ricardo.de Interview
06.09.99 00:00
musterdepot.de
Das Interview mit Dr. Stefan Glänzer, Vorstand der ricardo.de AG (WKN 702070), wurde von unserem Kooperationspartner musterdepot.de geführt.
musterdepot.de: Herr Glänzer, bitte erläutern Sie uns kurz worin das Geschäftsfeld von ricardo.de liegt, was macht Ihr Unternehmen genau?
Glänzer: ricardo.de ist eine Plattform für Auktionen im Internet. Im business-to-consumer-Bereich bieten wir mit Live- und Nonstop-Auktionen neue Markenprodukte an. Im private-to-private-Bereich kann zudem jedermann kostenlos seine eigenen Sachen versteigern.
musterdepot.de: ricardo.de wurde erst vor einem Jahr gegründet, bitte umreißen Sie kurz die Entwicklung bis zum heutigen Tage.
Glänzer: Wir haben seit unserer Gründung im Juli 98 über 180.000 Kunden (Stand 8/99) gewonnen und verzeichnen inzwischen monatlich 23 Millionen Page-Impressions. ricardo.de macht steil ansteigende Umsätze ( 6.3 Mio. 98/99) aus Eigenhandel, Provisionen und Anzeigenerlösen.
musterdepot.de: ricardo.de kauft die zu versteigernden Waren deutlich unter Listenpreis ein und versucht einen höheren Preis für die Artikel zu erzielen. Darüber hinaus sind Sie noch in Kommission für namhafte Partner wie Otto tätig. Gibt es hierbei weitere interessante Partnerschaften oder Kooperationen?
Glänzer: In den Live- und Nonstop-Auktionen bieten wir die Waren zwar zu einem geringen Startpreis an, verkaufen Sie aber - trotz einiger werbeträchtiger Schnäppchen - im Durchschnitt mit einer satten Marge. Einerseits kaufen wir die zu versteigernden Produkte auf eigene Rechnung, andererseits stammen die Waren auch aus Kooperationen, wie beispielsweise mit der mobilcom. Und bei teuren oder exotische Waren, wie Autos oder Tauchfahrten zur TITANIC verlassen wir uns natürlich lieber auf ein Provisionsmodell. Verschiedene Kooperationen, besonders im Marktetingbereich, haben wir unter anderem mit ProSieben, der comdirect bank, Funcity, H.O.T. und Sat.1 geschlossen.
musterdepot.de: Weiteres Wachstumspotential birgt Ihr Geschäftsfeld "business to business". Bitte erläutern Sie uns dieses kurz.
Glänzer: Der Anteil des Handels unter Kaufleuten im E-Commerce liegt bei etwa 80 Prozent und ist damit natürlich hochattraktiv. Im Geschäftsleben gehören flexible Preise und Auktionen zum Alltag. Warum soll ricardo.de also nicht ganze Fabriken aus Insolvenzen, Kiloweise neuer Mikrochips oder Container voller Saisonware vor einem internationalen, hochkarätigem Publikum online versteigern? Und natürlich wird ricardo.de dabei Provisionen erheben, was bei den Millionensummen, die dort bewegt werden, hohe Umsätze verspricht. Konkrete Verhandlungen mit kompetenten Partnern im business-to-business-Bereich laufen bereits.
musterdepot.de: ricardo.de konnte die Zahl der registrierten Kunden in den zwei Monaten seit Ende des Geschäftsjahres am 30.6.99 von 96.000 auf nun über 180.000 Kunden nahezu verdoppeln. Mit dieser Kundenzahl rechneten Sie erst in einem Jahr. Woran liegt dieses starke Wachstum, wird sich dieser positive Trend fortsetzen, wird er sich verstärken oder sich abschwächen?
