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Sa, 18. April 2026, 7:21 Uhr

US-Börsen stark belastet


09.08.04 09:00
iWatch

Die letzte Woche begann schlecht und endete noch schlechter, berichten die Experten von "iWatch".

Im Wochenvergleich habe der Nasdaq über 3% abgegeben. S&P 500 sowie Dow Jones Index hätten 1,9 bzw. 1,6% abgegeben. Im Gegenzug sei vor dem Hintergrund der Terrorwarnungen der Ölpreis weiter in die Höhe geschossen. Mit einem Plus von knapp 3 US-Dollar habe sich der Preis auf 44,46 US-Dollar geschraubt.

Der Ölpreis sei stark an politische Unruhen und Terrorängste gekoppelt. Aber auch die Angst vor einer Angebotsverknappung durch die anhaltenden Querelen um Yukos hätten einen Einfluss auf den Preis. Der Goldpreis hingegen hänge hauptsächlich am US-Dollarkurs. Dieser sei in der vergangenen Woche nahezu unverändert geblieben. So habe auch das Gold kaum Änderungen verzeichnen können.

Vor dem Hintergrund von Terrorangst und fallenden Aktienkursen seien natürlich Anleihen verstärkt nachgefragt worden. Die steigenden Anleihenpreise hätten zu einer verminderten Rendite geführt. Im T-Bond habe der Abschlag 0,15 Zähler auf 5,15% betragen.

Eine Verschnaufpause habe es durch das Quartalsergebnis von Procter & Gamble gegeben. Im Ausblick sei ein Gewinnanstieg für das nächste Quartal von 44% prognostiziert worden. Der Wallstreet habe dieser positive Ausblick gereicht, um im Tagesverlauf noch ins Plus zu drehen.

Weiterhin habe QUALCOMM vermeldet, dass die 3G-Technologie schneller vertrieben werden könne als geplant. Es werde also wieder in neue Technologien investiert.

Für die Experten sei diese Meldung von QUALCOMM ein weiteres Indiz dafür, dass Nokia sich in den letzten Quartalen verschätzt habe. Der letzte große Produktwechsel bei Nokia habe vor Weihnachten 2003 stattgefunden. Wie gewohnt habe Nokia auf eine einfache Bedienung seiner Handys gesetzt. Sony Ericsson, Motorola und andere Wettbewerber hätten ihre Handys jedoch mit MP3 Playern, Digicams, Kalender und Kontaktverwaltung, Radioempfang und und und bestückt. Es sei fraglich, ob man dies brauche. Aber zumindest werde es gekauft, und Nokias schlicht gehaltenen Handys würden zu Ladenhütern.

Damit habe QUALCOMM das richtig gemacht, was Nokia falsch gemacht habe: Investieren in eine Zukunftstechnologie. Vor zwei Jahren noch habe man das Wort UMTS (heute 3G) nicht mehr in den Mund nehmen dürften. Heute werde diese Technologie gekauft, als könnte man ohne sie nicht mehr leben.

Am Dienstag sei dann die Welt zusammengebrochen. Der Ölpreis sei über 44 US-Dollar gesprungen und die Konsumentenausgaben seien unerwartet abgefallen. Noch die Woche davor hätten die Experten erklärt, dass der überraschend positive Wert des Konsumentenvertrauens ein Zeichen dafür sei, dass es besser nicht mehr werden könne. Wenn schon alle Konsumenten am Konsumieren seien und diesen Kaufrausch in einem hohen Konsumentenvertrauen ausdrücken würden, dann müsse der nächste Schritt ein Rückgang der Käufe sein.

Im weiteren Wochenverlauf habe diese Stimmung nicht mehr umgekehrt werden können, der hohe Ölpreis habe für weitere Aktienverkäufe gesorgt, am Donnerstag Nachmittag sei dieser Ausverkauf in einer Panik gegipfelt, die den Nasdaq 1,8% habe verlieren lassen.

Der starke Kursverlust im Nasdaq, insbesondere in den letzten 30 Minuten, resultiere wohl daher, dass der Nasdaq sein Jahrestief unterschritten habe. An einer solchen Marke gebe es eine Menge Stopp-Loss Orders, die anschließend eine Verkaufswelle auslösen würden.

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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