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Fr, 17. April 2026, 22:50 Uhr

VMR Ziel 180 Euro


26.04.99 00:00
Stisweekly

Die Analysten von Stisweekly empfehlen gegenwärtig die Aktien des Finanzdienstleisters VMW zum Kauf. VMR befinde sich weiterhin auf der Überholspur. Überholt würden mit Vehemenz die anläßlich des Börsengangs gestellten Gewinntaxen. So sei in 1998 mit 1,74 Euro/Aktie 70% mehr verdient worden als zunächst angekündigt. Auch die für 1999 in Aussicht gestellten 3 Euro/Aktie könnten getrost als zu konservativ angesehen werden.

Allein aus dem kürzlich getätigten Verkauf der im November 1998 erworbenen Beteiligung an dem amerikanischen Internet-Service-Provider Globix habe VMR rd. 2,56 Mio. Euro bzw. 1,10 Euro/Aktie Gewinn erzielt. Die Experten heben deshalb ihre Ergebnisprognose für 1999 von 3,95 Euro/Aktie auf 5,05 Euro/Aktie an.

Auch Vorstand Florian Homm scheine nicht ernstlich davon auszugehen, daß "nur" die (in der Pressemitteilung vom 21. April 1999) angekündigten 3 Euro/Aktie in 1999 erzielt werden. In einem Interview mit der Zeitschrift Going Public habe er ein Ergebnis pro Aktie zwischen 3,27 Euro und 5,42 Euro vorausgesagt. Da es bisher zu den Gepflogenheiten des Finanzdienstleisters gehört habe, die eigenen Prognosen meilenweit zu übertreffen, scheinen auch 6 Euro/Aktie und mehr erreichbar, heißt es. Dafür spreche nicht zuletzt, daß in der vorhergehenden Analyse nur Beteiligungserträge aus den Börsengängen von 2 Unternehmen, und zwar OAR-Service und ComTelco, berücksichtigt worden seien, während realiter insgesamt 5 Unternehmen in 1999 von VMR an die Börse begleitet werden sollten.

6 Euro/Aktie bedeuteten bei einem derzeitigen Börsenkurs von rd. 82 Euro ein 1999er KGV von 13,6. Unterstelle man ferner - wie Homm - für 2000 ein Gewinnwachstum von 40%, was äußerst konservativ erscheint, so läge der 2000er Gewinn/Aktie bei 8,4 Euro und das 2000er KGV bei 9,8.

Fazit: Aus fundamentaler Sicht sollte ein Kurs von 180 Euro die absolute Preisuntergrenze für VMR darstellen. Daß VMR derzeit mit läppischen 82 Euro bewertet werde, dürfte zum einem an dem laufenden Bezugsrechtshandel und zum anderen an der geringen Aufmerksamkeit, die diesem feinen Nebenwert bei Analysten und Medien zuteil werde, liegen. Mittelfristig jedoch werde die Börse dieses Bewertungsdefizit aufholen.