Die Woche in Japan
11.09.00 00:00
asia weekly
Der Markt in Japan litt in der vergangenen Woche unter einem fortgesetzten Trend der Gewinnmitnahmen, der in der letzten Woche am Dienstag begonnen hatte, sich über acht Tage erstreckte und erst am Freitag in dieser Woche wieder gebrochen werden konnte, berichten die Analysten des Börsenbriefs „asia-weekly“.
Das sei seit August 1998 die längste Verlustkette gewesen. Die Halbleitertitel, aber auch andere HighTechs, die von positiven Zahlen hätten profitieren können, hätten sich wieder der Bewertungsrealität stellen müssen und hätten im Zuge von Ängsten auf dem Parkett, neue negative Meldungen verdauen zu müssen und teilweise deutliche Abschläge erfahren. Hinzu sei ein Verlust von gut 100 Punkten beim Nasdaq gekommen, nachdem sich der Index im Verlauf der Woche habe wieder erholen können. Der Nikkei Index sei von 16739 Punkten am Freitag der vorhergehenden Woche auf 16501 Zähler, ein Minus von 238Punkten oder 1,4 % gesunken.
Allerdings habe sich der Markt am letzten Freitag auch deutlich erholen können, und zwar um 201 Punkte. Am Donnerstag, habe der Nikkei ein Tief bei 16.300 Zählern erlebt. Insgesamt folge das Barometer dabei sehr gut den Vorhersagen von vor rd. 3 Wochen, als Analysten von einer Seitwärtsbewegung unterhalb von 16.800 Punkten bis weit in den September hinein, ausgegangen seien. Der TOPIX habe die Woche auf einem Stand von 1.510 Punkten beendet, nachdem er in der vorhergehenden Woche auf 1.508 Zählern gestartet sei. Somit habe er sogar ein leichtes Plus von 2 Punkten oder 0,13 % verzeichnet.
Die psychologisch wichtige Marke von 1500 Zählern habe er verteidigen können, aber von einer Trendwende solle man vorsichtshalber nicht sprechen. Zum einen sei nicht davon auszugehen, dass nach den Turbulenzen der letzten Monate kleinere Stabilitäten den Anlegern die Ängste vor neuen negativen Meldungen abnehmen würden und zum anderen schaue ganz Japan gespannt auf die BIP- Zahlen, die am Montag veröffentlicht würden und für den Verlauf der Börse in der nächsten Woche maßgeblich sein könnten. Dies bedeute, dass sich ein positiver Trend nur einstellen werde, wenn ein klares Wachstum des Bruttoinlandsprodukts ausgewiesen werde, von dem die Analysten momentan ausgehen würden.
Besonders die Aktie von Bridgestone sei gebeutelt worden, die mindestens 6,5 Mio. fehlerhafte Reifen in die USA ausgeliefert hätten und diese hätten zurückrufen müssen. Die Aktie sei auf einen Tiefststand seit 1992 gefallen und dies mit einem richtig großen Rutsch am vergangenen Freitag um 12,25 % auf 1.110 Yen. Dazu habe sich am Dienstag Tsunemi Tachibana, Analyst bei Nikko Salomon Smith Barney geäußert, er sehe Bridgestone bei den Kursen vom Montag (der Hälfte von seinem Höchststand) als klaren Kauf. Unter den Händlern würden die meisten davon ausgehen, das das Papier nicht tiefer fallen könne. Allerdings seien nach Ansicht Tachibanas die Probleme von Bridgestone noch lange nicht gelöst. Die amerikanischen Behörden würden noch immer wegen zahlreicher Unfälle ermitteln, davon 88 mit tödlichem Ausgang, an denen Profilfehler Schuld sein sollen.
Seit Dienstag habe Bridgestone noch einmal 228 Yen oder 17 % verloren. Auf der anderen Seite habe Hitachi blendende Zahlen veröffentlicht und dennoch im Wochenvergleich rd. 15 Yen oder 1,2 % verloren. Nur die Aktie von Hitachi Information Systems Ltd., die nicht im Nikkei 225 sei und wohl für die donnerstäglichen Gewinne am TOPIX mitverantwortlich zeichne, habe davon etwas profitieren können. Aufgrund regen Interesses von ausländischen Investoren habe der Titel alleine am Donnerstag mit einem Plus von 200 Yen 5,56 % auf 3.800 Yen ansteigen können.
Der Hang Seng habe sich am Anfang der Woche sehr freundlich gezeigt und habe am Montag locker die 17.500-Marke durchbrechen können, er habe bei 17.726 Zählern geschlossen. Dann sei dem Index aber die Luft ausgegangen und er habe im Wochenverlauf bis auf 17.275,45 abgebaut. Bis auf Montag sei der Umsatz in dieser Woche eher gering gewesen. Von Seite der Experten würde erst bei höheren Umsätzen ein deutlicher Aufschwung in Hongkong erwartet. Die Rahmenbedingungen hierfür würden als gut angesehen. Als Widerstandsmarken würden 17.500 und 17.800 genannt. Die Internetfirmen der Li-Familie hätten ein den letzten Tagen Verluste hinnehmen müssen. Sowohl die Internetunternehmung Tom.com des Taipans Li Ka-Shing als auch PCCW von Richard Li hätten unter Druck gestanden. Bei Tom.com habe die erwartete Ausgabe von neuen Anteilen, um die Expansion zu finanzieren, für die schlechte Stimmung gesorgt. Bei PCCW sei neben der Unsicherheit über den Verkauf der PCCW-Papiere durch C&W das Scheitern von Kooperationen schuld an dem Kursrutsch gewesen.
