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Fr, 17. April 2026, 8:06 Uhr

Großbritannien: Arbeitsmarkt und Dienstleistungssektor sind entscheidend


29.09.25 15:20
Postbank Research

Bonn (www.aktiencheck.de) - In dieser Woche werden Daten zur Geldmenge, zu Verbraucherkrediten und zur Kreditvergabe veröffentlicht, die Aufschluss über den monetären Transmissionsmechanismus geben dürften, so die Analysten von Postbank Research.

Am Dienstag sollten uns die endgültigen BIP-Daten für das zweite Quartal ein umfassendes Bild der wirtschaftlichen Fundamentaldaten vermitteln. In der zweiten Wochenhälfte würden mit den S&P Global UK- Einkaufsmanagerindices für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor weitere aktuelle und zukunftsorientierte Daten bekanntgegeben. Jüngste Indikatoren würden zeigen, dass das verarbeitende Gewerbe nach wie vor sehr schwach sei und dass der Dienstleistungssektor die einzige Quelle für ein positives Wirtschaftswachstum bleibe. Am Donnerstag würden die Preiserwartungen aus der monatlichen Decisions Maker Panel (DMP/ Entscheidungsträgergremium)-Umfrage für September veröffentlicht. Diese Inflationserwartungen dürften erneut über 3% liegen und damit höher als es die Bank of England (BoE) wahrscheinlich gerne hätte. Ein schwaches Wirtschaftswachstum, bei dem die Dienstleistungssektoren den Risiken einer Abschwächung des Arbeitsmarktes besonders ausgesetzt seien, würde niedrigere Zinssätze rechtfertigen, aber die BoE müsse derartige Forderungen gegen Inflationsraten abwägen, die deutlich über ihrem eigenen Ziel von 2% lägen. Die impliziten Erwartungen des Marktes würden darauf hindeuten, dass die BoE ihren Leitzins bis März/April 2026 unverändert bei 4,0% halten könnte.

Fazit: Aufgrund der hartnäckig hohen Inflationsraten werde die BoE wahrscheinlich im November keine Zinssenkung vornehmen. (PERSPEKTIVEN Week up front vom 29.09.2025) (29.09.2025/ac/a/m)


 
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