US-Biotechs abwärts
30.01.02 13:30
Biotech-Report Online
Einer der wenigen Gewinner des Pharmasektors war am Dienstag die Firma Merck & Co, berichten die Analysten von "Biotech-Report Online".
Der Abwärtstrend des Kurses sei gebrochen worden, nachdem Merck Pläne bekannt gegeben habe, man wolle sich von der Tochter Merck-Medco trennen und diese als separates Unternehmen noch in diesem Jahr an die Börse bringen. Die Merck Aktie habe daraufhin um 52 Cents angezogen. Analysten seien der Meinung, diese Maßnahme sollte helfen, die Gewinne bei Merck in nächster Zeit deutlich zu erhöhen.
Düstere Stimmung habe im Biotechsektor geherrscht, selbst die positiven US-Konjunkturdaten hätten nicht verhindern können, dass es nach anfänglichem Aufwärtstrend schließlich doch nach unten gegangen sei, und man die Gewinner zum Handelsschluss eher mit der Lupe habe suchen müssen. Beide Indizes seien mit einem Minus von 2,18% auf 500,95 (Amex Biotech) und 1,81 auf 774,67 (Nasdaq Biotech) wieder einmal gehörig in die Verlustzone gerutscht.
Unter den Top-Performern hätten sich eher unbekannte Namen wie Pozen (+19,6%) und Cypress (+10,7%) befunden, aber auch Peregrine Pharma habe von der Ausgabe eines neuen Patentes profitieren können. Bis zu 10% habe der Kurs zeitweise zugelegt, habe dann aber wegen der allgemeinen Schwäche nur noch mit plus 5,6% geschlossen. Das neue Patent schütze u.a. den "anti-VEGF"-Antikörper, der sich in vorläufigen Tests bei der Bekämpfung von Tumoren bereits als sehr hoffnungsvoll erwiesen habe. Ein kleiner Hoffnungsschimmer habe sich mit plus 1,4% auch bei der in letzter Zeit stark abgestraften Firma ImClone gezeigt.
Orchid BioSciences habe die Planzahlen für das Jahr 2001 bekräftigt und die Schätzungen für 2002 angehoben. Der Markt habe die guten Nachrichten mit einem Aufschlag von 4% honoriert. Für 2001 werde ein Verlust von 1,33 US-Dollar pro Aktie erwartet, 2002 rechne man lediglich mit einem Minus von 85 bis 92 Cents pro Aktie. Analystenschätzungen hätten bisher bei einem Verlust von 95 Cents pro Aktie gelegen.
Bekanntere Namen der Biotechszene habe man eher unter den Verlierern gesehen. Miravant habe 11,3% abgegeben, während Organogenesis sogar fast 24% seines Aktienwertes verloren habe. Gilead und PDLI hätten einen Abschlag von 3% bzw. 3,6% erlitten, und die Schwergewichte Amgen und Genzyme seien mit einem Verlust von 3,2% bzw. 3,6% aus dem Handel gegangen. HGSI habe trotz positiver Studiendaten mit Repifermin einen Verlust von 2,1% erlitten. Ohne Saft und Kraft habe sich auch der Biotechindex des Neuen Marktes präsentiert, wobei die schwächelnden US-Börsen sicher ihren Teil zu den überwiegend roten Vorzeichen beigetragen hätten.
Der Index habe 1,35% auf 82,27 Punkte verloren. Zu verdanken sei dies vor allem den Unternehmen Lion Bioscience (-7,3%), Curasan (-4,9%), Rhein Biotech (-4,2%) und GPC Biotech (-3,7%) gewesen. Mit etwas mehr Glück hätten sich Plasmaselect (+7,6%), Sanochemia (+6,4%) sowie Macropor (+4,9%) aus dem Handel verabschiedet. Morphosys habe noch von seinem Teilerfolg im AK-Patenstreit zehren können und sei mit einem Plus von 1,7% aus dem Handel gegangen.
Der Abwärtstrend des Kurses sei gebrochen worden, nachdem Merck Pläne bekannt gegeben habe, man wolle sich von der Tochter Merck-Medco trennen und diese als separates Unternehmen noch in diesem Jahr an die Börse bringen. Die Merck Aktie habe daraufhin um 52 Cents angezogen. Analysten seien der Meinung, diese Maßnahme sollte helfen, die Gewinne bei Merck in nächster Zeit deutlich zu erhöhen.
Düstere Stimmung habe im Biotechsektor geherrscht, selbst die positiven US-Konjunkturdaten hätten nicht verhindern können, dass es nach anfänglichem Aufwärtstrend schließlich doch nach unten gegangen sei, und man die Gewinner zum Handelsschluss eher mit der Lupe habe suchen müssen. Beide Indizes seien mit einem Minus von 2,18% auf 500,95 (Amex Biotech) und 1,81 auf 774,67 (Nasdaq Biotech) wieder einmal gehörig in die Verlustzone gerutscht.
Orchid BioSciences habe die Planzahlen für das Jahr 2001 bekräftigt und die Schätzungen für 2002 angehoben. Der Markt habe die guten Nachrichten mit einem Aufschlag von 4% honoriert. Für 2001 werde ein Verlust von 1,33 US-Dollar pro Aktie erwartet, 2002 rechne man lediglich mit einem Minus von 85 bis 92 Cents pro Aktie. Analystenschätzungen hätten bisher bei einem Verlust von 95 Cents pro Aktie gelegen.
Bekanntere Namen der Biotechszene habe man eher unter den Verlierern gesehen. Miravant habe 11,3% abgegeben, während Organogenesis sogar fast 24% seines Aktienwertes verloren habe. Gilead und PDLI hätten einen Abschlag von 3% bzw. 3,6% erlitten, und die Schwergewichte Amgen und Genzyme seien mit einem Verlust von 3,2% bzw. 3,6% aus dem Handel gegangen. HGSI habe trotz positiver Studiendaten mit Repifermin einen Verlust von 2,1% erlitten. Ohne Saft und Kraft habe sich auch der Biotechindex des Neuen Marktes präsentiert, wobei die schwächelnden US-Börsen sicher ihren Teil zu den überwiegend roten Vorzeichen beigetragen hätten.
Der Index habe 1,35% auf 82,27 Punkte verloren. Zu verdanken sei dies vor allem den Unternehmen Lion Bioscience (-7,3%), Curasan (-4,9%), Rhein Biotech (-4,2%) und GPC Biotech (-3,7%) gewesen. Mit etwas mehr Glück hätten sich Plasmaselect (+7,6%), Sanochemia (+6,4%) sowie Macropor (+4,9%) aus dem Handel verabschiedet. Morphosys habe noch von seinem Teilerfolg im AK-Patenstreit zehren können und sei mit einem Plus von 1,7% aus dem Handel gegangen.
