emQtec abwarten
17.09.07 10:31
SdK AktionärsNews
München (aktiencheck.de AG) - Matthias Wahler, Wertpapierexperte von "SdK AktionärsNews", rät bei der Aktie von emQtec abzuwarten.
Seit dem 14. Juli 2006 sei die emQtec-Aktie an der Börse notiert. Einige Monate habe sie sich nur seitwärts bewegt, bevor nach der Empfehlung eines bekannten Börsendienstes Umsätze und Kurs explodiert seien. Dem Anstieg auf 8 Euro sei indes schnell der Absturz gefolgt und nach einer zwischenzeitlichen Erholung nähere sich der Kurs nun wieder den Tiefstständen. Rund 50 Aktionäre hätten sich auf der ersten öffentlichen Hauptversammlung am 09. August 2007 in Augsburg Aufschluss darüber erhofft, warum der Kurs so absacke.
Operativ laufe es nämlich gut bei dem Zulieferunternehmen, das hochwertige Kunststoff-Spritzgussteile und die erforderlichen Formen und Werkzeuge produziere und zu dessen Kunden vor allem Automobil- und Haushaltsgerätehersteller zählen würden. Da das Unternehmen in seiner heutigen Form erst im April 2006 aus einer Verschmelzung entstanden sei, müsse, um einen Vergleich mit dem Vorjahr zu ermöglichen, zwar auf Pro-Forma-Zahlen zurückgegriffen werden. Die seien aber durchaus als belastbar anzusehen und danach hätten die Umsätze im Geschäftsjahr 2006 mit 25,7 Mio. Euro um 15% über dem Vorjahreswert gelegen und das EBIT sei deutlich von 1,1 auf 1,6 Mio. Euro gestiegen.
Prinzipiell entwickle sich emQtec also positiv, allerdings seien die ursprünglichen Erwartungen bei weitem verfehlt worden. Der Jahresüberschuss habe mit 1,4 Mio. Euro sogar noch deutlich unter dem im Mai kommunizierten vorläufigen Wert von 2,1 Mio. Euro gelegen, was vom Vorstand zunächst gar nicht erklärt und erst auf Nachfrage mit der IFRS-Umstellung begründet worden sei, die offenbar mehr Probleme aufgeworfen habe, als gedacht. Im Detail seien die Sondereffekte indes nicht aufgesplittet worden und als verdächtig hätten einige Aktionär angesehen, dass nach HGB mit -52.000 Euro ein kleiner Verlust angefallen sei. Außerdem habe die Formulierung im Geschäftsbericht verunsichert, wonach vor allem sonstige Erträge aus der Fusion und die Neubewertung von Grundstücken zu dem positiven Ergebnis geführt hätten. Dies sei von einigen Aktionären so verstanden worden, dass rein operativ ein Verlust entstanden sei, was der Vorstand zurückgewiesen habe; eine genaue Erklärung habe es aber auch nicht gegeben.
Nicht förderlich für das Vertrauen sei außerdem gewesen, dass keine Prognose mehr für das Gesamtjahr gegeben worden sei. Vor einigen Monaten sei als Ziel für 2007 noch ein Umsatz von 38 Mio. Euro und ein EBIT von 4,8 Mio. Euro genannt worden, was kaum mehr erreicht werden dürfte. Zwar sei das erste Quartal mit einem Umsatzanstieg um 44% auf 8,9 Mio. Euro und einem operativen Ergebnis von 0,8 Mio. Euro gut verlaufen und der Vorstand habe sich insbesondere mit der EBIT-Marge von 8,8% zufrieden gezeigt. Es fehle aber noch Einiges bis zum Zielwert und es müsse abgewartet werden, inwieweit die Stärkung der Marktstellung durch die Übernahme der Vermögenswerte der insolventen ITM die Ertragslage beeinflusse.
Ebenso sei nicht klar, ob der Einstieg in ein neues Geschäftsfeld durch den Erwerb von 25% an der Hallufix AG, die sich in der Entwicklung und Vermarktung von medizinisch-technischen Produkten betätige und sich insbesondere auf die Korrektur von Zehenfehlstellungen spezialisiert habe, die hohen Erwartungen erfüllen könne. Nach Aussage der Verwaltung sei dieses Geschäft eine sinnvolle Ergänzung und das dritte Standbein solle eine Stabilisierung bei Marktschwankungen bringen und zudem zum künftigen Umsatzwachstum beitragen.
