Ausblick: Ist Silber das neue Gold?
04.11.24 15:54
Postbank Research
Bonn (www.aktiencheck.de) - Während die großen US-Aktienindizes bis Mitte Oktober fast ohne Atempause von einem neuen Höchststand zum nächsten eilen, sind die Renditen 10-jähriger US-Staatsanleihen seit der Zinssenkung der Fed Mitte September um 70 Basispunkte auf 4,3% gestiegen, so die Analysten von Postbank Research.
Die große Frage laute nun: "Wer wird zuerst auf der Strecke bleiben - Bullen oder Bären?". Für die (Aktien-) Bullen sehe man noch Spielraum für weitere Anstiege, ohne jedoch das Risiko kurzfristiger Volatilität (siehe nachstehend) außer Acht zu lassen. Bislang habe der Großteil der US-Unternehmen die Erwartungen für das dritte Quartal deutlich übertroffen, während die meisten Wirtschaftsdaten kaum Anzeichen einer Abschwächung der US-Volkswirtschaft erkennen ließen.
Das Hauptthema dieser Woche seien natürlich die Wahlen in den USA. Die beiden Präsidentschaftskandidaten lägen in den entscheidenden "Swing States" Kopf an Kopf. Aber auch die künftige Zusammensetzung des Kongresses sei alles andere als sicher. Wie bei den vergangenen beiden Präsidentschaftswahlen könnte sich die Ermittlung der offiziellen Ergebnisse als chaotischer Prozess mit Unsicherheit und kurzfristiger Marktvolatilität erweisen. Zudem dürften sowohl die Fed als auch die Bank of England in dieser Woche ihre Leitzinsen um 25 Basispunkte auf 4,50-4,75% bzw. 4,75% senken.
Gold habe eine Reihe von Allzeithöchstständen überschritten und werde derzeit bei rund 2.780 USD pro Feinunze gehandelt - etwa 35% höher als Anfang 2024. Seit Jahresbeginn habe Silber jedoch um fast 10 Prozentpunkte besser abgeschnitten als Gold. Man gehe davon aus, dass sich das Gold-Silber-Verhältnis im ersten Halbjahr 2025 immer noch im niedrigen bis mittleren 80er-Bereich bewegen werde (gegenüber einem langfristigen Durchschnitt von unter 70). Dies sei auf die anhaltenden Sorgen um die chinesische Volkswirtschaft (und damit auch um Industriemetalle) zurückzuführen und darauf, dass Gold am meisten von der Geopolitik und der Portfoliodiversifizierung profitiere.
Während der Zinssenkungszyklus irgendwann zu Ende gehe, könnte eine wachsende Zahl von Anlegern Interesse am strukturellen Defizit von Silber zeigen. Diese Entwicklung der Fundamentaldaten basiere auf der anhaltend robusten Nachfrage aus dem Industriesektor, die Analysten zufolge im nächsten Jahr um 3% wachsen dürfte. Ein Teil davon stamme aus Schlüsselbereichen der Nachfrage, wie der Photovoltaik und der Elektrifizierung von Fahrzeugen, aber auch sonstige Segmente dürften Zuwächse verzeichnen. Auch bei den Investitionen in physisches Silber solle es zu einer leichten Erholung kommen. Dagegen könnte die Nachfrage nach Schmuck und Silberwaren zurückgehen, allerdings nur, wenn die Preise tatsächlich steigen würden. Alles in allem scheine es plausibel, dass der Silberpreis dem Goldpreis noch eine ganze Weile weiter nach oben folgen könnte. (04.11.2024/ac/a/m)
Die große Frage laute nun: "Wer wird zuerst auf der Strecke bleiben - Bullen oder Bären?". Für die (Aktien-) Bullen sehe man noch Spielraum für weitere Anstiege, ohne jedoch das Risiko kurzfristiger Volatilität (siehe nachstehend) außer Acht zu lassen. Bislang habe der Großteil der US-Unternehmen die Erwartungen für das dritte Quartal deutlich übertroffen, während die meisten Wirtschaftsdaten kaum Anzeichen einer Abschwächung der US-Volkswirtschaft erkennen ließen.
Gold habe eine Reihe von Allzeithöchstständen überschritten und werde derzeit bei rund 2.780 USD pro Feinunze gehandelt - etwa 35% höher als Anfang 2024. Seit Jahresbeginn habe Silber jedoch um fast 10 Prozentpunkte besser abgeschnitten als Gold. Man gehe davon aus, dass sich das Gold-Silber-Verhältnis im ersten Halbjahr 2025 immer noch im niedrigen bis mittleren 80er-Bereich bewegen werde (gegenüber einem langfristigen Durchschnitt von unter 70). Dies sei auf die anhaltenden Sorgen um die chinesische Volkswirtschaft (und damit auch um Industriemetalle) zurückzuführen und darauf, dass Gold am meisten von der Geopolitik und der Portfoliodiversifizierung profitiere.
Während der Zinssenkungszyklus irgendwann zu Ende gehe, könnte eine wachsende Zahl von Anlegern Interesse am strukturellen Defizit von Silber zeigen. Diese Entwicklung der Fundamentaldaten basiere auf der anhaltend robusten Nachfrage aus dem Industriesektor, die Analysten zufolge im nächsten Jahr um 3% wachsen dürfte. Ein Teil davon stamme aus Schlüsselbereichen der Nachfrage, wie der Photovoltaik und der Elektrifizierung von Fahrzeugen, aber auch sonstige Segmente dürften Zuwächse verzeichnen. Auch bei den Investitionen in physisches Silber solle es zu einer leichten Erholung kommen. Dagegen könnte die Nachfrage nach Schmuck und Silberwaren zurückgehen, allerdings nur, wenn die Preise tatsächlich steigen würden. Alles in allem scheine es plausibel, dass der Silberpreis dem Goldpreis noch eine ganze Weile weiter nach oben folgen könnte. (04.11.2024/ac/a/m)
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