Sowohl CMGI, die aus Kostengründen einen 1,5 Mrd $-Fund mit PCCW gestrichen hätten, als auch die taiwanesische GigaMedia hätten teilweise die Zusammenarbeit mit dem größten asiatischen Internetunternehmen beendet. Vor allem das Ende der Kooperation mit GigaMedia, die chinesischen Content für den NOW-Service hätten liefern sollen, dürfte das Unternehmen treffen. PCCW seien mit 13,20 HK-$ in das Wochenende gegangen. Tom.com habe bei 4,975 HK-$ notiert.
Das sei seit August 1998 die längste Verlustkette gewesen. Die Halbleitertitel, aber auch andere HighTechs, die von positiven Zahlen hätten profitieren können, hätten sich wieder der Bewertungsrealität stellen müssen und hätten im Zuge von Ängsten auf dem Parkett, neue negative Meldungen verdauen zu müssen und teilweise deutliche Abschläge erfahren. Hinzu sei ein Verlust von gut 100 Punkten beim Nasdaq gekommen, nachdem sich der Index im Verlauf der Woche habe wieder erholen können. Der Nikkei Index sei von 16739 Punkten am Freitag der vorhergehenden Woche auf 16501 Zähler, ein Minus von 238Punkten oder 1,4 % gesunken.
Allerdings habe sich der Markt am letzten Freitag auch deutlich erholen können, und zwar um 201 Punkte. Am Donnerstag, habe der Nikkei ein Tief bei 16.300 Zählern erlebt. Insgesamt folge das Barometer dabei sehr gut den Vorhersagen von vor rd. 3 Wochen, als Analysten von einer Seitwärtsbewegung unterhalb von 16.800 Punkten bis weit in den September hinein, ausgegangen seien. Der TOPIX habe die Woche auf einem Stand von 1.510 Punkten beendet, nachdem er in der vorhergehenden Woche auf 1.508 Zählern gestartet sei. Somit habe er sogar ein leichtes Plus von 2 Punkten oder 0,13 % verzeichnet.
Besonders die Aktie von Bridgestone sei gebeutelt worden, die mindestens 6,5 Mio. fehlerhafte Reifen in die USA ausgeliefert hätten und diese hätten zurückrufen müssen. Die Aktie sei auf einen Tiefststand seit 1992 gefallen und dies mit einem richtig großen Rutsch am vergangenen Freitag um 12,25 % auf 1.110 Yen. Dazu habe sich am Dienstag Tsunemi Tachibana, Analyst bei Nikko Salomon Smith Barney geäußert, er sehe Bridgestone bei den Kursen vom Montag (der Hälfte von seinem Höchststand) als klaren Kauf. Unter den Händlern würden die meisten davon ausgehen, das das Papier nicht tiefer fallen könne. Allerdings seien nach Ansicht Tachibanas die Probleme von Bridgestone noch lange nicht gelöst. Die amerikanischen Behörden würden noch immer wegen zahlreicher Unfälle ermitteln, davon 88 mit tödlichem Ausgang, an denen Profilfehler Schuld sein sollen.
Seit Dienstag habe Bridgestone noch einmal 228 Yen oder 17 % verloren. Auf der anderen Seite habe Hitachi blendende Zahlen veröffentlicht und dennoch im Wochenvergleich rd. 15 Yen oder 1,2 % verloren. Nur die Aktie von Hitachi Information Systems Ltd., die nicht im Nikkei 225 sei und wohl für die donnerstäglichen Gewinne am TOPIX mitverantwortlich zeichne, habe davon etwas profitieren können. Aufgrund regen Interesses von ausländischen Investoren habe der Titel alleine am Donnerstag mit einem Plus von 200 Yen 5,56 % auf 3.800 Yen ansteigen können.
Der Hang Seng habe sich am Anfang der Woche sehr freundlich gezeigt und habe am Montag locker die 17.500-Marke durchbrechen können, er habe bei 17.726 Zählern geschlossen. Dann sei dem Index aber die Luft ausgegangen und er habe im Wochenverlauf bis auf 17.275,45 abgebaut. Bis auf Montag sei der Umsatz in dieser Woche eher gering gewesen. Von Seite der Experten würde erst bei höheren Umsätzen ein deutlicher Aufschwung in Hongkong erwartet. Die Rahmenbedingungen hierfür würden als gut angesehen. Als Widerstandsmarken würden 17.500 und 17.800 genannt. Die Internetfirmen der Li-Familie hätten ein den letzten Tagen Verluste hinnehmen müssen. Sowohl die Internetunternehmung Tom.com des Taipans Li Ka-Shing als auch PCCW von Richard Li hätten unter Druck gestanden. Bei Tom.com habe die erwartete Ausgabe von neuen Anteilen, um die Expansion zu finanzieren, für die schlechte Stimmung gesorgt. Bei PCCW sei neben der Unsicherheit über den Verkauf der PCCW-Papiere durch C&W das Scheitern von Kooperationen schuld an dem Kursrutsch gewesen.
Sowohl CMGI, die aus Kostengründen einen 1,5 Mrd $-Fund mit PCCW gestrichen hätten, als auch die taiwanesische GigaMedia hätten teilweise die Zusammenarbeit mit dem größten asiatischen Internetunternehmen beendet. Vor allem das Ende der Kooperation mit GigaMedia, die chinesischen Content für den NOW-Service hätten liefern sollen, dürfte das Unternehmen treffen. PCCW seien mit 13,20 HK-$ in das Wochenende gegangen. Tom.com habe bei 4,975 HK-$ notiert.
