Ströer Börsengang im Check
13.07.10 11:51
Wirtschaftswoche
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Die Experten der "Wirtschaftswoche" empfehlen die Aktie von Ströer nicht zu zeichnen.
Beim bevorstehenden Börsengang des Außenwerbers Ströer werbe Firmengründer Udo Müller mit dem Versprechen, zusammen mit dem Sohn des Co-Gründers, Dirk Ströer, und Finanzchef Alfred Bührdel Aktien im Volumen von 5 Mio. Euro zu zeichnen. Während dies in etlichen Medien als Vertrauensbeweis für den Börsenneuling gefeiert worden sei, würden Details aus dem Börsenprospekt diese Ansicht infrage stellen, denn die beiden Vorstände bekämen beim Börsengang ein Vielfaches von dem in bar ausgezahlt, was sie in Aktien investieren würden.
Verglichen mit dem französischen Wettbewerber JC Decaux biete die Aktie von Ströer zwar einen Bewertungsabschlag, doch sei dies kein Kaufgrund. Denn mit etwa dem 30-fachen des Nettogewinns 2010 - das Doppelte des Durchschnitts für europäische Aktien - sei JC Decaux teuer bewertet. Der Grund: JC Decaux habe wie Ströer ein vor Konkurrenz geschütztes Geschäft.
Ströer-Vorstand Müller schätze, dass der Anteil der Außenwerbung am deutschen Werbeaufkommen von derzeit 4% auf 6% zulegen werde. In Frankreich liege die Quote bei mehr als 10%. Auch sei das Unternehmen mit Abstand Marktführer in Polen und der Türkei. Doch was nützt das, wenn die Aktie teuer an die Börse kommt, so die Experten der "Wirtschaftswoche". Mit der Posse um den vermeintlichen Vertrauensbeweis habe das Management zudem Vertrauen verspielt.
Die Experten der "Wirtschaftswoche" raten Anlegern davon ab, die Ströer-Aktie zu zeichnen. (Ausgabe 28) (13.07.2010/ac/a/n)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Beim bevorstehenden Börsengang des Außenwerbers Ströer werbe Firmengründer Udo Müller mit dem Versprechen, zusammen mit dem Sohn des Co-Gründers, Dirk Ströer, und Finanzchef Alfred Bührdel Aktien im Volumen von 5 Mio. Euro zu zeichnen. Während dies in etlichen Medien als Vertrauensbeweis für den Börsenneuling gefeiert worden sei, würden Details aus dem Börsenprospekt diese Ansicht infrage stellen, denn die beiden Vorstände bekämen beim Börsengang ein Vielfaches von dem in bar ausgezahlt, was sie in Aktien investieren würden.
Ströer-Vorstand Müller schätze, dass der Anteil der Außenwerbung am deutschen Werbeaufkommen von derzeit 4% auf 6% zulegen werde. In Frankreich liege die Quote bei mehr als 10%. Auch sei das Unternehmen mit Abstand Marktführer in Polen und der Türkei. Doch was nützt das, wenn die Aktie teuer an die Börse kommt, so die Experten der "Wirtschaftswoche". Mit der Posse um den vermeintlichen Vertrauensbeweis habe das Management zudem Vertrauen verspielt.
Die Experten der "Wirtschaftswoche" raten Anlegern davon ab, die Ströer-Aktie zu zeichnen. (Ausgabe 28) (13.07.2010/ac/a/n)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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