VIVA Media Marketperformer
30.06.04 17:03
Stadtsparkasse Köln
Die Analysten der Stadtsparkasse Köln bewerten die VIVA Media-Aktie mit "Marketperformer".
Der US-Konzern Viacom habe im Rahmen eines Aktienkaufvertrages 75,8% der Anteile an der VIVA Media AG erworben und strebe nun die vollständige Übernahme der VIVA-Gruppe an. Viacom biete den Aktionären 12,65 Euro je Aktie, damit werde die Kölner Musikgruppe mit rd. 309 Mio. Euro bewertet. Gemessen an dem Durchschnittskurs der vergangenen drei Monate beinhalte der Angebotspreis einen Aufschlag von 21%. Sollte Viacom die erforderlichen 95% der Aktien einsammeln, werde es einen Squeeze-Out geben, d.h. ein Herausdrängen der Kleinaktionäre über eine Barabfindung. Die Börsennotierung der VIVA Media AG solle eingestellt werden.
Der VIVA-Vorstand wolle die Übernahme vorbehaltlich einer Prüfung der Angebotsunterlage unterstützen. Das Übernahmeangebot werde derzeit von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) geprüft und solle in Kürze veröffentlicht werden. Die Übernahme bedürfe der Zustimmung der Kartellbehörden. Dabei sei unklar, ob die Kartellbehörden bei ihrer Entscheidung den Nischenmarkt Musiksender als Maßstab für die zukünftige Position von Viacom ansehen würden oder aber die Position des US-Konzerns im gesamten deutschen TV-Markt. Sollte die Übernahme genehmigt werden, würde MTV den deutschen TV-Musik-Markt weitgehend allein beherrschen. In diesem Fall sei mit Widerstand seitens der Musikverlage und der deutschen Fernsehsender zu rechnen.
Nach der Übernahme wolle Viacom die zwei MTV- und die beiden VIVA-Sender neu positionieren. Laut MTV-Deutschland-Chefin Catherine Mühlemann sei in Deutschland für zwei bis drei Musiksender Platz. Die Sender sollten möglicherweise auch auf neue Zielgruppen ausgerichtet werden. Die VIVA-Geschäfte solle Vorstandschef Dieter Gorny weiterhin führen.
Der Start in das Geschäftsjahr 2004 sei bei VIVA verhalten ausgefallen. Der Umsatz sei gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 9% auf 22,9 Mio. Euro gesteigert worden, was im Wesentlichen auf den Bereich TV-Produktion (+34% auf 13,8 Mio. Euro) zurückzuführen sei. Das Segment Musik-TV habe einen Rückgang von 10,6 auf 9,1 Mio. Euro hinnehmen müssen. Dies sei in erster Linie mit dem schwachen nationalen Musikgeschäft (-20% auf 6,0 Mio. Euro) begründet worden, das unter der anhaltenden Werbezurückhaltung und der Strukturkrise in der Musikindustrie gelitten habe. Im internationalen Musik-TV seien die Erlöse mit 3,1 Mio. Euro stabil geblieben.
Auf der Ergebnisseite habe VIVA einen Rückgang des EBITA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Goodwill-Abschreibungen) auf -1,8 (-0,3) Mio. Euro verbucht. Während in der TV-Produktion noch ein positives EBITA von 0,8 (1,6) Mio. Euro erzielt worden sei, habe der Bereich Musik-TV national einen deutlichen Rückgang auf -2,2 (-1,0) Mio. Euro verbucht. Das internationale Musikgeschäft habe dagegen eine Verbesserung von -0,8 auf -0,5 Mio. Euro verzeichnen können. Auf Konzernebene ergebe sich bei einem Vorsteuerergebnis von -2,36 (-1,13) Mio. Euro unter dem Strich ein Fehlbetrag von -3,35 (-1,20) Mio. Euro.
Die liquiden Mittel hätten sich per Ende März auf 30,3 Mio. Euro belaufen. Im Vorjahresvergleich entspreche dies zwar einem Rückgang um 5,8 Mio. Euro, gegenüber dem Bilanzstichstag 2003 (22,7 Mio. Euro) habe jedoch wieder deutlich an Liquidität gewonnen und ein komfortables Polster aufgebaut werden können. Der Anstieg liege darin begründet, dass für 2003 ausstehende Zahlungen im ersten Quartal hätten verbucht werden können. Für das Gesamtjahr 2004 erwarte VIVA einen stabilen Konzernumsatz und eine deutliche Verbesserung des EBITA.
