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Do, 9. Februar 2023, 3:54 Uhr

Börsen in Europa und den USA kaum verändert


05.12.22 10:37
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.aktiencheck.de) - Nach dem ISM Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe vom Donnerstag wurde am Freitag mit dem Arbeitsmarktbericht das zweite US-Datenschwergewicht veröffentlicht, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

Die Börsen in Europa hätten unmittelbar nach der Bekanntgabe der für die US-Geldpolitik wichtigen monatlichen US-Arbeitsmarktdaten am Nachmittag zunächst moderate Rücksetzer erlitten, die im späteren Verlauf des Handelstages aber sukzessive wieder wettgemacht worden seien. Die Daten seien besser als erwartet ausgefallen, was erneut Befürchtungen in Bezug auf die weitere US-Geldpolitik geschürt habe. US-Notenbank-Chef Jerome Powell habe vor wenigen Tagen noch die Signale für eine gemäßigtere Gangart bei den Leitzinsanhebungen untermauert, was Europas Börsen in dieser Woche etwas angetrieben habe. Doch der starke Arbeitsmarktbericht gebe der FED weniger Grund, ihre Politik zu zügeln. Den Daten zufolge habe die US-Wirtschaft im November mehr Arbeitsplätze geschaffen als erwartet. Außerhalb der Landwirtschaft seien 263.000 Stellen hinzugekommen.

Ähnlich wie Europas Aktienindices hätten sich am Freitag auch deren US-Pendants verhalten: Nach einem Rücksetzer des Dow Jones Industrials (ISIN: US2605661048, WKN: 969420) von einem Prozent zum Handelsbeginn habe dieses viel beachtete Börsenbarometer in der letzten Handelsstunde sogar noch ins Plus gedreht. Dieses habe am Ende 0,1% betragen, womit auch die Wochenbilanz leicht positiv sei. Der vor der Startglocke veröffentlichte Bericht habe ein starkes Bild des Arbeitsmarktes in den USA gezeichnet: Nicht nur habe die Beschäftigung im November stärker zugenommen als erwartet worden sei, der Anstieg der Löhne und Gehälter habe die Markterwartungen um das Doppelte übertroffen. Der S&P 500 (ISIN: US78378X1072, WKN: A0AET0) und vor allem der NASDAQ 100 (ISIN: US6311011026, WKN: A0AE1X), der aktuell empfindlicher auf Zinsthemen reagiere, hätten am Freitag leicht im Minus geschlossen. Eine in den USA turbulente Börsenwoche sei somit aber vergleichsweise ruhig zu Ende gegangen. Zur Wochenmitte sei der Dow Jones Industrials zwischenzeitlich noch auf den höchsten Stand seit Ende April geklettert, am Ende hätten sich jedoch positive und negative Nachrichten die Waage gehalten und die Indices hätten die Woche insgesamt wenig verändert abgeschlossen.

Die Börsen in Asien würden heute Morgen ein zweigeteiltes Bild zeigen: Während die meisten Indices leicht im Minus notieren würden, könnten jene in China aktuell bis zu vier Prozent zulegen. Zusätzlich lege der Yuan bis zu sieben Prozent an Wert zu, nachdem die strikten COVID-Beschränkungen wohl im Zuge der begonnenen Protestwelle ein Stück weit zurückgenommen worden seien. Dies könne auch noch auf die westlichen Aktienmärkte positiv durchwirken.

Datenseitig stünden heute in Europa PMI-Dienstleistungsdaten für Spanien und Italien sowie der Sentix Index für die Eurozone auf der Agenda (sie alle sollten sich im Vergleich zum Vormonat leicht verbessern können). In den USA würden am Nachmittag die Industrie-Auftragseingänge sowie der ISM Einkaufsmanagerindex im nicht-verarbeitenden Gewerbe veröffentlicht.

An den Rohstoffmärkten sei der Ölpreis über das Wochenende wieder auf rund USD 86 für ein Fass der Sorte Brent zurückgegangen. Einerseits hätten die OPEC+ Staaten ihr Produktionsziel unverändert belassen, andererseits wirke auch der Preisdeckel für russisches Öl auf den Gesamtmarkt. Gold notiere quasi unverändert knapp über USD 1.800 je Unze. Das "digitale Gold", der Bitcoin, habe seit Freitag um knapp 2% auf Werte von aktuell über USD 17.300 zugelegt. (05.12.2022/ac/a/m)




 
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