Kurse: Alles weist darauf hin, dass sich dieser positive Trend fortsetzt. Wir gewinnen zur Zeit jeden Tag über 2500 neue Kunden. Den überwältigenden Erfolg führen wir darauf zurück, das wir der einzige Auktionskanal mit Vollprogramm sind. Die Live-Auktionen sind spannend und unterhaltsam, im Nonstop-Bereich gibt es tolle Produkte für wenig Geld und im Privat-Bereich kann jeder selbst zum Anbieter werden. Unsere Kunden verbringen im Schnitt über eine halbe Stunde auf unserer Website, was zeigt, das wir ein fesselndes Angebot haben. Allein die steigende Zahl der Wiederkäufer (33%) belegt, dass die Kunden mit ricardo.de hochzufrieden sind. Marktforscher, wie Forrester Research, rechnen übrigens mit einer verdreißigfachung des Marktes für Online-Auktionen bis zum Jahre 2003. ricardo.de wird bei dieser Entwicklung weiterhin ganz vorne dabei sein.
musterdepot.de: In den letzten drei Monaten verdreifachte sich auch die Zahl der Pageimpressions von 8 Mio. auf über 23 Mio. pro Monat, was ricardo.de zu einer der meistbesuchten Websites in Deutschland avancieren ließ. Dieser Trend birgt doch auch erhebliche Werbeeinnahmen, werden Sie diese auch umsetzen?
Glänzer: In dieser Zeit des starken Wachstums reinvestieren wir unsere steigenden Werbeeinnahmen wieder in Werbung für ricardo.de. Damit haben wir es erreicht (laut W3B –Studie und Focus-Umfragen) zum bekanntesten deutschen Auktionshaus im Internet zu werden. Diese hohe Markenbekanntheit ist einer der Schlüssel zu unserem Erfolg.
musterdepot.de: Nun noch eine Frage zur kürzlich abgeschlossenen Kooperation mit mobilcom. Sie werden in erster Linie mobilcom-Handy-Pakete versteigern, sowie Handy-Wunschrufnummern. Besonders vielversprechend scheint jedoch der Verkauf von Telefonminuten-Paketen gegen Höchstgebot zu sein. Welches Umsatzvolumen versprechen Sie sich von diesen Aktionen, welche Erwartungen sind damit verknüpft?
Glänzer: Wir rechnen mit mindestens 2,5 Mio. Umsatz allein aus der Kooperation mit der mobilcom in diesem Geschäftsjahr. Besonders die guten Margen aus diesem Provisionsgeschäft machen die Kooperation so attraktiv für uns.
musterdepot.de: Uns interessiert auch Ihre weitere Wachstumsstrategie, wie möchten Sie expandieren? Gelingt Ihnen dies aus eigener Kraft, durch Akquisitionen oder bringt schlicht das enorme Wachstum des Internets an sich genügend Wachstumsphantasie?
Glänzer: ricardo.de wird in drei Bereichen wachsen: Erstens werden wir unsere Marktführerschaft in Deutschland weiter ausbauen, zweitens werden wir noch in diesem Jahr auch in anderen europäischen Ländern antreten und drittens bauen wir gerade den business-to-business-Bereich auf. Für die Expansion in bestimmten Bereichen werden wir uns potente Partner suchen, wenn diese uns entscheidende Vorteile bieten können.
musterdepot.de: Fast alle High-Tech-Unternehmen bezahlen Ihre Mitarbeiter mit Aktienoptionen. Tun Sie dies auch und wenn ja in welchem Umfang?
