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Mi, 28. Februar 2024, 9:39 Uhr

Aktienmärkte momentan durch die sukzessive Erholung der Weltwirtschaft getragen


06.06.23 17:19
National-Bank AG

Essen (www.aktiencheck.de) - Erleichtert reagierten die Aktienmärkte auf den Kompromiss zur Erhöhung der Schuldengrenzen in den USA in der letzten Woche, so Dr. Frank Wohlgemuth, CIIA, von der National-Bank AG.

Die US-amerikanischen Indices hätten in Folge zu einer deutlichen Erleichterungsrally angesetzt, die den S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) wieder in die Nähe seines letzten Hochs vom Sommer 2022 geführt habe. Auch die europäischen Indices hätten kurzfristige Verluste zügig wieder ausgleichen können.

Weiterhin würden Risikofaktoren für die Kapitalmärkte, insbesondere politischer Natur, nahezu vollständig ausgeblendet. So werde der Krieg in der Ukraine mittlerweile von den Kapitalmärkten als nahezu ausschließlich politisches Thema angesehen, er stelle - momentan wenigstens - kein bedeutsames wirtschaftliches Thema mehr dar. Im Konfliktfeld USA-China würden die Kapitalmärkte auf die (hoffnungsvolle) Annahme setzen, dass es zu keiner Eskalation komme und somit letztendlich die wirtschaftliche Vernunft die Oberhand behalten werde. Ein umfassendes "Decoupling", also die systematische Entflechtung von Wirtschaftsbeziehungen zwischen den beiden wichtigsten Volkswirtschaften der Welt, hätte gravierende Folgen und würde allen schaden.

Die Aktienmärkte würden momentan durch die sukzessive Erholung der Weltwirtschaft getragen, welche im Besonderen auf der Erholung des asiatisch-pazifischen Raumes basiere. Diese verleihe dem Unternehmenssektor Rückenwind. Die guten bis sehr guten Ergebnisse von den Unternehmen im ersten Quartal, insbesondere bei international diversifizierten Konzernen, würden diesen Eindruck verfestigen. Zudem habe der Tech-Sektor zum Teil herausragende Ergebnisse veröffentlicht, gerade im Umfeld des Zukunftsthemas "Künstliche Intelligenz". Auch der Ausblick auf das zweite Quartal falle zuversichtlich aus. Zudem setze sich sukzessive an den Kapitalmärkten die Haltung durch, dass die Notenbanken ihren Zinserhöhungspfad eher schneller als später beenden würden, was gleich bedeutend mit einem sehr bullischen Signal für die Aktienmärkte sei.

Der oftmals beschriebene "Blick auf die Aktienmarktverläufe" sehe weiter sehr konstruktiv aus. Es habe den Anschein, dass sich die US-Indices aus ihrer Lethargie im Zuge der Unsicherheiten rund um die Anhebung der Schuldengrenze nunmehr befreien und wieder in Richtung ihrer Allzeit-Höchststände tendieren würden. DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) und EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) befänden sich wieder in Schlagdistanz zu ihren erst vor wenigen Wochen erzielten neuen historischen Höchstständen. Es wäre für uns keine Überraschung, wenn diese zeitnah übertroffen würden; unsere unveränderten Kursziele verdeutlichen unsere optimistische Haltung zu den Aktienmärkten, so die Analysten der National-Bank AG. Es gelte jedoch zu beachten, dass sich die Aktienmärkte in den Sommermonaten oftmals relativ umsatzschwach zeigen würden, was häufig zu starken Ausschlägen führe. Davon sollte man sich als langfristig orientierter Anleger jedoch nicht verunsichern lassen. (06.06.2023/ac/a/m)





 
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