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Fr, 17. April 2026, 16:55 Uhr

VIVA MEDIA NA O.N.

WKN: 617106 / ISIN: DE0006171069

VIVA Media Marketperformer


13.08.04 15:54
Stadtsparkasse Köln

Die Analysten der Stadtsparkasse Köln bewerten die VIVA Media-Aktie mit "Marketperformer".

Das Bundeskartellamt habe die geplante Übernahme von VIVAdurch den US-Medienkonzern Viacom ohne Auflagen genehmigt. Die Übernahme führe auf dem Markt für TV-Werbung zu keiner Entstehung oder Verstärkung einer Markt beherrschenden Stellung. Nun stehe noch die Stellungnahme der Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK) aus, mit der VIVA bis Ende August rechne. Viacom habe Mitte Juni im Rahmen eines Aktienkaufvertrages 75,8% der VIVA-Anteile erworben.

Der US-Konzern strebe die vollständige Übernahme der VIVA-Gruppe an und plane, den übrigen Aktionären der VIVA Media AG ein freiwilliges Übernahmeangebot in Höhe von 12,65 Euro pro Aktie zu unterbreiten. Sollte Viacom die erforderlichen 95% der Aktien einsammeln, werde es einen Squeeze-Out geben, d.h. ein Herausdrängen der Kleinaktionäre über eine Barabfindung. Die Börsennotierung der VIVA Media AG solle eingestellt werden. Viacom kontrolliere bereits den Musiksender MTV und MTV2Pop. Nach der Übernahme von VIVA wolle Viacom die zwei MTV- und die beiden VIVA-Sender neu positionieren und eventuell auch auf neue Zielgruppen ausrichten. Die VIVA-Geschäfte solle Vorstandschef Dieter Gorny weiterhin führen.

Im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres habe VIVA einen Umsatz von 27,4 Mio. Euro erwirtschaftet. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum stelle dies einen Rückgang um 6% dar. Während Brainpool mit 15,2 Mio. Euro nahezu stabile Umsätze verzeichnet habe, seien die Erlöse im Musik-TV um 11,6% auf 12,2 Mio. Euro zurückgegangen. Dies sei auf das nationale Musik-TV-Geschäft zurück zu führen, das unter der Zurückhaltung der Werbekunden gelitten habe (Umsatz -22,8% auf 7,8 Mio. Euro). Im internationalen Musik-Geschäft sei der Umsatz dagegen um 18,9% auf 4,4 Mio. Euro gestiegen. Damit sei der Umsatzanteil der Auslandsaktivitäten am gesamten Musik-TV-Bereich auf 36% gewachsen.

Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITA) sei von April bis Juni um 16,9% auf 3,26 Mio. Euro gestiegen und fast vollständig von den TV-Produktionsaktivitäten getragen worden, die ein EBITA von 3,5 Mio. Euro erwirtschaftet hätten. Im Musik-TV-Geschäft sei ein im Vergleich zum Umsatzeinbruch unterproportionaler Rückgang des EBITA von -210.000 Euro auf -250.000 Euro verbucht worden, was VIVA mit den verbesserten Kostenstrukturen und den Ergebnisanstiegen im internationalen Geschäft (von 5.000 Euro auf +350.000 Euro) begründet habe. Der Überschuss sei mit 2 Mio. Euro deutlich höher ausgefallen als im Vorjahreszeitraum (424.000 Euro), was vor allem auf den Buchgewinn in Höhe von 900.000 Euro aus der Kaufpreisrückerstattung in Italien zurück zu führen gewesen sei.

Für den Zeitraum Januar bis Juni habe sich der Umsatz auf 50,3 Mio. Euro und damit in etwa auf dem Niveau des Vorjahres kumuliert (50,2 Mio. Euro). Mit 21,3 Mio. Euro habe der Musik-TV-Bereich um 12,7% unter dem Vorjahreswert von 24,4 Mio. Euro gelegen. Der Anstieg der Erlöse im internationalen Musik-Geschäft (+10,3% auf 7,5 Mio. Euro) habe den Rückgang im deutschen Markt (-21,6% auf 13,8 Mio. Euro) bei Weitem nicht ausgleichen können. Die Ergebnisse des zweiten Quartals hätten das schwache Auftaktquartal nicht vollständig kompensieren können, so dass sich zum ersten Halbjahr ein operativer Gewinn (EBITA) von 1,4 Mio. Euro ergeben habe verglichen mit 2,5 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Unter dem Strich habe VIVA einen Verlust von 1,4 Mio. Euro ausgewiesen gegenüber -0,8 Mio. Euro zum 30.06.2003.

Für das zweite Halbjahr sei VIVA verhalten optimistisch. Der Konzern gehe davon aus, dass der positive Trend im internationalen Geschäft anhalte. Für das nationale Musik-TV-Geschäft hoffe VIVA auf eine Belebung bei den Werbeeinnahmen. Das TV-Produktionsgeschäft dürfte angesichts der guten Auftragslage weiterhin positive Beiträge zur Geschäftsentwicklung in der Gruppe leisten. Für das Gesamtjahr erwarte VIVA einen gegenüber dem Vorjahr stabilen Umsatz und eine nennenswerte Verbesserung des EBITA, die von dem Segment TV-Produktion und den internationalen Musik-TV-Aktivitäten getragen werden dürfte. Das nationale Musik-TV-Geschäft werde die Gewinnschwelle nach Aussagen von VIVA voraussichtlich auch im Gesamtjahr nicht erreichen.

Die Übernahme durch Viacom sei von den Kartellbehörden genehmigt worden. Es sei damit zu rechnen, dass Viacom in Kürze das Übernahmeangebot für die freien Aktionäre veröffentlichen werde. Da sich der aktuelle Kurs der Aktie nahe dem von Viacom genannten Angebotspreis von 12,65 Euro je Aktie bewege und die Analysten nicht damit rechnen würden, dass hier eine Nachbesserung erfolge, sähen sie kein nennenswertes Aufwärtspotenzial mehr bei VIVA.

Die Analysten der Stadtsparkasse Köln behalten ihre "Marketperformer"-Einschätzung für VIVA Media bei.





 
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