Glänzer: Auch bei ricardo.de sind die Mitarbeiter über Optionsmodelle an dem Unternehmen beteiligt. Damit kann hochqualifiziertes Fachpersonal gewonnen und langfristig gebunden werden.
musterdepot.de: Während des IPOs erlitt ricardo.de einen Vertrauensverlust. Grund war der Rückzug der WestLB aus dem Emissionskonsortium am Tag der Bekanntgabe der Preisspanne. Auch ein Gerücht, dass Altaktionäre Anteile bereits vor Ablauf der Haltefrist gewinnbringend verkauft haben, wurden negativ aufgefaßt. Können Sie zu diesen Äußerungen Stellung nehmen
Glänzer: An den Gerüchten ist nichts dran. Die WestLB versichert, dass ihr Rückzug aus dem Emissionskonsortium nichts mit ricardo.de zu tun habe, sondern durch Unstimmigkeiten unter den Banken verursacht wurde. Wie gut die WestLB ricardo.de bewertet, ist übrigens aus dem hervorragendem Research-Bericht und einer aktuellen Kaufempfehlung abzulesen.
Und die Altaktionäre haben sich weit über den üblichen Rahmen hinaus verpflichtet keine Aktien zu veräußern und haben dieses auch nicht getan. Im übrigen haben sich auch die Venture-Capital-Geber weiterhin an ricardo.de beteiligt und haben sich nicht, wie ja sonst häufig beim Börsengang üblich, von ihren Aktien getrennt. Für sie gibt es keine bessere Geldanlage, als ricardo.de-Aktien, denn besonders die Insider wissen ja um die kräftigen Wachstumsraten und das enorme Potential von ricardo.de.
musterdepot.de: Einige Experten äußerten sich besorgt über die Zahlungsmodalitäten im Internet. Da es noch kein zuverlässiges Verschlüsselungsverfahren für Kreditkarten gebe, sei nur mit einer geringen Bereitschaft am virtuellen Handel zu rechnen, so die Kritik. Können Sie diese Befürchtungen bestätigen oder widerlegen? Der Wachstum Ihrer Kundenzahl spricht ja eigentlich gegen die Befürchtung.
Glänzer: Sicherheit genießt bei ricardo.de höchste Priorität. Wir verschlüsseln alle wichtigen Daten mit 128 Bit und haben damit den gleichen Standard, wie er beispielsweise beim Online-Banking üblich ist. Die Methode hat sich bewährt – bei ricardo.de gab es niemals Sicherheitsproblem beim Zahlungsverkehr. Im übrigen bieten wir auch die Bezahlung gegen Rechnung an.
musterdepot.de: Nun noch eine Frage zu dem Aktienkurs von ricardo.de. Vor dem IPO wurden noch 70 Euro im Telefonhandel für den Anteilschein bezahlt, nun notiert das Papier in der Nähe des Emissionskurses von 28 Euro. Die Gründe für den Kursverlust haben wir schon erörtert, wo sehen Sie den Kurs der ricardo-Aktie fair bewertet? Steckt auf diesem Niveau nicht einiges Potential in dem Papier?
Glänzer: Aktien, besonders im Internet-Bereich, werden an ihrem Potential gemessen. Und das ist gerade bei Online-Auktionen riesig. Unsere Wachstumsraten zeigen, dass wir mit dieses Potential voll realisieren und dabei sogar unsere eignen Erwartungen ständig übertreffen. Warum soll die Aktie eines Unternehmens, dessen sämtliche Kurven der "Key Value Driver" steil nach oben weisen, diesem Trend nicht folgen?
musterdepot.de: Welche kursbewegenden Ereignisse wird es in nächster Zeit geben, sind Road Shows, Analystenberichte oder ähnliches geplant?
Glänzer: ricardo.de ist in ständigem Kontakt mit den Analysten und geht in den nächsten Wochen auch wieder auf Road Show. Vor unserer Hauptversammlung am 8.11.99 werden wir noch die aktuellen Quartalszahlen vorlegen.
musterdepot.de: Sind weitere Sonderaktionen geplant, wie beispielsweise vor Kurzem die Versteigerung von Steffi Grafs Schläger?
Glänzer: Wir bereiten ständig spannende Auktionen mit originellen Angeboten oder Artikeln von Prominenten vor. Mehr soll hier aber nicht verraten werden.
musterdepot.de: Wo sehen Sie ricardo.de in 3 Jahren?
