Unilever "underperform"
28.07.04 16:21
ING BHF-BANK
Die Analysten der ING BHF-BANK bewerten die Unilever-Aktie mit "underperform".
Schwerpunkt der Unternehmensstrategie sei das sogenannte "Path to Growth-Program". Hierunter verstehe der Konzern die Fokussierung auf Geschäftsfelder mit überdurchschnittlicher Marge und starker Marktstellung. So solle das Produktportfolio von ehemals 1.600 Produktmarken zukünftig nur noch rund 400 enthalten. Das Wachstum der verbleibenden Top 400-Marken solle durch regionale Expansion und Marktanteilsgewinne erfolgen.
Der von Unilever berichtete Umsatz sei im zweiten Quartal um 3% auf 10,8 Mrd. Euro gefallen und habe damit deutlich unter der Markterwartung (11,1 Mrd. Euro) gelegen. Als "erschreckend" zu bezeichnen sei die Entwicklung der Top 400 Marken des Konzerns. Während für diese Marken ein Wachstum von 2,5% vom Unternehmen vorhergesagt worden sei, sei der Umsatz mit diesen wichtigsten Produkten im zweiten Quartal um 0,2% gefallen. Damit stelle das abgelaufene Quartal das schwächste Quartal der letzten Jahre dar.
Obwohl die Erwartungen der Analysten nur bei 1,5% Wachstum gelegen hätten, habe Unilever diese somit deutlich unterboten. Der negative Absatztrend setze sich damit fort. Der schwächste Markt bleibe Europa. Hier habe Unilever einen nicht erwarteten Umsatzrückgang von rund 5% verzeichnet. Hauptursachen für das schwache Europa-Geschäft seien laut Unilever Absatzprobleme im Bereich "Reinigungs- und Pflegeprodukte" und schwierige Marktbedingungen im Nahrungsmittelgeschäft in Frankreich, Deutschland und den Niederlanden gewesen.
Die Konkurrenz in den "Emerging Markets" habe laut Unternehmensangaben deutlich zugenommen, sodass auch hier die Wachstumsraten deutlich zurückgegangen seien. Trotz reduzierter Marketingausgaben habe die operative Marge nur minimal gesteigert werden können und damit ebenfalls die Analystenerwartung nicht erfüllt. Nur dank einer deutlich gesunkenen Steuerquote (bedingt durch eine einmalige Steuergutschrift) und einer niedriger als erwarteten Zinsbelastung habe zumindest das Nettoergebnis vor Sonderfaktoren in dem Ausmaß (+ 10%) gesteigert werden können wie es von Analysten erwartet worden sei.
Für das Gesamtjahr rechne das Unternehmen trotz der weiterhin unter Plan liegenden Umsatzzahlen mit einem Ergebnisanstieg von rund 10%. Bezüglich der zu erwartenden Entwicklung der Top 400-Marken habe sich Unilever sehr zurückhaltend geäußert. Prognostiziert werde jetzt lediglich ein im Vergleich zum ersten Halbjahr etwas besseres zweites Halbjahr. Dank der besseren Steuerquote rechne das Unternehmen weiterhin mit einem prozentual zweistelligen Gewinnanstieg für das laufende Jahr.
Die katastrophale Umsatzentwicklung werde von Unilever ausschließlich mit dem schwierigen Marktumfeld begründet. Unternehmen wie Reckitt Benckiser, Danone und Procter & Gamble würden aber zeigen, dass auch in dem aktuellen Umfeld deutliche Umsatzsteigerungen möglich seien. Unilever sei das Unternehmen, dass an diese besser aufgestellten und effizienter geführten Firmen Marktanteile verliere. Zwar erscheine die Bewertung attraktiv, jedoch fehle bei dieser Argumentation der notwendige Weitblick. Ein Unternehmen, dass wie Unilever nicht in der Lage sei, seine Umsätze auszubauen, sei zwangsläufig auch nicht in der Lage dauerhaft die Gewinne zu steigern.
Die Empfehlung der Analysten der ING BHF-BANK für die Unilever-Aktie lautet unverändert "underperform".
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Schwerpunkt der Unternehmensstrategie sei das sogenannte "Path to Growth-Program". Hierunter verstehe der Konzern die Fokussierung auf Geschäftsfelder mit überdurchschnittlicher Marge und starker Marktstellung. So solle das Produktportfolio von ehemals 1.600 Produktmarken zukünftig nur noch rund 400 enthalten. Das Wachstum der verbleibenden Top 400-Marken solle durch regionale Expansion und Marktanteilsgewinne erfolgen.
Der von Unilever berichtete Umsatz sei im zweiten Quartal um 3% auf 10,8 Mrd. Euro gefallen und habe damit deutlich unter der Markterwartung (11,1 Mrd. Euro) gelegen. Als "erschreckend" zu bezeichnen sei die Entwicklung der Top 400 Marken des Konzerns. Während für diese Marken ein Wachstum von 2,5% vom Unternehmen vorhergesagt worden sei, sei der Umsatz mit diesen wichtigsten Produkten im zweiten Quartal um 0,2% gefallen. Damit stelle das abgelaufene Quartal das schwächste Quartal der letzten Jahre dar.
Obwohl die Erwartungen der Analysten nur bei 1,5% Wachstum gelegen hätten, habe Unilever diese somit deutlich unterboten. Der negative Absatztrend setze sich damit fort. Der schwächste Markt bleibe Europa. Hier habe Unilever einen nicht erwarteten Umsatzrückgang von rund 5% verzeichnet. Hauptursachen für das schwache Europa-Geschäft seien laut Unilever Absatzprobleme im Bereich "Reinigungs- und Pflegeprodukte" und schwierige Marktbedingungen im Nahrungsmittelgeschäft in Frankreich, Deutschland und den Niederlanden gewesen.
Für das Gesamtjahr rechne das Unternehmen trotz der weiterhin unter Plan liegenden Umsatzzahlen mit einem Ergebnisanstieg von rund 10%. Bezüglich der zu erwartenden Entwicklung der Top 400-Marken habe sich Unilever sehr zurückhaltend geäußert. Prognostiziert werde jetzt lediglich ein im Vergleich zum ersten Halbjahr etwas besseres zweites Halbjahr. Dank der besseren Steuerquote rechne das Unternehmen weiterhin mit einem prozentual zweistelligen Gewinnanstieg für das laufende Jahr.
Die katastrophale Umsatzentwicklung werde von Unilever ausschließlich mit dem schwierigen Marktumfeld begründet. Unternehmen wie Reckitt Benckiser, Danone und Procter & Gamble würden aber zeigen, dass auch in dem aktuellen Umfeld deutliche Umsatzsteigerungen möglich seien. Unilever sei das Unternehmen, dass an diese besser aufgestellten und effizienter geführten Firmen Marktanteile verliere. Zwar erscheine die Bewertung attraktiv, jedoch fehle bei dieser Argumentation der notwendige Weitblick. Ein Unternehmen, dass wie Unilever nicht in der Lage sei, seine Umsätze auszubauen, sei zwangsläufig auch nicht in der Lage dauerhaft die Gewinne zu steigern.
Die Empfehlung der Analysten der ING BHF-BANK für die Unilever-Aktie lautet unverändert "underperform".
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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