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Praktiker

WKN: A0F6MD / ISIN: DE000A0F6MD5

Insolvenzverwalter startet Verkaufsprozess für das Praktiker Marken-Portfolio - Aktiennews


14.04.14 12:48
aktiencheck.de

Kirkel (www.aktiencheck.de) - Christopher Seagon, Insolvenzverwalter der operativen Gesellschaften aus dem Praktiker Konzern (ISIN: DE000A0F6MD5, WKN: A0F6MD, Ticker-Symbol: PRA, Nasdaq OTC-Symbol: PKKRF), hat den Verkaufsprozess für die Marke Praktiker sowie 15 Eigenmarken wie Faust, Fleurelle und Homefit inklusive der dazugehörigen Internetdomains gestartet. Näheres entnehmen Sie bitte dem Wortlaut der folgenden Pressemeldung:

Die Marken stammen aus den typischen Baumarktsortimenten wie Werkzeuge, Eisenwaren, Baustoffe oder Garten. Auch verschiedene Wort-Bild-Marken gehören zum Portfolio.

"Praktiker ist eine der bekanntesten Marken im deutschen Do-It-Yourself-Markt und die Eigenmarken haben bei Kunden einen guten Ruf", sagt Seagon. Das ergab auch eine aktuelle Studie des Marktforschungsinstituts Marfos vom März 2014, für die Baumarktkunden seit Insolvenzeröffnung von Praktiker im Herbst 2013 zur Bekanntheit und Image verschiedener Eigenmarken sowohl von Praktiker als auch von Mitbewerbern befragt wurden. Demnach besitzen viele Eigenmarken von Praktiker im Vergleich zu den Eigenmarken der Wettbewerber eine gute Position. "Die Marken sind gut im Markt eingeführt", sagt Seagon. Die Stärken liegen nach Ansicht der Befragten dabei vor allem im Preis-Leistungsverhältnis.

Die Eigenmarken waren ein bedeutender Umsatzbringer im Praktiker-Konzern. Alleine von 2010 bis zum Insolvenzantrag im Sommer 2013 hat Praktiker mit den Eigenmarken einen Umsatz von 1,7 Milliarden Euro erwirtschaftet. Zum Vergleich: Im Geschäftsjahr 2012 hatte der Praktiker-Konzern einen Jahresgesamtumsatz von 3 Milliarden Euro.

Entsprechend groß war auch das Interesse bereits im Vorfeld des nun gestarteten Verkaufsprozesses. "Nachdem klar war, dass kein Investor Praktiker als Ganzes übernehmen wird, äußerten viele Marktteilnehmer ihr Interesse an den Marken", sagt Seagon. Er beauftragte das Beratungsunternehmen Allert & Co. mit dem Verkauf der Marken. Gemeinsam identifizierte man verschiedene potenzielle Interessenten zum Beispiel aus den Bereichen Do-It-Yourself, Online-Handel und stationärem Retail oder auch von Inhabern vergleichbarer Marken.

Seagon sieht trotz Schließung der Inlandsmärkte für die Marke und die Eigenmarken gute Chancen. "Der Markenwert ist nicht zwangsläufig an das Unternehmen gekoppelt. Das zeigen Beispiele wie Dual, Quelle oder Rollei", erläutert Seagon. Diese Unternehmen wurden ebenfalls in der Insolvenz liquidiert. Plattenspieler, Küchen oder Fotoapparate unter diesem Markennamen aber haben sich erfolgreich am Markt behauptet. Außerdem: Selbst als Baumarkt existiert Praktiker weiter: So hat Seagon bereits jetzt in sechs europäischen Ländern jeweils unterschiedliche Investoren für die jeweiligen Auslandsgesellschaften von Praktiker gefunden, die die Baumärkte dort unter der Marke Praktiker weiter führen.

Hintergrund

Am 11. Juli 2013 hatten die Geschäftsführungen der operativen Praktiker-Konzerngesellschaften mit Sitz in Hamburg beim zuständigen Amtsgericht in Hamburg Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Das Amtsgericht hatte daraufhin Rechtsanwalt Christopher Seagon für diese Gesellschaften mit insgesamt etwa 7.600 Beschäftigten (inkl. 2.400 geringfügig Beschäftigte) zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Seagon führte die Gesellschaften seit Insolvenzantrag fort und konnte ebenfalls die Finanzierung für die weitere Warenbestellung sichern. Nachdem kein Investor Interesse an einer Übernahme der Baumärkte unter der Marke Praktiker hatte, leitete Seagon den Abverkauf an den Standorten ein, um die leeren Märkte für einen größeren Kreis an Investoren interessant zu machen.