Glänzer: Dort, wo wir heute schon sind: Als Marktführer bei Online-Auktionen, bloß auf einer wesentlich breiteren Basis mit internationalen Tochtergesellschaften und einem boomenden business-to-business-Bereich.
musterdepot.de: Herr Glänzer, bitte erläutern Sie uns kurz worin das Geschäftsfeld von ricardo.de liegt, was macht Ihr Unternehmen genau?
Glänzer: ricardo.de ist eine Plattform für Auktionen im Internet. Im business-to-consumer-Bereich bieten wir mit Live- und Nonstop-Auktionen neue Markenprodukte an. Im private-to-private-Bereich kann zudem jedermann kostenlos seine eigenen Sachen versteigern.
musterdepot.de: ricardo.de wurde erst vor einem Jahr gegründet, bitte umreißen Sie kurz die Entwicklung bis zum heutigen Tage.
Glänzer: Wir haben seit unserer Gründung im Juli 98 über 180.000 Kunden (Stand 8/99) gewonnen und verzeichnen inzwischen monatlich 23 Millionen Page-Impressions. ricardo.de macht steil ansteigende Umsätze ( 6.3 Mio. 98/99) aus Eigenhandel, Provisionen und Anzeigenerlösen.
musterdepot.de: ricardo.de kauft die zu versteigernden Waren deutlich unter Listenpreis ein und versucht einen höheren Preis für die Artikel zu erzielen. Darüber hinaus sind Sie noch in Kommission für namhafte Partner wie Otto tätig. Gibt es hierbei weitere interessante Partnerschaften oder Kooperationen?
Glänzer: In den Live- und Nonstop-Auktionen bieten wir die Waren zwar zu einem geringen Startpreis an, verkaufen Sie aber - trotz einiger werbeträchtiger Schnäppchen - im Durchschnitt mit einer satten Marge. Einerseits kaufen wir die zu versteigernden Produkte auf eigene Rechnung, andererseits stammen die Waren auch aus Kooperationen, wie beispielsweise mit der mobilcom. Und bei teuren oder exotische Waren, wie Autos oder Tauchfahrten zur TITANIC verlassen wir uns natürlich lieber auf ein Provisionsmodell. Verschiedene Kooperationen, besonders im Marktetingbereich, haben wir unter anderem mit ProSieben, der comdirect bank, Funcity, H.O.T. und Sat.1 geschlossen.
musterdepot.de: Weiteres Wachstumspotential birgt Ihr Geschäftsfeld "business to business". Bitte erläutern Sie uns dieses kurz.
Glänzer: Der Anteil des Handels unter Kaufleuten im E-Commerce liegt bei etwa 80 Prozent und ist damit natürlich hochattraktiv. Im Geschäftsleben gehören flexible Preise und Auktionen zum Alltag. Warum soll ricardo.de also nicht ganze Fabriken aus Insolvenzen, Kiloweise neuer Mikrochips oder Container voller Saisonware vor einem internationalen, hochkarätigem Publikum online versteigern? Und natürlich wird ricardo.de dabei Provisionen erheben, was bei den Millionensummen, die dort bewegt werden, hohe Umsätze verspricht. Konkrete Verhandlungen mit kompetenten Partnern im business-to-business-Bereich laufen bereits.
musterdepot.de: ricardo.de konnte die Zahl der registrierten Kunden in den zwei Monaten seit Ende des Geschäftsjahres am 30.6.99 von 96.000 auf nun über 180.000 Kunden nahezu verdoppeln. Mit dieser Kundenzahl rechneten Sie erst in einem Jahr. Woran liegt dieses starke Wachstum, wird sich dieser positive Trend fortsetzen, wird er sich verstärken oder sich abschwächen?
