VW kaufen
22.02.01 00:00
BfG Bank
Bei einem Umsatzanstieg von 13,8% auf 167,3 Mrd. DM hat sich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von VW (WKN 766400) überproportional um 65,7% auf den Rekordwert von 8.175 Mio. DM verbessert, so die Analysten der BfG-Bank.
Nach Abzug von außerordentlichen Aufwendungen von fast 1,4 Mrd. DM für die künftige Entsorgung von Altautos (EU-Altautorichtlinie) verbleibe ein Rekordgewinn vor Steuern von 6.784 Mio. DM, der den Vorjahreswert um 37,5% übertreffe. Infolge einer deutlich von 66,5 auf 40,6% gesunkenen Steuerquote habe sich der Jahresüberschuss im Konzern mit 4.032 Mio. DM gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt (+144%). Das DVFA-Ergebnis pro Aktie steige kräftig um 58,3% auf 9,10 DM. Der Cashflow im Automobilbereich nehme um 33,8 % auf 14,7 Mrd. DM zu und überdecke damit die Sachinvestitionen in Höhe von 12,1 Mrd. DM. Aufgrund der erfreulichen Geschäftsentwicklung werde eine Erhöhung der Dividende je Stammaktie von 0,77 auf 1,00 €, sowie je Vorzugsaktie von 0,83 auf 1,06 € vorgeschlagen.
Wie der Rekordgewinn zustande gekommen sei, habe VW bislang nicht genannt. Details zum Jahresabschluss, wie die Offenlegung der Ergebnisquellen, sollten auf der Jahrespressekonferenz am 22. März 2001 bekannt gegeben werden. Vermutlich habe sich aber der Trend der ersten neun Monate auch im letzten Quartal des Jahres 2000 fortgesetzt. Der Absatzrückgang auf dem Inlandsmarkt habe durch kräftige Verkaufssteigerungen in Nordamerika, Südamerika und in der Region Asien-Pazifik kompensiert werden können. Wesentlich zur Ergebnisverbesserung dürfe, neben dem Volumenwachstum und Kosteneinsparungen, auch die günstige Entwicklung der Wechselkurse, insbesondere des US-Dollar, beigetragen haben, zumal sich VW die Gewinnchancen aus der Dollar-Aufwertung aufgrund einer nicht ganz so vorsichtigen Kurssicherungspolitik wie sonst üblich erhalten habe.
Europas führender Automobilhersteller habe im vergangenen Jahr erstmalig die Auslieferungen an Kunden über die 5-Millionen-Marke auf einen Rekordwert von 5,062 Millionen Fahrzeugen (+3,9% gegenüber Vorjahr) gesteigert. Der Weltmarktanteil habe sich dadurch von 11,8% in 1999 auf 12,2% ausgeweitet. Nach eigenen Angaben erreiche der VW-Konzern diese positive Absatzentwicklung ohne wesentliche Preisnachlässe oder andere Vergünstigungen gewährt zu haben.
Unterschiedlich verlaufe die Absatzentwicklung in den wichtigsten Regionen. Auf dem um 11% auf knapp 3,38 Mio. Pkw-Neuzulassungen stärker als erwartet geschrumpften Inlandsmarkt, habe der VW-Konzern trotz eines Absatzrückganges von 11,2% auf 1,026 Mio. Fahrzeuge seine Führungsposition mit einem Marktanteil von 29,8% (VJ.: 29,7%) behaupten können.
In Westeuropa (ohne Deutschland) sei der Absatz um 4,0% auf 1,974 Mio. Automobile gestiegen. Mit einem Marktanteil von 18,7% (1999: 18,8%) im Gesamtjahr 2000 habe der VW-Konzern weiterhin seine Spitzenposition auf dem westeuropäischen Automobilmarkt (mit weitem Abstand vor seinen Wettbewerbern) behauptet. Zweiter sei die französische PSA-Gruppe (Marken Peugeot und Citroen) mit einem Marktanteil von 13,1% (VJ.: 12,1%), vor den japanischen Herstellern mit einem Marktanteil von zusammen 11,4 % (Vj.: 11,5%). Es folgten die GM- und Ford-Gruppe mit jeweils 10,8%, Renault mit 10,6 % sowie die Fiat-Gruppe mit 10,0 %. In Osteuropa habe der VW-Konzern den Absatz leicht um 3,5% auf rd. 300.000 Fahrzeuge steigern können.