Von den ehemals 230 Praktiker Märkten, die Seagon verwaltet, sind bislang etwa 120 Märkte durch Wettbewerber übernommen worden. Segon rechnet damit, dass bis zur Sommerpause insgesamt etwa 150 Märkte auf Baumarktwettbewerber übergegangen sein werden. An den übrigen Standorten gibt es viele unterschiedliche Retailkonzepte, die Raumnachfolger dort umsetzten. Insgesamt, so Seagon, sei die Situation auch was die Beschäftigung der ehemaligen Praktikermitarbeiter anbetrifft aufgrund der hohen Standortnachfrage aber erfreulich.

Die Max-Bahr-Geschäftsführung hatte am 26. Juli 2013 auch Insolvenzantrag für die Baumarkt MB Vertriebs GmbH gestellt. In dieser Gesellschaft sind die 54 Filialen mit etwa 2.800 Beschäftigten (inkl. 820 geringfügig Beschäftigte) eingegliedert, die seit September 2012 von Praktiker auf Max-Bahr-Baumärkte umgeflaggt wurden. Die Gesellschaft dieser umgeflaggten Max-Bahr-Märkte ist in der gesellschaftsrechtlichen Struktur unter den Praktiker-Märkten angesiedelt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter hatte das Amtsgericht Hamburg Rechtsanwalt Christopher Seagon von der Kanzlei Wellensiek bestellt. Auch hier leitete der Insolvenzverwalter den Abverkauf ein, nachdem kein potenzieller Investor die Baumärkte als Ganzes übernehmen wollte.

Am 26. Juli 2013 hat die Geschäftsführung von Max Bahr Insolvenzantrag für die Baumarkt Max Bahr GmbH & Co. KG mit den 78 Max-Bahr-Bestandsmärkten und etwa 3.600 Beschäftigten (inkl. 430 geringfügig Beschäftigte) gestellt. Das zuständige Amtsgericht in Hamburg hatte daraufhin Rechtsanwalt Dr. Jens-Sören Schröder von der Kanzlei Johlke Niethammer & Partner zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.

Der Vorstand der Praktiker AG hatte am 12. Juli 2013 zudem in Saarbrücken einen Insolvenzantrag für die Konzernholding mit etwa 350 Beschäftigten gestellt. Das Amtsgericht hatte daraufhin Rechtsanwalt Udo Gröner zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.

Pressekontakt:

Pressesprecher des Insolvenzverwalters
Holger Voskuhl
rw konzept, Agentur für Unternehmenskommunikation, Köln - Berlin
Konrad-Adenauer-Ufer 83, 50668 Köln
Fon: +49-(0)221-400 73 - 87
Mobil: +49-(0)170-2101523
E-Mail: voskuhl@rw-konzept.de (Pressemitteilung vom 14.04.2014)

Börsenplätze Praktiker-Aktie:

XETRA-Aktienkurs Praktiker-Aktie:
0,013 EUR 0,00% (14.04.2014, 12:15)

Tradegate-Aktienkurs Praktiker-Aktie:
0,013 EUR +8,33% (14.04.2014, 12:27)

ISIN Praktiker-Aktie:
DE000A0F6MD5

WKN Praktiker-Aktie:
A0F6MD

Ticker-Symbol Praktiker-Aktie:
PRA

Nasdaq OTC Ticker-Symbol Praktiker-Aktie:
PKKRF

Kurzprofil Praktiker AG:

Die Praktiker AG (ISIN: DE000A0F6MD5, WKN: A0F6MD, Ticker-Symbol: PRA, Nasdaq OTC-Symbol: PKKRF) und ein großer Teil der deutschen Teilgesellschaften befinden sich seit Juli 2013 in Insolvenz.

Die Praktiker Gruppe, mit Sitz in Hamburg und in Kirkel (Saarland), erzielte im Geschäftsjahr 2012 Umsatzerlöse von rund 3,0 Milliarden Euro. Sie beschäftigt Ende 2013 rund 20.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon über 8.000 im Ausland. (14.04.2014/ac/a/nw)





 
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