Vertex Pharmaceuticals Inc
WKN: 882807 / ISIN: US92532F1003Vertex Pharma. spekulativ
23.08.02 12:58
BioTech-World
Die Analysten von "BioTech-World" nehmen erneut die Aktien von Vertex Pharmaceuticals (WKN 882807) genauer unter die Lupe.
Vertex sei ein typischer Entwickler biopharmazeutischer Medikamente, der sich auf therapeutische Enzym- und Virusinhibitoren für die Behandlung von Krebs, Autoimmunerkrankungen und Hepatitis spezialisiert habe. Ein Produkt aus der Vertex-Forschung sei bereits auf dem Markt, sechs Substanzen würden sich in den klinischen und sieben in vorklinischen Testphasen befinden.
Das erste Vertex-Produkt sei seit Frühjahr 1999 in den USA zugelassen. Es sei der HIV-Proteasehemmer Agenerase, der durch GlaxoSmithKline vermarktet werde. Etwa 60 Prozent der 350.000 HIV-Patienten in den USA würden momentan mit einem Proteasehemmer behandelt. Der Weltmarkt für diese Medikamenten-Klasse habe 1999 bei knapp 2 Milliarden Dollar gelegen.
Vertex arbeite auch bereits an einem Nachfolgeprodukt, das sich in der dritten klinischen Phase befinde. Es sei damit das am weitesten fort geschrittene Produkt der Pipeline. In der zweiten Phase der klinischen Erprobung befinde sich je ein Mittel gegen Hepatitis C, rheumatische Arthritis und solide Tumore.
Pech habe Vertex im letzten September mit seinem am weitesten fortgeschrittenen Kandidaten gegen rheumatische Arthritis gehabt. Nebenwirkungen auf das zentrale Nervensystem bei Tieren hätten zum Abbruch des Projektes gezwungen. Diese Meldung habe zusammen mit den Kursauswirkungen der Terroranschläge zu einem Wertverlust von über 50 Prozent geführt.
Die Ergebnisse einer klinischen Studie für ein weiteres Arthritismittel seien im April 2002 veröffentlicht worden. Dort heiße es: "Die Ergebnisse der Studie zeigen, das Patienten, die Pralnacasan (so laute der Name des Mittels) über zwölf Wochen erhielten, eine starke Tendenz zu einer dosisabhängigen Verbesserung ihrer Krankheitssymptome aufwiesen (p=0,076)". Für viele Leser könnte die umständliche Formulierung durchaus wie ein erfolgreicher Abschluss der Studie klingen.
Dennoch sei die Aktie kurz nach Veröffentlichung der Meldung eingebrochen, weil p=0,076 den wahren Sachverhalt verrate. Der Ausdruck stamme aus der Statistik und gebe die Signifikanz der Ergebnisse wider. Alles unter p=0,05 werde als "signifikant", alles darüber als "kaum signifikant" bezeichnet. Richtig gelesen bedeute also die Vertex-Meldung, dass das Mittel in diesen Tests kaum besser als ein Placebo gewirkt habe!
Vertex werde in den nächsten Jahren keine schwarzen Zahlen schreiben. Die Produktumsätze würden voraussichtlich im Bereich von 15 Prozent pro Jahr steigen. Das am weitesten fortgeschrittene Präparat der Produktpipeline sei lediglich ein Nachfolgeprodukt, das sogar eine Konkurrenz für das einzige zugelassene Medikament von Vertex sein könne.
Vertex ist nach Ansicht der Analysten von "BioTech-World" ein spekulatives Investment in der Biotech-Branche, welches allerdings vom Cash Bestand her noch Rückschläge verkraften könne, langfristig ist es sicher eine Beimischung, wenn man bereits in die Blue Chips investiert sei.
Vertex sei ein typischer Entwickler biopharmazeutischer Medikamente, der sich auf therapeutische Enzym- und Virusinhibitoren für die Behandlung von Krebs, Autoimmunerkrankungen und Hepatitis spezialisiert habe. Ein Produkt aus der Vertex-Forschung sei bereits auf dem Markt, sechs Substanzen würden sich in den klinischen und sieben in vorklinischen Testphasen befinden.
Das erste Vertex-Produkt sei seit Frühjahr 1999 in den USA zugelassen. Es sei der HIV-Proteasehemmer Agenerase, der durch GlaxoSmithKline vermarktet werde. Etwa 60 Prozent der 350.000 HIV-Patienten in den USA würden momentan mit einem Proteasehemmer behandelt. Der Weltmarkt für diese Medikamenten-Klasse habe 1999 bei knapp 2 Milliarden Dollar gelegen.
Vertex arbeite auch bereits an einem Nachfolgeprodukt, das sich in der dritten klinischen Phase befinde. Es sei damit das am weitesten fort geschrittene Produkt der Pipeline. In der zweiten Phase der klinischen Erprobung befinde sich je ein Mittel gegen Hepatitis C, rheumatische Arthritis und solide Tumore.
Die Ergebnisse einer klinischen Studie für ein weiteres Arthritismittel seien im April 2002 veröffentlicht worden. Dort heiße es: "Die Ergebnisse der Studie zeigen, das Patienten, die Pralnacasan (so laute der Name des Mittels) über zwölf Wochen erhielten, eine starke Tendenz zu einer dosisabhängigen Verbesserung ihrer Krankheitssymptome aufwiesen (p=0,076)". Für viele Leser könnte die umständliche Formulierung durchaus wie ein erfolgreicher Abschluss der Studie klingen.
Dennoch sei die Aktie kurz nach Veröffentlichung der Meldung eingebrochen, weil p=0,076 den wahren Sachverhalt verrate. Der Ausdruck stamme aus der Statistik und gebe die Signifikanz der Ergebnisse wider. Alles unter p=0,05 werde als "signifikant", alles darüber als "kaum signifikant" bezeichnet. Richtig gelesen bedeute also die Vertex-Meldung, dass das Mittel in diesen Tests kaum besser als ein Placebo gewirkt habe!
Vertex werde in den nächsten Jahren keine schwarzen Zahlen schreiben. Die Produktumsätze würden voraussichtlich im Bereich von 15 Prozent pro Jahr steigen. Das am weitesten fortgeschrittene Präparat der Produktpipeline sei lediglich ein Nachfolgeprodukt, das sogar eine Konkurrenz für das einzige zugelassene Medikament von Vertex sein könne.
Vertex ist nach Ansicht der Analysten von "BioTech-World" ein spekulatives Investment in der Biotech-Branche, welches allerdings vom Cash Bestand her noch Rückschläge verkraften könne, langfristig ist es sicher eine Beimischung, wenn man bereits in die Blue Chips investiert sei.
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