Suchen
Login
Anzeige:
Do, 9. Februar 2023, 3:36 Uhr

Aktienmärkte: Wirtschaftsdaten abermals im Mittelpunkt des Geschehens


06.12.22 09:14
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.aktiencheck.de) - Zum gestrigen Wochenstart waren es abermals Wirtschaftsdaten, die im Mittelpunkt des Geschehens standen, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

Gerade letzte Woche habe US-Notenbank-Chef Jerome Powell den Glauben an eine künftig sanftere Gangart bei den nächsten Zinsschritten aufleben lassen, doch dieser scheine momentan wieder zu schwinden. Wie schon des Öfteren in den letzten Monaten würden positive Überraschungen bei Makrodaten nicht mehr als Hoffnungsschimmer auf eine milde Rezession honoriert, sondern als Warnsignal vor weiteren signifikanten Zinserhöhungen interpretiert. So sei es gestern nicht gut angekommen, dass sowohl die Auftragseingänge in der Industrie als auch die Einkaufsmanagerindizes für das nicht-verarbeitende Gewerbe besser ausgefallen seien als erwartet. Am Ende des Tages seien die namhaften US-Indices allesamt mit rotem Vorzeichen aus dem Handel gegangen, während die Anleiherenditen wieder nach oben geklettert seien.

In Europa seien die namhaften Indices teilweise lange auf der Stelle getreten oder hätten wie beispielsweise der DAX anfänglich sogar zugelegt. Die ersten positiven Überraschungen bei Zahlen zu den Einkaufsmanager (Service) aus Italien und Spanien seien größtenteils gut weggesteckt worden. Spätestens gegen Mittag, nachdem die Sentix Stimmungsumfragen zur Eurozone ebenfalls deutlich besser ausgefallen seien als erwartet, habe sich jedoch eine einheitliche Richtung abgezeichnet. Insgesamt habe sich ein ähnliches Bild wie in den USA gezeigt, jedoch hätten sich die Verluste vergleichsweise in Grenzen gehalten und der österreichische ATX (ISIN: AT0000999982, WKN: 969191) habe sogar ein kleines Plus über die Ziellinie zu bringen vermocht.

Die Börsen in Asien würden sich heute Morgen abermals uneinheitlich präsentieren. Diesmal sei es jedoch der gestern so starke HSCE (ISIN: HK0000004322, WKN: 145733), der aktuell etwas tiefer notiere. Japans Topix und Festland-China würden kleine Zugewinne verzeichnen. Die vorbörslichen Indikationen für Europa würden momentan eine etwas schwächere Eröffnung erwarten lassen.

Die Preise an den Rohstoffmärkten hätten sich gestern mehrheitlich gen Süden bewegt. Die Angst vor weiter stark steigenden Zinsen und einem damit einhergehenden Nachfrageeinbruch hätten den Ölpreis um 3,6% abrutschen lassen. Ein Fass der Nordseesorte Brent koste momentan rund USD 83. Auch Gold habe gestern etwas nachgegeben, habe sich jedoch über Nacht wieder erholt. Eine Feinunze werde derzeit rund um USD 1.770 gehandelt. Die Kryptos Bitcoin und Ether seien ebenfalls in den Sog der Aktienmärkte gezogen worden und hätten in den letzten 24 Stunden um rund 2% bzw. 3% nachgegeben. (06.12.2022/ac/a/m)




 
Werte im Artikel
3.447 plus
+1,00%
20.645 minus
-1,38%