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Di, 27. Februar 2024, 7:56 Uhr

Aktienmärkte mit weiterem Potenzial - trotz einiger Belastungsfaktoren


29.08.23 13:44
National-Bank AG

Essen (www.aktiencheck.de) - Die mit Spannung erwartete Rede von FED-Chef Powell auf dem alljährlichen Notenbanktreffen in Jackson Hole brachte für die Aktienmärkte wenig neue Erkenntnisse, so Dr. Frank Wohlgemuth, CIIA, von der National-Bank AG.

Er habe betont, dass die FED bereit wäre, die Zinsen - wenn nötig - weiter zu erhöhen, dabei aber vorsichtig vorgehen werde. Folglich habe die Rede auch nur zu geringen Auswirkungen an den Kapitalmärkten geführt. Der Fokus an den Aktienmärkten zum Wochenbeginn liege eher auf der anhaltenden Schwäche der chinesischen Wirtschaft und deren Implikationen für die Weltwirtschaft insgesamt.

Die chinesische Regierung versuche mit zahlreichen Unterstützungsmaßnahmen dagegenzuhalten, um das Sentiment zu verbessern, bislang aber eher erfolglos. Insbesondere die Klumpenrisiken aus dem Immobiliensektor würden belasten. Das chinesische Wirtschaftswachstum befinde sich momentan unter seinem Potenzial, Ausdruck dafür sei auch eine hohe Jugendarbeitslosigkeit. Wir sehen die Probleme zwar als hartnäckig an, sind aber zuversichtlich, dass mithilfe umfassender Unterstützungsmaßnahmen der Regierung diese sukzessive überwunden werden können, so die Analysten der National-Bank AG. China befinde sich folglich momentan in einer Konsolidierungsphase. Internationale Investoren würden sich momentan eher Indien zuwenden. Das Land überzeuge durch eine konstante Wachstumsstory, vor allem getragen durch Hochtechnologie und Pharmazeutik.

Von der nahezu beendeten Berichterstattung zum zweiten Quartal seien wenig neue Impulse für die Aktienmärkte ausgegangen. Gerade in Europa habe sich diese durch einen Rückgang bei den Umsätzen, als auch bei den Gewinnen ausgezeichnet. In den USA hätten die Umsätze im breiten S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) moderat zulegen können, die Gewinne seien leicht gefallen. Weiterhin dominiere daher grundsätzlich die erwartete Notenbankpolitik das Anlageverhalten der Investoren. Trotz aller Rhetorik im Hinblick auf weitere mögliche Zinserhöhungen der Notenbanken herrsche Einigkeit, dass der Zinszyklus nahezu abgeschlossen sei. Dies hebe das Aktiensentiment und sei nach Erachten der Analysten der National-Bank AG der Hauptfaktor für die gestiegenen Aktienkurse in den letzten Monaten.

Die Analysten der National-Bank AG würden zu einer ausgeprägten internationalen Diversifizierung in den Anlegerdepots raten. Der US-Anteil im Depot, aber auch der fernöstliche sollten stärker als rein symbolisch dotiert sein. Die weiterhin robuste US-Volkswirtschaft, welche nach Erachten der Analysten der National-Bank AG einen nachhaltigen Abschwung vermeiden werde, sowie die in Relation sehr dynamischen fernöstlichen Wachstumsregionen im Gegensatz zu den mäßigen Wachstumsaussichten in Europa würden die Vorteilhaftigkeit einer solchen Vorgehensweise betonen. Darüber hinaus sollten Zukunftsthemen weiter dotiert werden.

Die Analysten der National-Bank AG würden denken, dass die Aktienmärkte trotz einiger Belastungsfaktoren noch weiteres Potenzial besitzen würden. Optimistisch stimme die Analysten, dass es im Regelfall kein guter Zeitpunkt gewesen sei, Aktien zu verkaufen, wenn die Zinsen am Ende eines Erhöhungszyklus angekommen seien. Zudem sollten weitere Unterstützungsmaßnahmen der chinesischen Regierung den Aktienmärkten zusätzliche Unterstützung bieten. (29.08.2023/ac/a/m)