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Do, 9. Februar 2023, 3:24 Uhr

Börsen in Europa und den USA knüpfen an Verluste vom Vortag an


07.12.22 08:58
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.aktiencheck.de) - Nach dem schwachen Wochenauftakt konnten die europäischen Börsen auch am Dienstag keinen positiven Trend aufweisen und knüpften an die Dynamik des Vortages an, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

Zu Beginn des Handelsgeschehens hätten die jüngsten Daten zu den Auftragseingängen der deutschen Industrie für etwas Unterstützung gesorgt: Im Monatsvergleich seien diese im Oktober nämlich um 0,8% gestiegen, während Analysten einen etwas kleineren Zuwachs von 0,5% erwartet hätten. Trotz dieses positiven Signals der größten Volkswirtschaft Europas, drifteten Größen wie der EURO STOXX 50 (ISIN: EU0009658145, WKN: 965814) und DAX (ISIN: DE0008469008, WKN: 846900) über den Tag hinweg sukzessive in negatives Terrain abgedriftet und hätten erst kurz vor Schluss, nahe ihrer Tagestiefs, etwas an Halt gefunden. Gemessen am marktbreiten STOXX Europe 600 (ISIN: EU0009658202, WKN: 965820) habe es kein Sektor auf aggregierter Ebene zuzulegen vermocht. Von nicht-zyklischen Konsumgütern (-0,02%) bis zu Gesundheitstiteln (-1,43%) seien durch die Bank rote Vorzeichen zu Buche gestanden.

Auch in den USA habe sich ein ähnliches Bild abgezeichnet. Die guten Konjunktursignale der vorigen Woche hätten die Kursniveaus aufgrund der dadurch erhöhten Zinsängste weiterhin belastet, sodass auch hier die Leitindices von Beginn an schwächer tendiert hätten. Wenig überraschend sei dabei speziell der technologielastige Auswahlindex NASDAQ 100 (ISIN: US6311011026, WKN: A0AE1X) mit einem Minus von 2% zum Handkuss gekommen.

Im Rohstoffbereich gehe es beim Ölpreis weiterhin abwärts. Der am Wochenende von den G7-Staaten beschlossene Preisdeckel für russisches Öl liege mit USD 60 je Fass nahe an dem Niveau, auf welchem russisches Öl laut einem Reuters-Bericht zurzeit sowieso gehandelt werde. Der Effekt einer Angebotsverknappung bleibe damit, zumindest vorerst, aus. Vor diesem Hintergrund, gekoppelt mit weltweiten Zins- und Konjunktursorgen, sei der Preis eines Fasses der Nordsee-Sorte Brent erstmals seit Beginn des Jahres auf unter USD 80 je Fass gerutscht. Vergleichsweise ruhig sei es indes bei Gold und dem Bitcoin zugegangen, welche sich beide in den letzten 24 Stunden nahezu unverändert präsentiert hätten.

An diesem Morgen könnten sich die asiatischen Aktienmärkte dem Stimmungsbild ihrer westlichen Pendants nicht entziehen und würden ebenfalls einheitlich niedriger gehandelt. Die vorbörslichen Indikationen würden für Europa einen Handelsstart unter den Vortagesniveaus vermuten lassen.

Während es heute bei Unternehmensmeldungen eher ruhig bleibe, könnten makroseitig die neusten Daten zur deutschen Industrieproduktion für Impulse sorgen. (07.12.2022/ac/a/m)




 
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