US-Aktienmarkt neue Kursimpulse
18.05.01 00:00
DG Bank
Nachdem mittlerweile mehr als 90% der im S&P-Index enthaltenen Unternehmen ihre Quartalsergebnisse vorgelegt haben, konzentrierte sich der amerikanische Aktienmarkt zuletzt wieder vorwiegend auf Konjunktur- und Zinsüberlegungen, berichtet das Researchteam der DG Bank.
Im Vordergrund habe dabei in dieser Woche die Spekulation über einen fünften Zinsschritt der Notenbank gestanden. Nachdem die zuvor veröffentlichten Konjunkturdaten wie höhere Einzelhandelsumsätze im April und ein im Mai wieder gestiegenes Konsumentenvertrauen eine Stabilisierung der US-Wirtschaft signalisiert hätten, sei eine weitere Zinssenkung zeitweise gar nicht mehr sicher erschienen, zumal am Markt auch die Inflationsrisiken der offensiven Geldpolitik immer mehr ins Blickfeld rücken würden. Am Dienstag sei es dann allerdings doch zu dem mehrheitlich erwarteten Zinsschritt um 50 Basispunke gekommen, der den amerikanischen Tagesgeldsatz weiter auf nun 4,0% verringert habe.
Überraschenderweise habe Alan Greenspan in seinem Kommentar zur Zinsentscheidung die anhaltenden Konjunkturrisiken betont, was vielfach als Hinweis auf weitere geldpolitische Lockerungen interpretiert worden sei. Am amerikanischen Aktienmarkt habe der Zinsbeschluss für kräftige Kursbewegungen gesorgt. Sei der Markt vor der Zinsentscheidung weitgehend auf der Stelle getreten, so hätten die Warnungen von Greenspan vor anhaltenden Konjunkturrisiken zunächst zu einer schwächeren Tendenz geführt. Danach hätten allerdings die Hoffnungen auf weitere Zinssenkungen dominiert, und die Kurse hätten deutlich angezogen.
Dem Dow-Jones-Index sei es dabei sogar gelungen, seinen charttechnischen Widerstand im Bereich von 11.000 Punkten zu überwinden und auf einen neuen Jahreshöchststand zu steigen. Die Technologiebörse Nasdaq habe ebenfalls kräftige Zuwächse verbucht. Eher positive Impulse hätten auch die zuletzt veröffentlichten Unternehmensnachrichten geliefert. Im Technologiebereich hätten zum Beispiel die beiden Telekom- und Netzwerkausrüster Ciena und 2-Q-Logic über den Erwartungen liegende Gewinnzahlen gemeldet.
Hewlett-Packard habe zwar einen Gewinneinbruch verzeichnet, sei aber leicht über seinen früheren Prognosen geblieben. Dagegen hätten die Quartalsberichte von Wal Mart und der Baumarktkette Home-Depot weitgehend im Rahmen der Erwartungen gelegen und hätten daher nicht für große Bewegungen gesorgt.
Trotz der positiven Kurstendenz in der zurückliegenden Woche, bleibe der Markt zunächst in einer schwierigen Übergangsphase, da die bislang vorherrschenden monetären Kursimpulse in zunehmendem Maße durch eine Antizipation wieder besserer Ertragserwartungen ersetzt werden müssten. Selbst wenn noch Hoffnungen auf einen weiteren Zinsschritt der Notenbank bestünden, sei andererseits doch klar, dass der Boden des gegenwärtig abwärts gerichteten Zinszyklus nahe sei. Bei den Unternehmensgewinnen sei dagegen zunächst noch keine Umkehr des Abwärtstrends in Sicht. Laut vorliegender Ergebnisse der S&P-500-Unternehmen für das erste Quartal gehe beispielsweise First Call von einem Gewinnrückgang im Vorjahresvergleich von 6,5% aus, der sich im zweiten Quartal sogar auf 11,4% verstärken werde.
Auch für das dritte Quartal erwarte der Marktkonsens mittlerweile einen nochmaligen leichten Gewinnrückgang um rund 3%. Auf mittlere Sicht sprächen die zu beobachtenden Stabilisierungstendenzen der US-Konjunktur zwar wieder für einen positiven Ertragstrend, der von der Börse frühzeitig antizipiert werden sollte. Darauf basiere auch das grundsätzlich positives Anlageurteil der Analysten für den amerikanischen Aktienmarkt.