Sobald sich zeigt, dass diese Rechnung aufgeht und tatsächlich dauerhaft Geld verdient werden kann, sollte sich für die gebeutelte Aktie wieder Potenzial eröffnen, so die Experten von "SdK AktionärsNews". Zurzeit notiere sie mit 4,50 Euro nur noch auf Höhe des Buchwerts, was für ein profitables Unternehmen, das zumindest ein gewisses Wachstum aufweise, eher ungewöhnlich sei. Nach den unbefriedigenden Antworten auf der Hauptversammlung überwiege aber momentan die Unsicherheit. (Ausgabe 150 vom 14.09.2007) (17.09.2007/ac/a/nw)
Seit dem 14. Juli 2006 sei die emQtec-Aktie an der Börse notiert. Einige Monate habe sie sich nur seitwärts bewegt, bevor nach der Empfehlung eines bekannten Börsendienstes Umsätze und Kurs explodiert seien. Dem Anstieg auf 8 Euro sei indes schnell der Absturz gefolgt und nach einer zwischenzeitlichen Erholung nähere sich der Kurs nun wieder den Tiefstständen. Rund 50 Aktionäre hätten sich auf der ersten öffentlichen Hauptversammlung am 09. August 2007 in Augsburg Aufschluss darüber erhofft, warum der Kurs so absacke.
Operativ laufe es nämlich gut bei dem Zulieferunternehmen, das hochwertige Kunststoff-Spritzgussteile und die erforderlichen Formen und Werkzeuge produziere und zu dessen Kunden vor allem Automobil- und Haushaltsgerätehersteller zählen würden. Da das Unternehmen in seiner heutigen Form erst im April 2006 aus einer Verschmelzung entstanden sei, müsse, um einen Vergleich mit dem Vorjahr zu ermöglichen, zwar auf Pro-Forma-Zahlen zurückgegriffen werden. Die seien aber durchaus als belastbar anzusehen und danach hätten die Umsätze im Geschäftsjahr 2006 mit 25,7 Mio. Euro um 15% über dem Vorjahreswert gelegen und das EBIT sei deutlich von 1,1 auf 1,6 Mio. Euro gestiegen.
Nicht förderlich für das Vertrauen sei außerdem gewesen, dass keine Prognose mehr für das Gesamtjahr gegeben worden sei. Vor einigen Monaten sei als Ziel für 2007 noch ein Umsatz von 38 Mio. Euro und ein EBIT von 4,8 Mio. Euro genannt worden, was kaum mehr erreicht werden dürfte. Zwar sei das erste Quartal mit einem Umsatzanstieg um 44% auf 8,9 Mio. Euro und einem operativen Ergebnis von 0,8 Mio. Euro gut verlaufen und der Vorstand habe sich insbesondere mit der EBIT-Marge von 8,8% zufrieden gezeigt. Es fehle aber noch Einiges bis zum Zielwert und es müsse abgewartet werden, inwieweit die Stärkung der Marktstellung durch die Übernahme der Vermögenswerte der insolventen ITM die Ertragslage beeinflusse.
Ebenso sei nicht klar, ob der Einstieg in ein neues Geschäftsfeld durch den Erwerb von 25% an der Hallufix AG, die sich in der Entwicklung und Vermarktung von medizinisch-technischen Produkten betätige und sich insbesondere auf die Korrektur von Zehenfehlstellungen spezialisiert habe, die hohen Erwartungen erfüllen könne. Nach Aussage der Verwaltung sei dieses Geschäft eine sinnvolle Ergänzung und das dritte Standbein solle eine Stabilisierung bei Marktschwankungen bringen und zudem zum künftigen Umsatzwachstum beitragen.
Sobald sich zeigt, dass diese Rechnung aufgeht und tatsächlich dauerhaft Geld verdient werden kann, sollte sich für die gebeutelte Aktie wieder Potenzial eröffnen, so die Experten von "SdK AktionärsNews". Zurzeit notiere sie mit 4,50 Euro nur noch auf Höhe des Buchwerts, was für ein profitables Unternehmen, das zumindest ein gewisses Wachstum aufweise, eher ungewöhnlich sei. Nach den unbefriedigenden Antworten auf der Hauptversammlung überwiege aber momentan die Unsicherheit. (Ausgabe 150 vom 14.09.2007) (17.09.2007/ac/a/nw)
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