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Di, 27. Februar 2024, 8:56 Uhr

Aktienmärkte dürften ihre bemerkenswerte Stärke in den nächsten Wochen beibehalten


04.07.23 17:03
National-Bank AG

Essen (www.aktiencheck.de) - Während der zurückliegenden zwei Wochen machten vor allem die US-amerikanischen Aktienindices gegenüber den vorausgeeilten Europäern Boden gut und erreichten mittlerweile gleich diesen ihre "striking distance" zu den bisherigen historischen Höchstständen, so die Analysten der National-Bank AG.

Man meine derzeit förmlich zu spüren, wie die globalen Aktienmärkte Anlauf nehmen würden, um diese Referenzpunkte künftig zu testen - und wahrscheinlich auf mittelfristige Sicht zu überbieten.

Dabei würden die Aktienmärkte weiterhin einer Fülle von politischen und wirtschaftlichen Risiken trotzen. Seien jüngst zwar Erwartungen schon kurzfristig wieder fallender Geldmarktzinsen zurückgeschraubt worden, so überwiege dennoch Zuversicht, dass "der Job der Notenbanken" (Inflationsrückführung) i. w. bereits getan sei. Die jüngst veröffentlichten Inflationsdaten in den USA wie in Europa würden diese Sichtweise stützen bzw. bestätigen.

Immer weniger Eindruck machen zudem fortbestehende geopolitische Risiken, auch wenn die jüngsten politischen Unruhen in der Russischen Föderation deren künftiges Verhalten im Ukraine-Krieg unberechenbarer denn je werden lassen, so die Analysten der National-Bank AG. Die damit unauflöslich verbundene Taiwan-Frage werde im selben Maße als weniger bedrohlich angesehen, wie es der Russischen Föderation nicht gelinge, der Welt und der Ukraine ihren Willen aufzuzwingen. Schließlich seien weder die Angst vor einer hiesigen Rezession noch die schwächelnde Konjunktur der VR China derzeit in der Lage, das Kalkül der Investoren fühlbar negativ zu beeinflussen.

Die Analysten der National-Bank AG bekräftigen ihre Erwartung mit Blick auf die kommenden Monate, dass die Zentralbanken, allen voran die FED, im Einklang mit dem stetigen Rückgang der Inflationsraten, dem nachlassenden Druck vom Arbeitsmarkt sowie den sinkenden Import- und Produzentenpreisen in den USA weniger Druck verspüren werden, die Zinsen noch weiter deutlich anzuheben. Dies würde den Aktienmärkten ihre wichtigste life-line erhalten.

Daher sei einmal mehr vermerkt: "The markets are slowly climbing up a wall of worries!". Die Analysten seien zuversichtlich, dass die Aktienmärkte ihre bemerkenswerte Stärke auch in den nächsten Wochen beibehalten würden. Allerdings gelte es zu beachten, dass in der eher umsatzschwachen Sommerzeit es häufig zu stärkeren Ausschlägen komme. Als langfristig orientierter Anleger sollte man sich davon jedoch nicht verunsichern lassen und etwaige dips als Einstiegsgelegenheiten sehen. (04.07.2023/ac/a/m)