Die Spekulationen der vergangenen Monate hätten sich mit der Bekanntgabe der Übernahmevereinbarung zwischen Viacom und VIVA bestätigt. Viacom sehe diesen Schritt als Startschuss zur Expansion in Deutschland an. Das Übernahmeangebot, das derzeit von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) geprüft werde, sehe einen attraktiven Angebotspreis von 12,65 Euro vor, der deutlich über dem durchschnittlichen Kurs der vergangenen drei Monate liege. Die Übernahme bedürfe der Zustimmung des Bundeskartellamts. Das Kurspotenzial sei auf dem derzeitigen Niveau ausgereizt.
Die Empfehlung der Analysten der Stadtsparkasse Köln für VIVA Media lautet unverändert "Marketperformer".
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Der US-Konzern Viacom habe im Rahmen eines Aktienkaufvertrages 75,8% der Anteile an der VIVA Media AG erworben und strebe nun die vollständige Übernahme der VIVA-Gruppe an. Viacom biete den Aktionären 12,65 Euro je Aktie, damit werde die Kölner Musikgruppe mit rd. 309 Mio. Euro bewertet. Gemessen an dem Durchschnittskurs der vergangenen drei Monate beinhalte der Angebotspreis einen Aufschlag von 21%. Sollte Viacom die erforderlichen 95% der Aktien einsammeln, werde es einen Squeeze-Out geben, d.h. ein Herausdrängen der Kleinaktionäre über eine Barabfindung. Die Börsennotierung der VIVA Media AG solle eingestellt werden.
Der VIVA-Vorstand wolle die Übernahme vorbehaltlich einer Prüfung der Angebotsunterlage unterstützen. Das Übernahmeangebot werde derzeit von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) geprüft und solle in Kürze veröffentlicht werden. Die Übernahme bedürfe der Zustimmung der Kartellbehörden. Dabei sei unklar, ob die Kartellbehörden bei ihrer Entscheidung den Nischenmarkt Musiksender als Maßstab für die zukünftige Position von Viacom ansehen würden oder aber die Position des US-Konzerns im gesamten deutschen TV-Markt. Sollte die Übernahme genehmigt werden, würde MTV den deutschen TV-Musik-Markt weitgehend allein beherrschen. In diesem Fall sei mit Widerstand seitens der Musikverlage und der deutschen Fernsehsender zu rechnen.
Nach der Übernahme wolle Viacom die zwei MTV- und die beiden VIVA-Sender neu positionieren. Laut MTV-Deutschland-Chefin Catherine Mühlemann sei in Deutschland für zwei bis drei Musiksender Platz. Die Sender sollten möglicherweise auch auf neue Zielgruppen ausgerichtet werden. Die VIVA-Geschäfte solle Vorstandschef Dieter Gorny weiterhin führen.
Auf der Ergebnisseite habe VIVA einen Rückgang des EBITA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Goodwill-Abschreibungen) auf -1,8 (-0,3) Mio. Euro verbucht. Während in der TV-Produktion noch ein positives EBITA von 0,8 (1,6) Mio. Euro erzielt worden sei, habe der Bereich Musik-TV national einen deutlichen Rückgang auf -2,2 (-1,0) Mio. Euro verbucht. Das internationale Musikgeschäft habe dagegen eine Verbesserung von -0,8 auf -0,5 Mio. Euro verzeichnen können. Auf Konzernebene ergebe sich bei einem Vorsteuerergebnis von -2,36 (-1,13) Mio. Euro unter dem Strich ein Fehlbetrag von -3,35 (-1,20) Mio. Euro.
Die liquiden Mittel hätten sich per Ende März auf 30,3 Mio. Euro belaufen. Im Vorjahresvergleich entspreche dies zwar einem Rückgang um 5,8 Mio. Euro, gegenüber dem Bilanzstichstag 2003 (22,7 Mio. Euro) habe jedoch wieder deutlich an Liquidität gewonnen und ein komfortables Polster aufgebaut werden können. Der Anstieg liege darin begründet, dass für 2003 ausstehende Zahlungen im ersten Quartal hätten verbucht werden können. Für das Gesamtjahr 2004 erwarte VIVA einen stabilen Konzernumsatz und eine deutliche Verbesserung des EBITA.
Die Spekulationen der vergangenen Monate hätten sich mit der Bekanntgabe der Übernahmevereinbarung zwischen Viacom und VIVA bestätigt. Viacom sehe diesen Schritt als Startschuss zur Expansion in Deutschland an. Das Übernahmeangebot, das derzeit von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) geprüft werde, sehe einen attraktiven Angebotspreis von 12,65 Euro vor, der deutlich über dem durchschnittlichen Kurs der vergangenen drei Monate liege. Die Übernahme bedürfe der Zustimmung des Bundeskartellamts. Das Kurspotenzial sei auf dem derzeitigen Niveau ausgereizt.
Die Empfehlung der Analysten der Stadtsparkasse Köln für VIVA Media lautet unverändert "Marketperformer".
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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