Kurse: Alles weist darauf hin, dass sich dieser positive Trend fortsetzt. Wir gewinnen zur Zeit jeden Tag über 2500 neue Kunden. Den überwältigenden Erfolg führen wir darauf zurück, das wir der einzige Auktionskanal mit Vollprogramm sind. Die Live-Auktionen sind spannend und unterhaltsam, im Nonstop-Bereich gibt es tolle Produkte für wenig Geld und im Privat-Bereich kann jeder selbst zum Anbieter werden. Unsere Kunden verbringen im Schnitt über eine halbe Stunde auf unserer Website, was zeigt, das wir ein fesselndes Angebot haben. Allein die steigende Zahl der Wiederkäufer (33%) belegt, dass die Kunden mit ricardo.de hochzufrieden sind. Marktforscher, wie Forrester Research, rechnen übrigens mit einer verdreißigfachung des Marktes für Online-Auktionen bis zum Jahre 2003. ricardo.de wird bei dieser Entwicklung weiterhin ganz vorne dabei sein.
musterdepot.de: In den letzten drei Monaten verdreifachte sich auch die Zahl der Pageimpressions von 8 Mio. auf über 23 Mio. pro Monat, was ricardo.de zu einer der meistbesuchten Websites in Deutschland avancieren ließ. Dieser Trend birgt doch auch erhebliche Werbeeinnahmen, werden Sie diese auch umsetzen?
Glänzer: In dieser Zeit des starken Wachstums reinvestieren wir unsere steigenden Werbeeinnahmen wieder in Werbung für ricardo.de. Damit haben wir es erreicht (laut W3B –Studie und Focus-Umfragen) zum bekanntesten deutschen Auktionshaus im Internet zu werden. Diese hohe Markenbekanntheit ist einer der Schlüssel zu unserem Erfolg.
musterdepot.de: Nun noch eine Frage zur kürzlich abgeschlossenen Kooperation mit mobilcom. Sie werden in erster Linie mobilcom-Handy-Pakete versteigern, sowie Handy-Wunschrufnummern. Besonders vielversprechend scheint jedoch der Verkauf von Telefonminuten-Paketen gegen Höchstgebot zu sein. Welches Umsatzvolumen versprechen Sie sich von diesen Aktionen, welche Erwartungen sind damit verknüpft?
Glänzer: Wir rechnen mit mindestens 2,5 Mio. Umsatz allein aus der Kooperation mit der mobilcom in diesem Geschäftsjahr. Besonders die guten Margen aus diesem Provisionsgeschäft machen die Kooperation so attraktiv für uns.
Glänzer: ricardo.de wird in drei Bereichen wachsen: Erstens werden wir unsere Marktführerschaft in Deutschland weiter ausbauen, zweitens werden wir noch in diesem Jahr auch in anderen europäischen Ländern antreten und drittens bauen wir gerade den business-to-business-Bereich auf. Für die Expansion in bestimmten Bereichen werden wir uns potente Partner suchen, wenn diese uns entscheidende Vorteile bieten können.
musterdepot.de: Fast alle High-Tech-Unternehmen bezahlen Ihre Mitarbeiter mit Aktienoptionen. Tun Sie dies auch und wenn ja in welchem Umfang?
Glänzer: Auch bei ricardo.de sind die Mitarbeiter über Optionsmodelle an dem Unternehmen beteiligt. Damit kann hochqualifiziertes Fachpersonal gewonnen und langfristig gebunden werden.
musterdepot.de: Während des IPOs erlitt ricardo.de einen Vertrauensverlust. Grund war der Rückzug der WestLB aus dem Emissionskonsortium am Tag der Bekanntgabe der Preisspanne. Auch ein Gerücht, dass Altaktionäre Anteile bereits vor Ablauf der Haltefrist gewinnbringend verkauft haben, wurden negativ aufgefaßt. Können Sie zu diesen Äußerungen Stellung nehmen
Glänzer: An den Gerüchten ist nichts dran. Die WestLB versichert, dass ihr Rückzug aus dem Emissionskonsortium nichts mit ricardo.de zu tun habe, sondern durch Unstimmigkeiten unter den Banken verursacht wurde. Wie gut die WestLB ricardo.de bewertet, ist übrigens aus dem hervorragendem Research-Bericht und einer aktuellen Kaufempfehlung abzulesen.
