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Di, 28. Juni 2022, 10:31 Uhr

Mobotix

WKN: 521830 / ISIN: DE0005218309

MOBOTIX: Schwache erste Jahreshälfte führt zu erneuter Anpassung der Guidance für Umsatz und Ergebnis - Aktienanalyse


20.05.22 15:07
Montega AG

Hamburg (www.aktiencheck.de) - MOBOTIX-Aktienanalyse von der Montega AG:

Miguel Lago Mascato, Aktienanalyst der Montega AG, nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der MOBOTIX AG (ISIN: DE0005218309, WKN: 521830, Ticker-Symbol: MBQ) unter die Lupe.

MOBOTIX habe jüngst die vorläufigen Zahlen des ersten Halbjahres veröffentlicht, die sowohl umsatz- als auch ergebnisseitig unter dem Vorjahr liegen würden. Im Zuge der weltweit anhaltenden Lieferkettenverwerfungen und der daraus resultierenden schwachen operativen Entwicklung habe das Unternehmen die Guidance für das laufende FY gesenkt.

Umsatz in H1 unterhalb der Vorjahresmarke: Der Konzernerlös habe in Q2 zwar um 5,4% yoy auf 14,2 Mio. Euro gesteigert werden können. Infolge des enttäuschenden Jahresstarts mit einem Umsatzrückgang von 14,7% yoy auf 12,8 Mio. Euro in Q1 habe die Top-Line auf H1-Sicht (27,0 Mio. Euro) damit dennoch um 5,2% unter dem Vorjahreswert gelegen. Die erste Jahreshälfte habe für MOBOTIX insgesamt vornehmlich im Zeichen von Corona-bedingten Lieferkettenverwerfungen gestanden. So hätten Verzögerungen von Kundenprojekten aufgrund der Knappheit von Vorprodukten weiterhin zu geringeren Produktabrufen geführt. Der Anteil der Softwarelösungen am Gesamtumsatz in H1 sei deutlich auf 6% (Vj.: 1%) gestiegen, allerdings sei die Ausweitung maßgeblich auf den vorzeitigen Verkauf von Softwarelizenzen an Konica Minolta im Zuge des Aufbaus der Vertriebspartnerschaft in den USA zurückzuführen.

Bottom-Line erneut gesunken: Auch ergebnisseitig sei die Entwicklung in der ersten Jahreshälfte mit einem EBIT von -3,8 Mio. Euro (Vj.: -1,1 Mio. Euro) nicht zufriedenstellend gewesen. Ursächlich hierfür seien die oben erwähnten Softwareverkäufe an Konica Minolta gewesen, die mit spürbaren Rabatten vergeben worden seien. Zudem hätten sich erhöhte Materialkosten negativ auf die Profitabilität ausgewirkt.

Guidance für 2022 erneut angepasst: Auf Basis der bisherigen Geschäftsentwicklung avisiere der Vorstand für das laufende Geschäftsjahr nun einen Umsatz von 63 bis 65 Mio. Euro (zuvor: 70-73 Mio. Euro) sowie ein EBIT von rund 0,4 bis 1,0 Mio. Euro (zuvor: 1,5 bis 3,0 Mio. Euro). Ausgehend vom H1-Resultat impliziere dies in der Mitte einen Erlösbeitrag von rund 22,2 Mio. Euro sowie einen EBIT-Beitrag von etwa 2,3 Mio. Euro pro Quartal, was eine durchschnittliche Marge von ca. 10,1% bedeute. Selbst in Anbetracht des EBIT-Beitrags der Vaxtor-Transaktion (MONe: 0,5 Mio. Euro in H2) sei die Visibilität des Analysten für eine derartige Profitabilitätssteigerung momentan gering, sodass er sich zunächst unterhalb der Guidance positioniere. Auch für den mittelfristigen Zeitraum senke der Analyst seine Annahmen, um der länger als erwartet andauernden Transformation des Konzerns Rechnung zu tragen.

Die Herausforderungen von MOBOTIX entlang der laufenden Neuausrichtung würden sich in den H1-Zahlen widerspiegeln. Die erneute Anpassung der Ziele mache FY 2021/2022 zu einem erneuten Übergangsjahr.

Miguel Lago Mascato, Aktienanalyst der Montega AG, sieht kurzfristig keine Kurstreiber und bestätigt sein Rating "halten" mit einem neuen Kursziel von 4,40 Euro (zuvor: 4,80 Euro). (Analyse vom 20.05.2022)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link.

Börsenplätze MOBOTIX-Aktie:

Börse Stuttgart-Aktienkurs MOBOTIX-Aktie:
4,06 EUR +1,25% (20.05.2022, 14:30)

ISIN MOBOTIX-Aktie:
DE0005218309

WKN MOBOTIX-Aktie:
521830

Ticker-Symbol MOBOTIX-Aktie:
MBQ

Kurzprofil MOBOTIX AG:

Die MOBOTIX AG (ISIN: DE0005218309, WKN: 521830, Ticker-Symbol: MBQ) ist ein Systemanbieter von digitalen, hochauflösenden und netzwerkbasierten Video-Sicherheitssystemen. Das Pfälzer Unternehmen wurde im Jahr 1999 als Aktiengesellschaft gegründet und vertreibt seine Lösungen über Distributoren und qualifizierte Vertriebspartner in der ganzen Welt.

Bei der von MOBOTIX entwickelten dezentralen Systemarchitektur findet die Auswertung nicht in einem zentralen PC, sondern in den Kameras selbst statt. Sie detektieren so eigenständig Bewegungen im Bild, speichern diese in einer Datenbank und signalisieren das Ereignis via Email oder VoIP-Telefonanrufe. Diese dezentrale Struktur entlastet das Netzwerk und das zentrale Videomanagement, ermöglicht höhere Bildraten und reduziert bei der Aufzeichnung von hochauflösenden Videosequenzen die Anzahl der Speichersysteme um ein Vielfaches.

Die Video-Sicherheitssysteme von MOBOTIX eignen sich aufgrund der kostengünstigen dezentralen Architektur für sehr unterschiedliche Anwendungen, von Kleinstanlagen mit einigen Kameras via Internet bis zu großen Objektüberwachungen mit hunderten von Kameras und zentralen Leitständen. Anwendungsbeispiele finden sich in Flughäfen, Bahnhöfen, Universitäten, Logistikunternehmen, aber auch die Industrie zur Fernwartung und Automation. Weltweit sind bereits mehr als 1.000.000 MOBOTIX Kameras im Einsatz. (20.05.2022/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Die diesem Artikel zugrundeliegende Finanzanalyse / Studie zu dieser Gesellschaft ist im Auftrag dieser Gesellschaft oder einer dieser Gesellschaft nahe stehenden Person oder Unternehmens erstellt worden.





 
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