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So, 19. April 2026, 23:18 Uhr

US-Wirtschaft beeindruckt


06.11.03 14:13
CommTrust

Mit einem annualisierten Wachstum von 7,2% im dritten Quartal ist die amerikanische Wirtschaft so stark wie seit 19 Jahren nicht mehr gewachsen, so die Experten von "CommTrust".

Besonders positiv hätten sich die persönlichen Konsumausgaben entwickelt, die mit einem Zuwachs von 6,6% den höchsten Stand seit 6 Jahren erreicht hätten. Die Sonderstellung des dritten Quartals zeige sich zusätzlich dadurch, dass das Wachstum ohne den Abbau der Lagerbestände bei fast schon astronomischen 8% gelegen hätte. Da die Lager in den nächsten Quartalen eher etwas aufgefüllt werden dürften, würden die Wachstumsraten der US-Wirtschaft trotz auslaufender Effekte der Steuergutschriften vermutlich mehrere Quartale oberhalb der 4%-Grenze liegen. Das Plus von 11,1% bei den Investitionen deute an, dass das Tief beim Investitionszyklus überwunden worden sei und die amerikanische Wirtschaft am Anfang eines konjunkturellen Aufschwungs stehe.

Da es sich bei den Investitionen hauptsächlich um Ersatz- und nicht Erweiterungsinvestitionen handele, sollten die Beschäftigungsauswirkungen jedoch zunächst eher gering ausfallen. Gleichwohl würden die aktuellen wöchentlichen Arbeitsmarktdaten eine Stabilisierung der Lage signalisieren. Der Vier-Wochen-Durchschnitt der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung liege mit 388.750 unter der für Beschäftigungsaufbau notwendigen Schwelle von 400.000. Weitere Unterstützung erhalte das positive Konjunkturszenario von der Unternehmensseite. Die Gewinne der S&P 500 Unternehmen seien nach vorläufigen Schätzungen von First Call im dritten Quartal gegenüber Vorjahr um ca. 20% gestiegen.

In Europa würden der Anstieg des Ifo-Geschäftsklimaindex und der verbesserte Business Confidence Index der Eurozone anzeigen, dass sich die Stimmung unter den Unternehmen seit dem Frühjahr deutlich verbessert habe. Bei den Konsumenten könne man von einer Stabilisierung der Lage sprechen. Der Index für das Konsumentenvertrauen sei den dritten Monat infolge unverändert geblieben. Ebenfalls zulegen können habe der Einkaufsmanager Index der Eurozone. Er sei von 50,1 im September auf 51,3 gestiegen und habe somit den höchsten Stand seit Juli 2002 markiert und deute auf ein Anziehen der wirtschaftlichen Aktivität in Euroland hin.