Und die Altaktionäre haben sich weit über den üblichen Rahmen hinaus verpflichtet keine Aktien zu veräußern und haben dieses auch nicht getan. Im übrigen haben sich auch die Venture-Capital-Geber weiterhin an ricardo.de beteiligt und haben sich nicht, wie ja sonst häufig beim Börsengang üblich, von ihren Aktien getrennt. Für sie gibt es keine bessere Geldanlage, als ricardo.de-Aktien, denn besonders die Insider wissen ja um die kräftigen Wachstumsraten und das enorme Potential von ricardo.de.
musterdepot.de: Einige Experten äußerten sich besorgt über die Zahlungsmodalitäten im Internet. Da es noch kein zuverlässiges Verschlüsselungsverfahren für Kreditkarten gebe, sei nur mit einer geringen Bereitschaft am virtuellen Handel zu rechnen, so die Kritik. Können Sie diese Befürchtungen bestätigen oder widerlegen? Der Wachstum Ihrer Kundenzahl spricht ja eigentlich gegen die Befürchtung.
Glänzer: Sicherheit genießt bei ricardo.de höchste Priorität. Wir verschlüsseln alle wichtigen Daten mit 128 Bit und haben damit den gleichen Standard, wie er beispielsweise beim Online-Banking üblich ist. Die Methode hat sich bewährt – bei ricardo.de gab es niemals Sicherheitsproblem beim Zahlungsverkehr. Im übrigen bieten wir auch die Bezahlung gegen Rechnung an.
musterdepot.de: Nun noch eine Frage zu dem Aktienkurs von ricardo.de. Vor dem IPO wurden noch 70 Euro im Telefonhandel für den Anteilschein bezahlt, nun notiert das Papier in der Nähe des Emissionskurses von 28 Euro. Die Gründe für den Kursverlust haben wir schon erörtert, wo sehen Sie den Kurs der ricardo-Aktie fair bewertet? Steckt auf diesem Niveau nicht einiges Potential in dem Papier?
Glänzer: Aktien, besonders im Internet-Bereich, werden an ihrem Potential gemessen. Und das ist gerade bei Online-Auktionen riesig. Unsere Wachstumsraten zeigen, dass wir mit dieses Potential voll realisieren und dabei sogar unsere eignen Erwartungen ständig übertreffen. Warum soll die Aktie eines Unternehmens, dessen sämtliche Kurven der "Key Value Driver" steil nach oben weisen, diesem Trend nicht folgen?
musterdepot.de: Welche kursbewegenden Ereignisse wird es in nächster Zeit geben, sind Road Shows, Analystenberichte oder ähnliches geplant?
Glänzer: ricardo.de ist in ständigem Kontakt mit den Analysten und geht in den nächsten Wochen auch wieder auf Road Show. Vor unserer Hauptversammlung am 8.11.99 werden wir noch die aktuellen Quartalszahlen vorlegen.
musterdepot.de: Sind weitere Sonderaktionen geplant, wie beispielsweise vor Kurzem die Versteigerung von Steffi Grafs Schläger?
Glänzer: Wir bereiten ständig spannende Auktionen mit originellen Angeboten oder Artikeln von Prominenten vor. Mehr soll hier aber nicht verraten werden.
musterdepot.de: Wo sehen Sie ricardo.de in 3 Jahren?
Glänzer: Dort, wo wir heute schon sind: Als Marktführer bei Online-Auktionen, bloß auf einer wesentlich breiteren Basis mit internationalen Tochtergesellschaften und einem boomenden business-to-business-Bereich.
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