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Do, 30. Juni 2022, 16:32 Uhr

ERWE Immobilien

WKN: A1X3WX / ISIN: DE000A1X3WX6

ERWE Immobilien: Licht und Schatten kennzeichnen ERWEs jüngsten Newsflow - Aktienanalyse


10.03.22 15:21
Montega AG

Hamburg (www.aktiencheck.de) - ERWE Immobilien-Aktienanalyse von der Montega AG:

Patrick Speck, Aktienanalyst der Montega AG, rät in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der ERWE Immobilien AG (ISIN: DE000A1X3WX6, WKN: A1X3WX, Ticker-Symbol: ERWE) weiterhin zu kaufen.

ERWE habe jüngst vorläufige Zahlen für das Geschäftsjahr 2021 vorgelegt. Aufgrund eines negativen Bewertungsergebnisses sei das Nachsteuerergebnis deutlich negativ ausgefallen, auf operativer Ebene sei die Zielsetzung indes erfüllt worden. Zudem habe das Unternehmen heute den Neuerwerb einer Retailimmobilie in Wuppertal bekannt gegeben.

Die Erträge aus der Immobilienbewirtschaftung habe ERWE um rund 41% auf 7,89 Mio. Euro heben können, womit die Zielspanne von 7,8 bis 8,5 Mio. Euro am unteren Ende erreicht worden sei (Vj.: 5,59 Mio. Euro). Für das Schlussquartal impliziere dies eine ähnlich hohe Dynamik wie im Gesamtjahresverlauf (Q4: +43% auf 2,29 Mio. Euro). Neben einem Basiseffekt aus den im Vorjahr erworbenen neuen Objekten habe hierzu auch der Abschluss neuer Mietverträge positiv beigetragen.

Das Ergebnis aus der Bewertung von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien sei mit -1,78 Mio. Euro (Vj.: 6,79 Mio. Euro; 9M/21: 5,40 Mio. Euro) auf Gesamtjahressicht diesmal jedoch negativ ausgefallen. Hintergrund dessen seien nicht liquiditätswirksame Neubewertungen von Einzelhandels- und Hotelflächen, vor allem am Standort Postgalerie Speyer, deren Ankermieter die Hotelkette Amedia und daneben das Modehaus H&M sei. Die beauftragten Gutachter hätten dabei die anhaltenden Einschränkungen aus der Corona-Pandemie und die daraus resultierenden Auswirkungen auf die Hotelbranche und den stationären Einzelhandel sowie die nach wie vor steigenden Baukosten berücksichtigt. Trotz der erzielten operativen Verbesserungen weise ERWE in 2021 daher ein negatives Ergebnis nach Steuern von -9,72 Mio. Euro aus (Vj.: 0,10 Mio. Euro; 9M/21: -2,11 Mio. Euro). Der Loan-to-Value sei infolge des niedrigeren Wertansatzes des Immobilienvermögens auf 68,2% (Vj.: 63,3%; 9M/21: 63,5%) gestiegen. Die finalen Zahlen werde ERWE Ende März bzw. Anfang April 2022 vorlegen.

Trotz des Corona-bedingten Gegenwinds treibe ERWE den Erwerb und die Revitalisierung monothematisch genutzter Innenstadtimmobilien voran. So sei heute die Übernahme einer Immobilie in der Wuppertaler Innenstadt gemeldet worden. Das Gebäude verfüge über eine Mietfläche von ca. 10.000 Quadratmetern und sei langfristig und vollständig an C&A vermietet, sodass eine stabile laufende Rendite generiert werde. Aufgrund der Lage und der Qualität sollte bei einer Mischnutzung zudem attraktives Wertsteigerungspotenzial bestehen, eine vorzeitige Anpassung des Mietverhältnisses wäre nach Erachten des Analysten demnach im Sinne ERWEs. Für 2022 seien darüber hinaus weitere Zukäufe in Aussicht gestellt worden. Die per 31.12. zur Verfügung stehenden liquiden Mittel hätten sich auf 8,57 Mio. Euro (Vj.: 7,96 Mio. Euro) belaufen. Vor dem Hintergrund des fortschreitenden Strukturwandels in den Innenstädten, der avisierten Verdopplung des Immobilienportfolios innerhalb von zwei bis drei Jahren (Buchwert 200,6 Mio. Euro per 30.09.) und ERWEs langjährigem Track Record einer Wertsteigerung von i.d.R. >30% erachte der Analyst den Investment Case nach wie vor als sehr chancenreich. Allerdings werde sich der für seine Bewertung maßgebliche EPRA NRV (zuletzt: 4,73 Euro) in Folge des negativen Konzernergebnisses und der daher niedrigeren Eigenkapitalbasis zunächst weiter reduziert haben. Der Analyst reflektiere dies in Ermangelung aktueller Bilanzkennzahlen in einem höheren Bewertungsabschlag i.H.v. 25% (zuvor: 15%).

Die Fortschritte auf operativer Ebene seien durch negative Bewertungseffekte konterkariert worden. Dies erachte der Analyst aber als temporären Corona-Effekt, der sich zudem in weiteren attraktiven Ankaufopportunitäten niederschlagen sollte.

Patrick Speck, Aktienanalyst der Montega AG, bestätigt die Kaufempfehlung mit einem neuen Kursziel von 3,60 Euro (zuvor: 4,00 Euro). (Analyse vom 10.03.2022)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link.

Börsenplätze ERWE Immobilien-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs ERWE Immobilien-Aktie:
2,04 EUR -2,86% (10.03.2022, 14:34)

ISIN ERWE Immobilien-Aktie:
DE000A1X3WX6

WKN ERWE Immobilien-Aktie:
A1X3WX

Ticker-Symbol ERWE Immobilien-Aktie:
ERWE

Kurzprofil ERWE Immobilien AG:

Die ERWE Immobilien AG (ISIN: DE000A1X3WX6, WKN: A1X3WX, Ticker-Symbol: ERWE) konzentriert sich auf den Aufbau eines ertragsstarken Gewerbeimmobilienbestands. Bevorzugte Standorte sind aussichtsreiche innerstädtische Lagen in deutschen Großstädten und in ausschließlich "A"-Lagen kleinerer Städte und Kommunen. Akquiriert werden Immobilien, deren Wertsteigerungspotenzial durch neue Nutzungskonzepte nachhaltig ausgenutzt werden können, so dass ein renditestarker, werthaltiger Bestand mit deutlich steigenden Einnahmen entsteht. Das Unternehmen ist in Frankfurt im Regulierten Markt (General Standard) und an den Wertpapierbörsen in Frankfurt a. M. (XETRA), Berlin, Düsseldorf und Stuttgart im Freiverkehr notiert. (10.03.2022/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Die diesem Artikel zugrundeliegende Finanzanalyse / Studie zu dieser Gesellschaft ist im Auftrag dieser Gesellschaft oder einer dieser Gesellschaft nahe stehenden Person oder Unternehmens erstellt worden.





 
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