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Fr, 17. April 2026, 21:25 Uhr

US-Märkte in Konsolidierungsphase


22.08.05 15:09
iWatch

Wie in der Vorwoche angedeutet, sind die US-Aktienmärkte in der Berichtswoche in eine Konsolidierungsphase eingetreten, so das EKIP-Team des "iWatch".

Beim Dow Jones sei vorerst in der Nähe der Marke von 10.700 Punkten Schluss gewesen, ebenso wie beim S&P 500 in Reichweite der Marke von 1.250 Zählern. Der NASDAQ Composite habe sein 4-Jahres-Hoch bei 2.220 Punkten markiert, ehe es auch hier um bis zu 100 Punkte abwärts gegangen sei.

Diese Aktienmarktreaktion wolle noch nichts Schlimmes verheißen, da der Aufstieg in den vergangenen Wochen fulminant, also von einer schönen Marktbreite getragen und rasant, da mit stetiger Dynamisierung der Aufwärtsbewegung einhergegangen sei. Zudem hätten die im S&P 500 notierten Unternehmen mit einer 2/3-Drittelmehrheit die Analystenerwartungen getroffen oder sogar überstiegen. Die Gesamtsumme der Gewinne sei sogar um satte 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen, also dem 2. Quartal 2004, an. Erwartet worden sei hier lediglich ein Gewinnanstieg von bis zu acht Prozent.

Die gesehene Aufwärtsbewegung habe damit durchaus ihre fundamentale Berechtigung. Doch die Märkte, insbesondere die Aktienbörsen, seien antizipatorische Mechanismen, also Systeme, die versuchen, Entwicklungen mit einem Vorlauf von etwa 12 bis 18 Monaten vorwegzunehmen. Die in den vergangenen Wochen hereingekommenen Daten von der US-Konjunkturfront würden in der Mehrheit auf eine robuste Verfassung der US-Volkswirtschaft hindeuten.

Die stark gestiegenen Ölpreise hätten bislang weder den Verbrauch der US-Konsumenten an Benzin noch deren Ausgabefreudigkeit beim Einkaufen unterminieren können. Man frage sich nur, zu welchen Preis. Die Masse der US-Bürger halte ihr kräftiges Konsumniveau durch eine deutliche Zunahme der persönlichen Verschuldung aufrecht. Die gute Lage am Arbeitsmarkt, veranlasse die Geschäftsbanken und Kreditkartengesellschaften, Darlehen und Dispositionslinien, in großem Umfang auszureichen. Die Arbeitslosenquote verharre mit 5,0 Prozent auf niedrigem Niveau, sowie deutlich gestiegene Stundenlöhne, für die in abhängiger Beschäftigung tätigen Personen würden für aggressivere Vergabe von Krediten und Darlehen sorgen.

Doch allen Marktteilnehmern sei bewusst, dass es kein exponentielles Wachstum gebe, welches für ungebremstes Wachstum des Bruttosozialproduktes sorge. Noch immer bewege sich die Entwicklung der Wirtschaftskraft einer Volkswirtschaft in Zyklen. Die amerikanische Volkswirtschaft mache hierbei (noch) keine Ausnahme. Das Szenario von weiter steigenden US-Leitzinsen, hohen Ölpreisen und einem sich tendenziell abschwächenden US-Konsum, dürften die ausschlaggebenden Momente dafür sein, dass sich auch die Gewinnentwicklung der US-Unternehmen deutlich zurückbilde.





 
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