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Di, 27. September 2022, 3:58 Uhr

DAX

WKN: 846900 / ISIN: DE0008469008

Aktienmarkt: Hoffnung auf milde Rezession stützt


15.08.22 09:27
Union Investment

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die Aktienmärke haben in der Berichtswoche von den Inflationsdaten und der Hoffnung auf eine weniger restriktive US-Zinspolitik profitiert, so die Experten von Union Investment.

Die Stimmungsindikatoren, vor allem am US-Markt, hätten sich etwas freundlicher gezeigt. Die Angst der Anleger, dass die FED mit zu starken Zinserhöhungen die Konjunktur lahmlegen könnte, nehme ab. Die aktuelle Lage werde von den jüngsten Inflations- und den freundlichen US-Arbeitsmarktdaten noch aus der Vorwoche bestimmt. Die Hoffnung auf eine Rezession mit mildem Ausmaß sorge für Unterstützung. Zumal sich mit den verabschiedeten US-Infrastrukturpaketen größeres Unterstützungspotenzial für die Konjunktur in den Vereinigten Staaten ergebe.

Der MSCI World-Index habe um 1,8 Prozent zugelegt. In den USA hätten die großen Indices bis zur Freitagseröffnung zwischen 0,6 (NASDAQ-Index) und 1,6 (Dow Jones Industrial Average) Prozent hinzugewonnen. In Europa sei der DAX 40 (ISIN: DE0008469008, WKN: 846900) bis Freitagvormittag um 1,4 Prozent angestiegen. Der marktbreite STOXX Europe 600-Index habe um 1,3 Prozent zugelegt. Ausnahme sei der chinesische Hang Seng-Index gewesen, der 0,6 Prozent nachgegeben habe. Vor allem hätten die Aktienmärkte aus den Schwellenländern in der Berichtswoche deutlich zulegen können.

Mit Blick auf die Branchenentwicklung hätten im STOXX Europe 600-Index Reise und Freizeit-Aktien (plus 5,3 Prozent) sowie Öl- und Gas-Titel (plus 4,6 Prozent) die Nase vorn gehabt. Zu den Verlieren hätten Gesundheitswerte (minus 1,7 Prozent) und Technologie-Papiere gehört. Die Technologiebranche habe dabei eine etwas holprige Woche hinter sich. Das US-amerikanische Unternehmen Micron Technology (ISIN: US5951121038, WKN: 869020) habe zum Beginn der Woche mit einer Umsatzwarnung für das vierte Quartal für Verdruss gesorgt und habe dabei den ganzen Chip-Sektor nach unten gezogen. Das schlecht laufende Geschäft, vor allem bei den Rechenzentren habe in Verbindung mit Lieferkettenproblemen dafür gesorgt, dass das Management die Umsatzprognose nach unten korrigiert habe. Außerdem habe sich mit der Verschlechterung des Umfelds die Gefahr eines negativen Cashflows für das erste Quartal 2023 erhöht.

Die sich langsam dem Ende zuneigende Berichtssaison zum 2. Quartal sei bislang solide verlaufen. In den USA hätten mit Blick auf den S&P 500-Index 75 Prozent der Unternehmen beim Gewinn und 63 Prozent bei der Umsatzentwicklung positiv überraschen können. Beim EURO STOXX50-Index hätten 78 Prozent die Gewinn- und 86 Prozent die Umsatzerwartungen der Analysten geschlagen.

Die Energieversorger RWE (ISIN: DE0007037129, WKN: 703712) und E.ON (ISIN: DE000ENAG999, WKN: ENAG99) hätten in der ersten Jahreshälfte ein solides Geschäftsergebnis vorgelegt und so die Prognosen der Analysten übertroffen. Beide Konzerne würden aber stark unter der sich abkühlenden Wirtschaft und dem Ukraine-Krieg leiden, weshalb diese nun vermehrt den Fokus auf die Energiewende legen würden, um Abhängigkeiten zu reduzieren. RWE habe den Ausblick für 2022 bestätigt und wolle bis zum Ende des Jahres fünf Milliarden Euro in grüne Technologien investieren und 30 Prozent mehr Strom aus Windkraft generieren. E.ON habe angekündigt, dass sie Verantwortung für die Energiesicherheit in Europa übernehmen würden. Ziel sei es den Ausbau des Energienetzes mit mehr Nachdruck voranzutreiben und Kunden mit nachhaltigen Lösungen zu versorgen.

Der Siemens-Konzern (ISIN: DE0007236101, WKN: 723610) habe mit einem höheren Auftragseingang im dritten Quartal und gestiegenen Umsatzerlösen punkten können. Dennoch würden die Abschreibungen von 2,7 Milliarden Euro auf Siemens Energy (ISIN: DE000ENER6Y0, WKN: ENER6Y) und der Ausstieg aus dem Russland-Geschäft das Unternehmen belasten. Auch die neue Ausrichtung auf von Software gesteuerte Produkte sei schlechter als erwartet angelaufen. Das Geschäft sei durch Lieferkettenprobleme, Chipknappheit und hohe Rohstoffpreisen beeinträchtigt worden. Im Quartal habe sich daraus, erstmals seit 2010, ein Nettoverlust, der sich auf 1,5 Milliarden Euro belaufen habe. (Ausgabe vom 12.08.2022) (15.08.2022/ac/a/m)





 
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