Eurozone: Der Vorwegnahme-Effekt lässt nach
17.06.25 11:25
Postbank Research
Bonn (www.aktiencheck.de) - In der vergangenen Woche kehrte sich bei der Industrieproduktion der Eurozone im April der Vorwegnahme-Effekt aus dem ersten Quartal teilweise um: Sie ging gegenüber dem Vormonat um 1,5% zurück, so die Analysten von Postbank Research
Zuvor sei sie noch im März um 2,6% gestiegen. Die Hoffnungen auf eine konjunkturelle Erholung würden jedoch bestehen bleiben. In Italien habe sich die Industrieproduktion im Berichtsmonat als stark erwiesen. Auch die Auftragseingänge in der deutschen Industrie für April hätten sich verbessert, und die Lagerbestände würden allmählich zu sinken beginnen. Das Nachlassen des Vorwegnahme-Effekts habe sich eindeutig auf die Handelsbilanz der Eurozone im April ausgewirkt, die von 36,8 Mrd. EUR im März auf 20,2 Mrd. EUR zurückgegangen sei. Heute würden der Arbeitskostenindex für die Eurozone und das Lohn- und Gehaltswachstum für das erste Quartal 2025 veröffentlicht. Im vierten Quartal 2024 sei der Arbeitskostenindex um 3,7% ggü. Vorjahr gestiegen und die Löhne und Gehälter stiegen um 4,1%. Das Wachstum der Löhne und Gehälter sei für die geldpolitischen Entscheidungen der EZB entscheidend, da es die Inflation im Dienstleistungssektor beeinflusse, die von 4% im April auf 3,2% im Mai zurückgegangen sei. Morgen werde erwartet, dass der ZEW-Index für Juni den im Mai verzeichneten Aufschwung aufgrund des wachsenden Optimismus für die nächsten sechs Monate bestätigen werde. Im Laufe der Woche würden schließlich die endgültigen Schätzungen der Inflationszahlen für Mai in der gesamten Region veröffentlicht.
Fazit: Der Vorwegnahme-Effekt, der für den jüngsten Wachstumsschub verantwortlich gewesen sei, lasse nun nach. Allerdings gebe es erste Anzeichen für eine konjunkturelle Erholung in der Eurozone und das strukturelle Wachstumspotenzial dürfte von den staatlichen Ausgaben in Deutschland profitieren. (PERSPEKTIVEN Week up front vom 17.06.2025) (17.06.2025/ac/a/m)
Zuvor sei sie noch im März um 2,6% gestiegen. Die Hoffnungen auf eine konjunkturelle Erholung würden jedoch bestehen bleiben. In Italien habe sich die Industrieproduktion im Berichtsmonat als stark erwiesen. Auch die Auftragseingänge in der deutschen Industrie für April hätten sich verbessert, und die Lagerbestände würden allmählich zu sinken beginnen. Das Nachlassen des Vorwegnahme-Effekts habe sich eindeutig auf die Handelsbilanz der Eurozone im April ausgewirkt, die von 36,8 Mrd. EUR im März auf 20,2 Mrd. EUR zurückgegangen sei. Heute würden der Arbeitskostenindex für die Eurozone und das Lohn- und Gehaltswachstum für das erste Quartal 2025 veröffentlicht. Im vierten Quartal 2024 sei der Arbeitskostenindex um 3,7% ggü. Vorjahr gestiegen und die Löhne und Gehälter stiegen um 4,1%. Das Wachstum der Löhne und Gehälter sei für die geldpolitischen Entscheidungen der EZB entscheidend, da es die Inflation im Dienstleistungssektor beeinflusse, die von 4% im April auf 3,2% im Mai zurückgegangen sei. Morgen werde erwartet, dass der ZEW-Index für Juni den im Mai verzeichneten Aufschwung aufgrund des wachsenden Optimismus für die nächsten sechs Monate bestätigen werde. Im Laufe der Woche würden schließlich die endgültigen Schätzungen der Inflationszahlen für Mai in der gesamten Region veröffentlicht.
Fazit: Der Vorwegnahme-Effekt, der für den jüngsten Wachstumsschub verantwortlich gewesen sei, lasse nun nach. Allerdings gebe es erste Anzeichen für eine konjunkturelle Erholung in der Eurozone und das strukturelle Wachstumspotenzial dürfte von den staatlichen Ausgaben in Deutschland profitieren. (PERSPEKTIVEN Week up front vom 17.06.2025) (17.06.2025/ac/a/m)
