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Di, 27. Februar 2024, 7:35 Uhr

Aktienmärkte mit weiterem Potenzial


12.09.23 15:45
National-Bank AG

Essen (www.aktiencheck.de) - Die von den internationalen Investoren mit Argusaugen beobachtete chinesische Wirtschaft sendete in der letzten Woche gemischte Signale, so die Analysten der National-Bank AG.

Die jüngst veröffentlichten Konsumentenpreise von August hätten im Jahresvergleich 0,1% höher (nach -0,3% im Juli) gelegen und folglich deflatorisches Terrain verlassen, wohingegen die Produzentenpreise mit -3,0% (Juli: -4,4%) weiter deutlich rückläufig gewesen seien. Die Probleme in der chinesischen Wirtschaft lägen weiterhin trotz umfassender staatlicher Unterstützung, schwerpunktmäßig im Immobiliensektor, welcher unter einem Nachfragestreik leide. Die chinesischen Exporte seien im August im Jahresvergleich um 8,8% gefallen, nach einem Minus von 14,4% im Juli. Die Analysten der National-Bank AG würden die Probleme zwar als hartnäckig ansehen, seien aber zuversichtlich, dass mit Hilfe umfassender Unterstützungsmaßnahmen der Regierung diese sukzessive überwunden werden könnten. Internationale Investoren würden sich momentan eher Indien zuwenden. Das Land überzeuge durch eine konstante Wachstumsstory, vor allem getragen durch Hochtechnologie und Pharmazeutik.

Beginnend mit dem Ende der Sommerferien scheine die Unsicherheit an den Aktienmärkten erwartungsgemäß wieder zuzunehmen. Viele Marktteilnehmer würden dies als "Ende des Goldilocks-Senarios" beschreiben, welches über den Sommer hinweg geherrscht habe. Ein Szenario, in dem die wirtschaftlichen Daten nicht zu gut, aber auch nicht zu schlecht ausgefallen seien, so dass kein weiterer Druck auf die Notenbanken entstanden sei. So sei die US-Wirtschaft trotz des hohen Zinsniveaus weiter gewachsen, die Zahlen seien aber nicht so überragend ausgefallen, dass die FED das von den Aktienmärkten ersehnte Ende des Zinserhöhungszyklus aufgeben müsste. Gerade der jüngst zu beobachtende merkliche Ölpreisanstieg und sein zu erwartender Einfluss auf die globalen Inflationsraten würden die Sorgenfalten der Investoren jedoch wieder etwas tiefer werden lassen.

Die Analysten der National-Bank AG würden zu einer ausgeprägten internationalen Diversifizierung in den Anlegerdepots raten, um Chancen, aber auch Risiken einzelner Regionen ausnutzen bzw. abfedern zu können. Die weiterhin robuste US-Wirtschaft, welche einen nachhaltigen Abschwung vermeiden werde, sowie die in Relation sehr dynamischen fernöstlichen Wachstumsregionen im Vergleich zu den mäßigen Wachstumsaussichten in Europa würden die Vorteilhaftigkeit dieser Vorgehensweise betonen. Zudem sollten Zukunftsthemen weiter dotiert werden.

Aktien

Die Analysten der National-Bank AG würden denken, dass die Aktienmärkte trotz einiger Belastungsfaktoren noch weiteres Potenzial besitzen würden. Optimistisch stimme die Analysten, dass es im Regelfall kein guter Zeitpunkt gewesen sei Aktien zu verkaufen, wenn die Zinsen am Ende eines Erhöhungszyklus angekommen seien. Eine Zunahme der Volatilität in den nächsten Wochen würde sie allerdings nicht überraschen, davon sollten sich langfristig orientierte Anleger jedoch nicht beeinflussen lassen. (12.09.2023/ac/a/m)




 
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