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Fr, 17. April 2026, 10:18 Uhr

Eurozone: Wachstum hält an, aber Risiken drohen


19.05.25 12:00
Postbank Research

Bonn (www.aktiencheck.de) - Letzte Woche zeigte die zweite Schätzung des BIP für Q1 2025 für die Eurozone ein Wachstum um 0,3% ggü. Vorquartal, so die Analysten von Postbank Research.

Das deute auf eine gewisse wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit der Eurozone hin. Die Daten zur Industrieproduktion für März hätten dieses Bild mit einem Wachstum von 2,6% gegenüber dem Vormonat und 3,6% gegenüber dem Vorjahr untermauert. Das starke Wachstum in diesem Bereich könnte jedoch zum Teil darauf zurückzuführen sein, dass die USA in Erwartung von Zöllen die Einfuhren europäischer Waren vorgezogen hätten. Das würde eine mögliche Abschwächung des Produktionswachstums im weiteren Verlauf bedeuten.

Am Dienstag werde der Verbrauchervertrauensindex für Mai veröffentlicht. Er sei im April gesunken, wahrscheinlich unter dem Einfluss der Ankündigung von Zöllen am "Liberation Day". Im weiteren Verlauf der Woche werde erwartet, dass die endgültigen Einkaufsmanagerindizes für April eine Verlangsamung der Aktivität bestätigen würden. Schließlich dürfte die heutige Veröffentlichung der endgültigen VPI-Zahlen für April genau beobachtet werden. Die Gesamtinflation sei auf 2,1% gesunken, während die Kerninflation auf 2,7% angestiegen sei.

Die wirtschaftlichen Aussichten für die Eurozone dürften in den kommenden Monaten trübe bleiben. Sinkende Energiepreise sollten dazu beitragen, den Inflationsdruck zu verringern, was der EZB zwei weitere Zinssenkungen bis Ende März 2026 ermöglichen könnte. (19.05.2025/ac/a/m)