T ONLINE International AG ORD
WKN: 555770 / ISIN: DE0005557706T-Online überbewertet
22.03.02 13:31
Investor-Village
Die T-Online Aktie (WKN 555770) ist nach Meinung der Analysten von "Investor-Village" deutlich überbewertet.
T-Online habe für das Geschäftsjahr 2001 einen Umsatzanstieg von 43 Prozent auf 1,14 Mrd. Euro gemeldet. Der Nettoverlust sei wesentlich stärker angestiegen auf 797 Mio. Euro, nach 390 Mio. Euro im Vorjahr. Dies sei ein enttäuschendes Ergebnis. T-Online rechtfertige die roten Zahlen mit Abschreibungen auf die Beteiligung an der comdirect bank und hohen Verlusten bei den Auslandstöchtern. Im operativen Deutschlandgeschäft wolle man dagegen schon dieses Jahr die Gewinnzone erreichen. Doch Ausreden und Versprechungen würden dem Unternehmen auf Dauer nicht weiterhelfen.
Die Anleger würden den Internetwerten heute keinen Fantasieaufschlag mehr zubilligen. Der Stimmungsumschwung gegenüber der New Economy habe bei vielen Unternehmen dieser Branche zu realistischeren Bewertungen geführt. An T-Online sei dieser Realismus offenbar vorübergegangen. Die Aktie habe sich seit dem Börsengang gerade mal halbiert. Die Vielzahl der Internetwerte habe es wesentlich schlimmer erwischt.
Das Unternehmen werde an der Börse aktuell mit 16 Mrd. Euro bewertet. Der Handelsriese Metro bringe es auf eine Marktkapitalisierung von nur 12 Mrd. Euro. Metro erwirtschafte einen Jahresumsatz von annähernd 50 Mrd. Euro und sei seit Jahren profitabel.
Die Vision von T-Online sei es, in Zukunft mit bezahlten Inhalten Geld zu verdienen. Das klinge sehr gut. Das Problem liege allerdings in der Einstellung der Internet-User. Musik, Interviews, Kinotrailer oder Nachrichten seien viele Jahre lang im Internet kostenlos zu haben gewesen. Das habe sich in den Köpfen festgesetzt. Warum also jetzt dafür bezahlen, zumal es die Inhalte bei der Konkurrenz in gleicher Qualität (noch) umsonst gebe. Langfristig würden viele Surfer bezahlten Inhalten gegenüber nicht mehr grundsätzlich abgeneigt sein, aber es werde einige Jahre dauern.
Um seine hohe Bewertung zu rechtfertigten, müsste T-Online schnell die Gewinnzone erreichen und gleichzeitig sehr hohe Wachstumsraten beim Umsatz erzielen. Doch bei über 10 Mio. Nutzern seien entsprechende Umsatzzuwächse kaum noch möglich - jedenfalls nicht ohne eine aggressive Expansion ins Ausland mittels einer Vielzahl von Akquisitionen. Genau diese Expansionsstrategie sei für einen Teil der roten Zahlen verantwortlich.
T-Online müsse sich zwischen Wachstum und Gewinn entscheiden. Der neue Chef Thomas Holtrop gebe der Erreichung der Gewinnzone den Vorzug. Bei der derzeitigen Börsenlage sei dies sicherlich die richtige Entscheidung.
Die angestrebten Wachstumsraten von 30 Prozent pro Jahr rechtfertigen allerdings keine Marktkapitalisierung von 16 Mrd. Euro, so die Analysten von "Investor-Village". Wehe T-Online, wenn die Aktionäre dies merken würden.
T-Online habe für das Geschäftsjahr 2001 einen Umsatzanstieg von 43 Prozent auf 1,14 Mrd. Euro gemeldet. Der Nettoverlust sei wesentlich stärker angestiegen auf 797 Mio. Euro, nach 390 Mio. Euro im Vorjahr. Dies sei ein enttäuschendes Ergebnis. T-Online rechtfertige die roten Zahlen mit Abschreibungen auf die Beteiligung an der comdirect bank und hohen Verlusten bei den Auslandstöchtern. Im operativen Deutschlandgeschäft wolle man dagegen schon dieses Jahr die Gewinnzone erreichen. Doch Ausreden und Versprechungen würden dem Unternehmen auf Dauer nicht weiterhelfen.
Die Anleger würden den Internetwerten heute keinen Fantasieaufschlag mehr zubilligen. Der Stimmungsumschwung gegenüber der New Economy habe bei vielen Unternehmen dieser Branche zu realistischeren Bewertungen geführt. An T-Online sei dieser Realismus offenbar vorübergegangen. Die Aktie habe sich seit dem Börsengang gerade mal halbiert. Die Vielzahl der Internetwerte habe es wesentlich schlimmer erwischt.
Die Vision von T-Online sei es, in Zukunft mit bezahlten Inhalten Geld zu verdienen. Das klinge sehr gut. Das Problem liege allerdings in der Einstellung der Internet-User. Musik, Interviews, Kinotrailer oder Nachrichten seien viele Jahre lang im Internet kostenlos zu haben gewesen. Das habe sich in den Köpfen festgesetzt. Warum also jetzt dafür bezahlen, zumal es die Inhalte bei der Konkurrenz in gleicher Qualität (noch) umsonst gebe. Langfristig würden viele Surfer bezahlten Inhalten gegenüber nicht mehr grundsätzlich abgeneigt sein, aber es werde einige Jahre dauern.
Um seine hohe Bewertung zu rechtfertigten, müsste T-Online schnell die Gewinnzone erreichen und gleichzeitig sehr hohe Wachstumsraten beim Umsatz erzielen. Doch bei über 10 Mio. Nutzern seien entsprechende Umsatzzuwächse kaum noch möglich - jedenfalls nicht ohne eine aggressive Expansion ins Ausland mittels einer Vielzahl von Akquisitionen. Genau diese Expansionsstrategie sei für einen Teil der roten Zahlen verantwortlich.
T-Online müsse sich zwischen Wachstum und Gewinn entscheiden. Der neue Chef Thomas Holtrop gebe der Erreichung der Gewinnzone den Vorzug. Bei der derzeitigen Börsenlage sei dies sicherlich die richtige Entscheidung.
Die angestrebten Wachstumsraten von 30 Prozent pro Jahr rechtfertigen allerdings keine Marktkapitalisierung von 16 Mrd. Euro, so die Analysten von "Investor-Village". Wehe T-Online, wenn die Aktionäre dies merken würden.
12.01.11
, Ad hoc
Allerthal-Werke meldet vorläufigen Jahresabschluss [...]Köln (aktiencheck.de AG) - Im Zuge der Aufstellung des Jahresabschlusses der Allerthal-Werke AG (ISIN DE0005034201/ WKN ...
28.06.06
, HypoVereinsbank
T-Online Coverage eingestelltWesterburg, 28. Juni 2006 (aktiencheck.de AG) - Der Analyst Thomas Friedrich von der HypoVereinsbank stellt die Coverage ...
08.06.06
, aktiencheck.de
Presse: Deutsche Telekom will durch Verschmelzun [...]Westerburg, 8. Juni 2006 (aktiencheck.de AG) - Die Deutsche Telekom AG (ISIN DE0005557508/ WKN 555750) drückt bei der ...