Demgegenüber habe der VW-Konzern mit seinen Modellen in Übersee eine stärkere Verkaufsdynamik erzielt. In Nordamerika sei, nicht zuletzt auch wegen des schwachen Euros, im Gesamtjahr 2000 eine Absatzsteigerung von 18,5% auf rd. 657.000 Fahrzeuge erzielt worden. Nach Westeuropa sei nun Nordamerika der zweitwichtigste Absatzmarkt für den VW-Konzern. Im laufenden Jahr sehe sich der VW-Konzern wegen des rückläufigen US-Automobilmarktes schwierigeren Marktbedingungen gegenüber. Eine Absatzsteigerung von 5-10 % werde aus Unternehmenssicht dennoch für möglich gehalten.
In der Region Asien/Pazifik hätten die Verkäufe um 10,1% auf einen neuen Rekordwert von ca. 430.000 Einheiten zugenommen. In China hätten die Auslieferungen um 6,5% auf 336.000 Fahrzeuge zugelegt. Der VW-Konzern bleibe mit einem Marktanteil von 54% unangefochten Marktführer. Mit dem geplanten Beitritt Chinas zur Welthandelsorganisation werde sich der Wettbewerb allerdings in den nächsten Jahren verschärfen. In Japan, dem zweitwichtigsten asiatischen Absatzmarkt, würden die Verkäufe kräftig um 22% auf über 65.600 Fahrzeuge steigen. Große Expansionspläne habe der Konzern für die Region Asien/Pazifik. In den nächsten fünf Jahren werde in dieser Region eine Absatzsteigerung von mehr als 50% auf rd. 650.000 Einheiten erwartet.
An der in Gang gekommenen Erholung in Südamerika partizipiere der VW-Konzern im Jahr 2000 mit einer Verkaufssteigerung von 8,9% auf rd. 530.000 Automobilen. Insbesondere in Brasilien habe sich der Automobilmarkt von seinem niedrigen Niveau aus wieder stärker belebt. Zurück bleibe indes nach wie vor der argentinische Markt.
Im laufenden Geschäftsjahr erwarte das Management eine weitere Steigerung von Umsatz und Ergebnis. Zum Erreichen dieses Ziels seien insbesondere große Anstrengungen zur Steigerung der Effizienz und zur Senkung der Kosten erforderlich, da mit unterstützenden Nachfrageimpulsen aus den Märkten nur im begrenzten Maße zu rechnen sei und sich darüber hinaus Modellwechsel (u.a. Polo, Oberklassenmodell D1) ergebnisbelastend auswirken würden. Maßgeblich zur angestrebten qualitativen Ergebnisverbesserung dürften die neuen Volumenmodelle VW Passat und Audi A4 beitragen. Mittelfristig würden sich auch die Vorteile des Einsatzes der Modulstrategie positiv auf das Ergebnis auswirken.
In seinem voraussichtlich letzten vollen Geschäftsjahr dürfe sich Unternehmenschef Dr. Piech mit einem Rekordergebnis verabschieden. Hierzu werde neben der erwartet positiven operativen Geschäftsentwicklung auch die erstmals für dieses Geschäftsjahr vorgesehene Bilanzierung nach IAS beitragen. Im Zuge des Wechsel der Rechnungslegungsmethode von HGB zu IAS dürften umfangreiche stille Reserven aufgedeckt werden. Dann würden voraussichtlich auch die beiden wichtigsten Ertragsziele im Konzern, eine Kapitalrendite von 9-11% sowie eine Umsatzrendite vor Steuern von 6,5%, erreicht. Trotz des jetzt nach HGB aufgestellten Rekord-Jahresabschlusses sei der Konzern mit einer Umsatzrendite vor Steuern von 4,9% (Vj. 3,35%) ohne Berücksichtigung des außerordentlichen Aufwands für die Altautorichtlinie immer noch ein gutes Stück von seinem Ergebnisziel entfernt.
