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Sa, 18. April 2026, 8:24 Uhr

UBS

WKN: UB0BL6 / ISIN: CH0024899483

UBS "strong buy"


07.04.08 11:21
SEB

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Manfred Jakob, Analyst der SEB, bewertet die UBS-Aktie mit dem Rating "strong buy".

Am 14.02.2008 seien endgültige Jahresabschlusszahlen veröffentlicht worden. UBS sei wie gewarnt tief in die roten Zahlen gerutscht. Der Verlust habe 4,38 Mrd. CHF (2006: +12,26 Mrd. CHF) betragen. Allein im vierten Quartal habe die Krise das Ergebnis mit 13,7 Mrd. USD belastet. Im vierten Quartal habe UBS ihre Bestände in mit schlecht besicherten US-Immobilienkrediten um rund 11 Mrd. USD auf 27,6 Mrd. USD abgebaut.

Neue Eigenmittel habe sich die UBS über eine Pflichtwandelanleihe in Höhe von 13 Mrd. CHF bei strategischen Investoren besorgt. Die Altaktionäre hätten dem auf der außerordentlichen Hauptversammlung (27.02.) zugestimmt. Ein Staatsfonds aus Singapur habe 11 Mrd. CHF gezeichnet, 2 Mrd. CHF seien bei einem Investor aus dem Nahen Osten platziert worden. Die Erträge hätten von 32,8 auf 34,5 Mrd. CHF zugelegt. Der Zinsüberschuss sei um 18% auf 5,34 Mrd. CHF gefallen. Beim Handelsergebnis sei ein Verlust von 8,3 Mrd. CHF (Vj. +13,74 Mrd. CHF Vorjahr) ausgewiesen worden. Der Provisionsüberschuss sei um rund 20% auf 30,6 Mrd. CHF gestiegen.

Am 01.04.2008 sei eine neuerliche Gewinnwarnung gemeldet worden. Auch für das erste Quartal dürfte infolge neuer milliardenschwerer Abschreibungen ein hoher Verlust aufgelaufen sein. UBS taxiere diesen auf rund 12 Mrd. CHF (rd. 7,7 Mrd. EUR) und die neuerlichen Abschreibungen aus US-Immobilien und strukturierten Krediten auf rd. 19 Mrd. USD (rund 12,3 Mrd. Euro). Der Großteil der übrigen Immobilienwerte werde nun in eine sog. "Bad Bank" ausgegliedert, die abgewickelt werden solle. Um die Tier-1-Ratio aufrechtzuerhalten, plane die UBS eine weitere Kapitalerhöhung als Bezugsrechtsemission in Höhe von rund 15 Mrd. CHF. Der Verwaltungsratspräsident Marcel Ospel werde auf der Hauptversammlung am 23. April auf eine erneute Kandidatur verzichten.

Auch wenn 2008 erneut ein Verlust wahrscheinlich sei, so schaffe das Haus im Jahresverlauf Voraussetzungen, dass in 2009 ein kräftiger Turnaround einsetzen dürfte. Der Großteil der übrigen Risikopositionen werde in eine "Bad Bank" ausgegliedert. In dieser Abteilung würden die problembehafteten Positionen in der Folgezeit abgewickelt. Auch die Bestände in den sog. Alt-A-Anleihen seien zurückgefahren worden - von 26,6 auf 16 Mrd. USD.

Die Kapitalerhöhung dürfte angesichts des Brand-Namen UBS auf Akzeptanz stoßen. Immerhin zeige die UBS in Wealth Management weiter ein starkes Geschäft. Auch im Investmentbanking laufe das Geschäft bis auf das Anleihen-Segment zufriedenstellend. Zu den positiven Aspekten gehöre auch ein neues Kostensparprogramm im Investmentbanking.

Auch für 2008 sei ein Nettoverlust zu erwarten. Der Verlust im ersten Quartal werde auf 12 Mrd. CHF veranschlagt. Gleichwohl bereits Milliardenbeträge abgeschrieben seien, sei nach wie vor nicht ausgeschlossen, ob nicht noch weitere Wertberichtigungen drohen würden (vor allem bei einer weiteren Verschlechterung der Marktbedingungen). Eine Gewinnprognose fürs zweite Quartal sei nach wie vor nicht möglich.

Eine weitere Folgebelastung könnte sein, dass die Kundenumsätze nun auch in anderen Bereichen in nächster Zeit eher moderater ausfallen könnten. Teilweise sei dies z. B. im Bereich Asset Management schon der Fall. Zu den negativen Aspekten würden auch hohe Restrukturierungskosten im Investmenbanking gehören. Die Kapitalmaßnahmen würden den Gewinn je Aktie verwässern.

Infolge der neuerlichen Gewinnwarnung würden die Analysten die Gewinne und das Kursziel anpassen. Das Kursziel werde bei 43 CHF (zuvor 53 CHF) gesehen.

Die Analysten der SEB stufen die UBS-Aktie mit "strong buy" ein. (Analyse vom 07.04.2008) (07.04.2008/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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