Eurozone: Fokus erneut auf harten Daten
10.06.25 16:00
Postbank Research
Bonn (www.aktiencheck.de) - In der vergangenen Woche haben die Handelsverhandlungen zwischen der EU und den USA der EZB-Sitzung die Bühne überlassen, so die Analysten von Postbank Research.
Der rasch nachlassende Inflationsdruck habe der Zentralbank reichlich Spielraum für eine Zinssenkung auf den niedrigsten Stand seit Dezember 2022 verschafft: Sie habe den Einlagensatz von 2,25% auf 2,0% gesenkt. Die jüngsten Inflationsentwicklungen würden sich in den aktuellsten von Experten erstellten Projektionen der EZB widerspiegeln, die nun davon ausgehen würden, dass die Gesamtinflation im Jahr 2026 das Ziel von 2% unterschreiten werde. Der EZB zufolge dürfte sich das Wachstum im zweiten Quartal verlangsamen, doch seien die BIP-Wachstumsprognosen für das Gesamtjahr 2025 im Vergleich zum März nahezu unverändert geblieben. In dieser Woche werde sich der Schwerpunkt auf harte Daten verlagern, die Informationen zur tatsächlichen Wirtschaftstätigkeit in den ersten Monaten des laufenden Quartals geben dürften. Die am Dienstag anstehende italienische Industrieproduktion für April sollte Aufschluss über die am Freitag erwarteten Zahlen für die gesamte Eurozone geben. Positiv zu vermerken sei, dass die Auftragseingänge in der deutschen Industrie in der vergangenen Woche auf eine anhaltende konjunkturelle Erholung der Industrie im April hingedeutet hätten. Die europäische Handelsbilanz für April werde ebenfalls am Freitag veröffentlicht. Angesichts der durch die US-Zölle ausgelösten Handelsunsicherheit seien Verzerrungen nicht auszuschließen. Schließlich werde morgen der Sentix-Investorenvertrauensindex veröffentlicht, der einen Eindruck von der Stimmung der Anleger nach den jüngsten Nachrichten über die bilateralen Verhandlungen vermitteln dürfte.
Fazit: Das BIP-Wachstum habe im ersten Quartal positiv überrascht, was vor allem auf einen starken Impuls durch die Vorwegnahme von Exporten zurückzuführen sei. Die Daten des laufenden Quartals dürften für die Beurteilung der wirtschaftlichen Dynamik in der Eurozone entscheidend sein. (PERSPEKTIVEN Week up front vom 09.06.2025) (10.06.2025/ac/a/m)
Der rasch nachlassende Inflationsdruck habe der Zentralbank reichlich Spielraum für eine Zinssenkung auf den niedrigsten Stand seit Dezember 2022 verschafft: Sie habe den Einlagensatz von 2,25% auf 2,0% gesenkt. Die jüngsten Inflationsentwicklungen würden sich in den aktuellsten von Experten erstellten Projektionen der EZB widerspiegeln, die nun davon ausgehen würden, dass die Gesamtinflation im Jahr 2026 das Ziel von 2% unterschreiten werde. Der EZB zufolge dürfte sich das Wachstum im zweiten Quartal verlangsamen, doch seien die BIP-Wachstumsprognosen für das Gesamtjahr 2025 im Vergleich zum März nahezu unverändert geblieben. In dieser Woche werde sich der Schwerpunkt auf harte Daten verlagern, die Informationen zur tatsächlichen Wirtschaftstätigkeit in den ersten Monaten des laufenden Quartals geben dürften. Die am Dienstag anstehende italienische Industrieproduktion für April sollte Aufschluss über die am Freitag erwarteten Zahlen für die gesamte Eurozone geben. Positiv zu vermerken sei, dass die Auftragseingänge in der deutschen Industrie in der vergangenen Woche auf eine anhaltende konjunkturelle Erholung der Industrie im April hingedeutet hätten. Die europäische Handelsbilanz für April werde ebenfalls am Freitag veröffentlicht. Angesichts der durch die US-Zölle ausgelösten Handelsunsicherheit seien Verzerrungen nicht auszuschließen. Schließlich werde morgen der Sentix-Investorenvertrauensindex veröffentlicht, der einen Eindruck von der Stimmung der Anleger nach den jüngsten Nachrichten über die bilateralen Verhandlungen vermitteln dürfte.
Fazit: Das BIP-Wachstum habe im ersten Quartal positiv überrascht, was vor allem auf einen starken Impuls durch die Vorwegnahme von Exporten zurückzuführen sei. Die Daten des laufenden Quartals dürften für die Beurteilung der wirtschaftlichen Dynamik in der Eurozone entscheidend sein. (PERSPEKTIVEN Week up front vom 09.06.2025) (10.06.2025/ac/a/m)