Anlässlich der jetzt veröffentlichten Rekordzahlen für 2000, die die Erwartungen weit übertroffen hätten, werde die Schätzung für den Gewinn pro Aktie 2001 von bisher 5,50 auf 7,00 € erhöht.
Die Empfehlung der Analysten der BfG-Bank laute kaufen.
Nach Abzug von außerordentlichen Aufwendungen von fast 1,4 Mrd. DM für die künftige Entsorgung von Altautos (EU-Altautorichtlinie) verbleibe ein Rekordgewinn vor Steuern von 6.784 Mio. DM, der den Vorjahreswert um 37,5% übertreffe. Infolge einer deutlich von 66,5 auf 40,6% gesunkenen Steuerquote habe sich der Jahresüberschuss im Konzern mit 4.032 Mio. DM gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt (+144%). Das DVFA-Ergebnis pro Aktie steige kräftig um 58,3% auf 9,10 DM. Der Cashflow im Automobilbereich nehme um 33,8 % auf 14,7 Mrd. DM zu und überdecke damit die Sachinvestitionen in Höhe von 12,1 Mrd. DM. Aufgrund der erfreulichen Geschäftsentwicklung werde eine Erhöhung der Dividende je Stammaktie von 0,77 auf 1,00 €, sowie je Vorzugsaktie von 0,83 auf 1,06 € vorgeschlagen.
Wie der Rekordgewinn zustande gekommen sei, habe VW bislang nicht genannt. Details zum Jahresabschluss, wie die Offenlegung der Ergebnisquellen, sollten auf der Jahrespressekonferenz am 22. März 2001 bekannt gegeben werden. Vermutlich habe sich aber der Trend der ersten neun Monate auch im letzten Quartal des Jahres 2000 fortgesetzt. Der Absatzrückgang auf dem Inlandsmarkt habe durch kräftige Verkaufssteigerungen in Nordamerika, Südamerika und in der Region Asien-Pazifik kompensiert werden können. Wesentlich zur Ergebnisverbesserung dürfe, neben dem Volumenwachstum und Kosteneinsparungen, auch die günstige Entwicklung der Wechselkurse, insbesondere des US-Dollar, beigetragen haben, zumal sich VW die Gewinnchancen aus der Dollar-Aufwertung aufgrund einer nicht ganz so vorsichtigen Kurssicherungspolitik wie sonst üblich erhalten habe.
Europas führender Automobilhersteller habe im vergangenen Jahr erstmalig die Auslieferungen an Kunden über die 5-Millionen-Marke auf einen Rekordwert von 5,062 Millionen Fahrzeugen (+3,9% gegenüber Vorjahr) gesteigert. Der Weltmarktanteil habe sich dadurch von 11,8% in 1999 auf 12,2% ausgeweitet. Nach eigenen Angaben erreiche der VW-Konzern diese positive Absatzentwicklung ohne wesentliche Preisnachlässe oder andere Vergünstigungen gewährt zu haben.
Unterschiedlich verlaufe die Absatzentwicklung in den wichtigsten Regionen. Auf dem um 11% auf knapp 3,38 Mio. Pkw-Neuzulassungen stärker als erwartet geschrumpften Inlandsmarkt, habe der VW-Konzern trotz eines Absatzrückganges von 11,2% auf 1,026 Mio. Fahrzeuge seine Führungsposition mit einem Marktanteil von 29,8% (VJ.: 29,7%) behaupten können.
