle und ermögliche es den Mitarbeiten dadurch, sich in kürzester Zeit über einen Kunden zu informieren und das Gespräch mit dem Kunden optimal verlaufen zu lassen.
Im Jahr 2005 solle das Marktvolumen den ERP-Markt (klassisches Tätigkeitsfeld von SAP) übertreffen. Während ERP Produkte vor allem in der Verwaltung von Unternehmen zum Einsatz kämen, würden Front-Office-Lösungen im Vertrieb und Support Verwendung finden, der zahlenmäßig dem Verwaltungspersonal häufig überlegen sei. Das sei ein Grund für das große Marktpotential.
Der andere Grund sei der, dass sich der Einsatz best-of-breed Front-Office-Lösungen für Unternehmen außerordentlich schnell lohne. ERP-Lösungen würden im wesentlichen eine Kostenersparnis bieten. SFA dagegen sei in der Lage, die Kundenzufriedenheit zu erhöhen, da das Vertriebspersonal direkteren Zugriff auf die kundenbezogenen Informationen (bisherige Geschäftsvorfälle, Korrespondenz, Probleme, etc.) erhalte und den Kunden dadurch besser bedienen könne. Das Unternehmen erhalte dadurch neben der Kostenersparnis, die durch die Effizienzgewinne bewirkt werde, einen Wettbewerbsvorteil. Unternehmensstrategisch komme der Einführung einer SFA-Lösung daher eine höhere Bedeutung zu als der Einführung einer ERP-Lösung. Daher sei in zunehmendem Maße damit zu rechnen, dass Unternehmen, die noch keine ERP-Lösung besitzen, die ERP-Lösung auswählen, die mit Siebel-Lösungen harmoniere, als umgekehrt. Dies sei auch ein wesentlicher Teil der Probleme, die SAP derzeit habe: Viele Unternehmen stünden vor der strategischen Entscheidung, sich auf die Herausforderungen des Internets einzustellen. Wer heute nicht reagiere könne in zehn oder zwanzig Jahren seine führende Position verspielt haben. Da die SAP-Software nur unzureichend an die veränderten Businessmodelle und Technologien, die das Internet bringe, angepasst ist, habe derzeit die R/3-Einführung keine hohe Priorität. Auch MySAP.com werde an diesem Umstand wenig ändern, da dieses Konzept nicht das Internet, sondern nach wie vor R/3 in den Mittelpunkt stelle. Anstatt R/3 an das Internet anzupassen, habe man quasi das Internet an R/3 angepasst. Siebel stelle bereits heute Internet-Technologien in den Mittelpunkt: So könne man per Web-Browser fast alle Funktionen nutzen, die auch im "Fat-Client" zur Verfügung stünden.
Die langjährigen Konkurrenten Vantive und Clarify seien kürzlich von Peoplesoft bzw. Nortel übernommen worden. Somit sei Siebel der letzte unabhängige Pure Play in diesem Markt. Es sei zu erwarten, dass Siebel durch diese Übernahmen aufgewertet und Vantive und Clarify abgewertet werden.
Während Vantive und Clarify als Konkurrenten an Bedeutung verlieren würden entstünden gerade zwei neue Wettbewerber: SAP und Oracle. SAP habe sich 1997 mit 50% am Mannheimer CRM Anbieter Kiefer & Veittinger beteiligt, der mittlerweile komplett übernommen worden sei. Seitdem werde an einer komplett neuen CRM-Lösung gestrickt, deren Markteinführung bereits mehrfach angekündigt und wieder verschoben worden sei. Im Frühjahr 2000 dürfte es nun endgültig soweit sein. Als Wettbewerber werde SAP insbesondere dadurch geschwächt, dass man derzeit an allen Fronten kämpfe: Der R/3-Absatz "läufe" nicht mehr, die Technologie sei veraltet, neue Geschäftsfelder bei Front-Office-Automation, Supply-Chain Management und Business Warehouse ließen sich nur äußerst schleppend erschließen, die Aktie stehe unter Druck.
Siebel verfüge über erstklassige Referenzkunden. Hierzu zählten unter anderem Microsoft, Peoplesoft (!), Andersen Consulting, Dell, Cisco, Fidelity, Siemens, MCI WorldCom, Compaq und Kelloggs. Daneben verfüge man mit Compaq, IBM, Microsoft, Sun und vielen anderen über ebenso hochkarätige Partner.
In letzter Zeit sei häufig zu lesen gewesen, dass Manager von SAP und anderen ERP-Anbietern zu Siebel gewechselt seien, unter anderem auch der langjährige SAP-Amerika-Chef Paul Wahl. Dies stelle einen besonderen Vertrauensbeweis dar. Siebel sei durch die Erfolgswelle, auf der man gegenwärtig schwimme, ein sehr attraktiver Arbeitgeber.
Absolut gesehen sei Siebel derzeit noch etwa um den Faktor 6 kleiner als SAP, etwas kleiner als Peoplesoft und etwas größer als Baan. Im Bereich Front-Office-Automation-Software halte man derzeit einen Marktanteil von ca. 30 Prozent und habe damit eine ähnlich dominierende Position wie SAP im ERP Markt.