Kurzfristig und das heiße mit Blick auf die kommende Börsenwoche sei der Kurstrend allerdings schwer prognostizierbar. Zwar spreche die Überwindung des charttechnischen Widerstands beim Dow Jones im Bereich von 11.000 Punkten zunächst für weitere Kursgewinne, und auch beim Nasdaq Composite würde eine Überwindung des Widerstandes bei 2.200 Punkten kurzfristig als Kaufsignal zu werten sein. Andererseits sei auf dem erreichten Niveau aber immer wieder mit kräftigeren Gewinnmitnahmen zu rechnen.
Im Vordergrund habe dabei in dieser Woche die Spekulation über einen fünften Zinsschritt der Notenbank gestanden. Nachdem die zuvor veröffentlichten Konjunkturdaten wie höhere Einzelhandelsumsätze im April und ein im Mai wieder gestiegenes Konsumentenvertrauen eine Stabilisierung der US-Wirtschaft signalisiert hätten, sei eine weitere Zinssenkung zeitweise gar nicht mehr sicher erschienen, zumal am Markt auch die Inflationsrisiken der offensiven Geldpolitik immer mehr ins Blickfeld rücken würden. Am Dienstag sei es dann allerdings doch zu dem mehrheitlich erwarteten Zinsschritt um 50 Basispunke gekommen, der den amerikanischen Tagesgeldsatz weiter auf nun 4,0% verringert habe.
Überraschenderweise habe Alan Greenspan in seinem Kommentar zur Zinsentscheidung die anhaltenden Konjunkturrisiken betont, was vielfach als Hinweis auf weitere geldpolitische Lockerungen interpretiert worden sei. Am amerikanischen Aktienmarkt habe der Zinsbeschluss für kräftige Kursbewegungen gesorgt. Sei der Markt vor der Zinsentscheidung weitgehend auf der Stelle getreten, so hätten die Warnungen von Greenspan vor anhaltenden Konjunkturrisiken zunächst zu einer schwächeren Tendenz geführt. Danach hätten allerdings die Hoffnungen auf weitere Zinssenkungen dominiert, und die Kurse hätten deutlich angezogen.
Hewlett-Packard habe zwar einen Gewinneinbruch verzeichnet, sei aber leicht über seinen früheren Prognosen geblieben. Dagegen hätten die Quartalsberichte von Wal Mart und der Baumarktkette Home-Depot weitgehend im Rahmen der Erwartungen gelegen und hätten daher nicht für große Bewegungen gesorgt.
Trotz der positiven Kurstendenz in der zurückliegenden Woche, bleibe der Markt zunächst in einer schwierigen Übergangsphase, da die bislang vorherrschenden monetären Kursimpulse in zunehmendem Maße durch eine Antizipation wieder besserer Ertragserwartungen ersetzt werden müssten. Selbst wenn noch Hoffnungen auf einen weiteren Zinsschritt der Notenbank bestünden, sei andererseits doch klar, dass der Boden des gegenwärtig abwärts gerichteten Zinszyklus nahe sei. Bei den Unternehmensgewinnen sei dagegen zunächst noch keine Umkehr des Abwärtstrends in Sicht. Laut vorliegender Ergebnisse der S&P-500-Unternehmen für das erste Quartal gehe beispielsweise First Call von einem Gewinnrückgang im Vorjahresvergleich von 6,5% aus, der sich im zweiten Quartal sogar auf 11,4% verstärken werde.
Auch für das dritte Quartal erwarte der Marktkonsens mittlerweile einen nochmaligen leichten Gewinnrückgang um rund 3%. Auf mittlere Sicht sprächen die zu beobachtenden Stabilisierungstendenzen der US-Konjunktur zwar wieder für einen positiven Ertragstrend, der von der Börse frühzeitig antizipiert werden sollte. Darauf basiere auch das grundsätzlich positives Anlageurteil der Analysten für den amerikanischen Aktienmarkt.
Kurzfristig und das heiße mit Blick auf die kommende Börsenwoche sei der Kurstrend allerdings schwer prognostizierbar. Zwar spreche die Überwindung des charttechnischen Widerstands beim Dow Jones im Bereich von 11.000 Punkten zunächst für weitere Kursgewinne, und auch beim Nasdaq Composite würde eine Überwindung des Widerstandes bei 2.200 Punkten kurzfristig als Kaufsignal zu werten sein. Andererseits sei auf dem erreichten Niveau aber immer wieder mit kräftigeren Gewinnmitnahmen zu rechnen.
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