In Westeuropa (ohne Deutschland) sei der Absatz um 4,0% auf 1,974 Mio. Automobile gestiegen. Mit einem Marktanteil von 18,7% (1999: 18,8%) im Gesamtjahr 2000 habe der VW-Konzern weiterhin seine Spitzenposition auf dem westeuropäischen Automobilmarkt (mit weitem Abstand vor seinen Wettbewerbern) behauptet. Zweiter sei die französische PSA-Gruppe (Marken Peugeot und Citroen) mit einem Marktanteil von 13,1% (VJ.: 12,1%), vor den japanischen Herstellern mit einem Marktanteil von zusammen 11,4 % (Vj.: 11,5%). Es folgten die GM- und Ford-Gruppe mit jeweils 10,8%, Renault mit 10,6 % sowie die Fiat-Gruppe mit 10,0 %. In Osteuropa habe der VW-Konzern den Absatz leicht um 3,5% auf rd. 300.000 Fahrzeuge steigern können.
In der Region Asien/Pazifik hätten die Verkäufe um 10,1% auf einen neuen Rekordwert von ca. 430.000 Einheiten zugenommen. In China hätten die Auslieferungen um 6,5% auf 336.000 Fahrzeuge zugelegt. Der VW-Konzern bleibe mit einem Marktanteil von 54% unangefochten Marktführer. Mit dem geplanten Beitritt Chinas zur Welthandelsorganisation werde sich der Wettbewerb allerdings in den nächsten Jahren verschärfen. In Japan, dem zweitwichtigsten asiatischen Absatzmarkt, würden die Verkäufe kräftig um 22% auf über 65.600 Fahrzeuge steigen. Große Expansionspläne habe der Konzern für die Region Asien/Pazifik. In den nächsten fünf Jahren werde in dieser Region eine Absatzsteigerung von mehr als 50% auf rd. 650.000 Einheiten erwartet.
An der in Gang gekommenen Erholung in Südamerika partizipiere der VW-Konzern im Jahr 2000 mit einer Verkaufssteigerung von 8,9% auf rd. 530.000 Automobilen. Insbesondere in Brasilien habe sich der Automobilmarkt von seinem niedrigen Niveau aus wieder stärker belebt. Zurück bleibe indes nach wie vor der argentinische Markt.
Im laufenden Geschäftsjahr erwarte das Management eine weitere Steigerung von Umsatz und Ergebnis. Zum Erreichen dieses Ziels seien insbesondere große Anstrengungen zur Steigerung der Effizienz und zur Senkung der Kosten erforderlich, da mit unterstützenden Nachfrageimpulsen aus den Märkten nur im begrenzten Maße zu rechnen sei und sich darüber hinaus Modellwechsel (u.a. Polo, Oberklassenmodell D1) ergebnisbelastend auswirken würden. Maßgeblich zur angestrebten qualitativen Ergebnisverbesserung dürften die neuen Volumenmodelle VW Passat und Audi A4 beitragen. Mittelfristig würden sich auch die Vorteile des Einsatzes der Modulstrategie positiv auf das Ergebnis auswirken.
In seinem voraussichtlich letzten vollen Geschäftsjahr dürfe sich Unternehmenschef Dr. Piech mit einem Rekordergebnis verabschieden. Hierzu werde neben der erwartet positiven operativen Geschäftsentwicklung auch die erstmals für dieses Geschäftsjahr vorgesehene Bilanzierung nach IAS beitragen. Im Zuge des Wechsel der Rechnungslegungsmethode von HGB zu IAS dürften umfangreiche stille Reserven aufgedeckt werden. Dann würden voraussichtlich auch die beiden wichtigsten Ertragsziele im Konzern, eine Kapitalrendite von 9-11% sowie eine Umsatzrendite vor Steuern von 6,5%, erreicht. Trotz des jetzt nach HGB aufgestellten Rekord-Jahresabschlusses sei der Konzern mit einer Umsatzrendite vor Steuern von 4,9% (Vj. 3,35%) ohne Berücksichtigung des außerordentlichen Aufwands für die Altautorichtlinie immer noch ein gutes Stück von seinem Ergebnisziel entfernt.
Anlässlich der jetzt veröffentlichten Rekordzahlen für 2000, die die Erwartungen weit übertroffen hätten, werde die Schätzung für den Gewinn pro Aktie 2001 von bisher 5,50 auf 7,00 € erhöht.
Die Empfehlung der Analysten der BfG-Bank laute kaufen.
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