Auffallend seien insbesondere die starke Betonung des Bereichs Vertrieb und Marketing sowie die eher geringen Aufwendungen für Forschung und Entwicklung. Vertrieb und Marketing würden bei Siebel eine ganz zentrale Rolle einnehmen, da dies die kritischen Faktoren seien, um Marktdominanz zu erreichen. Die Geschichte habe gezeigt, dass Marktführer fast immer gegen Technologieführer gewinnen. Prominentestes Beispiel sei Microsoft verglichen mit Apple. Dennoch heiße dies nicht, dass Siebel die Produktentwicklung vernachlässige, da man über sehr fortgeschrittene Entwicklungstools verfüge, die eine sehr effiziente Entwicklung erlauben. Insgesamt sei Siebel äußerst straff und effizient organisiert, man wisse genau, wo man hin wolle.
Siebel scheine sich an der Börse zu einem Highflyer zu entwickeln. Dazu beigetragen habe die Tatsache, dass man in den etwas mehr als drei Jahren, in denen man an der Nasdaq notiere, in keinem Quartal die Erwartungen der Analysten enttäuscht habe. Auch im kommenden Jahr dürften positive Überraschungen wahrscheinlich sein, da die Prognosen ein sehr moderates Gewinnwachstum von 30 Prozent vorsähen. In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres sei es gelungen, den Umsatz um 84 Prozent und den Gewinn um 126 Prozent zu steigern. Auch die Quartalsdynamik sei mit einem sequentiellen Wachstum von knapp 20 Prozent intakt, so dass auf Basis der vorliegenden Daten nicht von einer starken Verlangsamung des Wachstums auszugehen sei. Die Investitionszurückhaltung aufgrund des Jahr-2000-Problems, die von div. Softwareherstellern als Begründung für schlechte Zahlen herhalten müsse, scheine Siebel nicht zu berühren, denn auch im abgelaufenen dritten Quartal sei es gelungen, den Umsatz um 87% zu steigern.
Nach dem starken Kursanstieg in den letzten Monaten und insbesondere in der letzten Woche sei Siebel nicht mehr ganz billig. Auf Basis der Analystenprognosen liege das KGV auf Basis der 2000er Gewinne bei 85. Nehme man an, dass Siebel auch im kommenden Jahr bei konstanter Marge mit 80% wachsen könne, so läge das KGV (2000) bei 61, was ebenfalls nicht billig sei. Hier habe die Börse die guten Wachstumsaussichten der kommenden Jahre teilweise vorweggenommen. Gehe man aber aus einem etwas anderen Blickwinkel an Siebel heran, scheine die Aktie auf einmal günstig bewertet: Siebel werde sich in den kommenden Jahren immer stärker zum E-Businessunternehmen entwickeln und sei dadurch weniger mit SAP & Co., sondern eher mit Unternehmen wie BroadVision zu vergleichen. Obwohl die Unternehmen in bezug auf Wachstumsrate, Profitabilität und Marktposition vergleichbar seien, werde BroadVision mit dem 320-fachen der 2000er Gewinne bewertet. Eine formale Bewertung mit Hilfe des Ertragswertmodells ergebe bei den antizipierten Wachstumsraten zwar kein Kurspotential mehr. Den Wachstumsannahmen liege zugrunde, dass Branchenanalysten für den Front-Office-Automation Markt ein durchschnittliches Wachstum von 50% bis zum Jahr 2005 erwarten. Siebel als Marktführer dürfte weiter Marktanteile gewinnen, was die Experten in ihrer Rechnung nicht berücksichtigt haben. Weiterhin seien keine Steigerungen in der Umsatzrendite vorgesehen, sondern das derzeitige Niveau von 15% netto in die Zukunft fortgeschrieben. Die weitaus größte Reserve stecke darin, dass man bei Marktführeren in der Regel die Nachhaltigkeit der Gewinne unterschätze. Siebel werde wahrscheinlich auch nach dem Jahr 2006 überdurchschnittliche Wachstumsraten aufweisen, die Analysten haben hier mit einer ewigen Rent gerechnet, also mit konstanten Gewinnen. Hinzu komme, dass Marktführer sich oftmals neue angrenzende Märkte erschließen, die zusätzliches Potential eröffneten. Bei Siebel wäre ein weiteres Vordringen in den E-Business/E-Commerce-Bereich nicht auszuschließen.
Mit Siebel wachse womöglich ein neuer Software-Blue-Chip heran, der eine zentrale Rolle im E-Businessbereich spielen könne. Kurzfristig erscheine der Kurs überhitzt, da die Aktie allein in der vergangenen Woche knapp 30 Prozent zugelegt habe. Bei Kursschwäche dürfte sich ein Kauf mit der Absicht eines langfristigen Erfolgs lohnen. Die Experten empfehlen die Siebel-Aktie daher mit einem Kauflimit von 95 Euro zum Kauf.
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