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So, 22. Mai 2022, 20:09 Uhr

MS Industrie

WKN: 585518 / ISIN: DE0005855183

MS Industrie: Herausforderndes Q3 führt zu Anpassung der Guidance - Aktienanalyse


29.11.21 10:28
Montega AG

Hamburg (www.aktiencheck.de) - MS Industrie-Aktienanalyse von der Montega AG:

Nicolas Gruschka, Aktienanalyst der Montega AG, empfiehlt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der MS Industrie AG (ISIN: DE0005855183, WKN: 585518, Ticker-Symbol: MSAG) unverändert zu kaufen.

MS Industrie habe jüngst Q3-Zahlen veröffentlicht, die sowohl umsatz- als auch ergebnisseitig deutlich unter den Analysten-Erwartungen lägen. Infolge des anhaltend schwierigen Marktumfeldes im Automotive-Sektor habe das Unternehmen daher die Guidance für das laufende Jahr gesenkt. Durch das schwächer als erwartete 9M-EBITDA seien zudem die Financial Covenants bestehender Kreditverträge verletzt worden, was seitens der betreffenden Banken jedoch bereits über einen Waiver gebilligt worden sei und somit kein unmittelbares Risiko für die Liquiditätslage des Konzerns darstelle.

Bereinigt um die Veräußerung der Elektromotorenwerk Grünhain GmbH im Vorjahr (Beitrag in Q3/20: 4,4 Mio. Euro) habe sich der Konzernerlös in Q3 um 3,9% yoy auf 39,2 Mio. Euro reduziert und sich damit deutlich schwächer als von dem Analysten antizipiert (MONe: 49,0 Mio. Euro) entwickelt. Dank des soliden ersten Halbjahres (+32,0% yoy auf 83,8 Mio. Euro) ergebe sich auf 9M-Sicht daraus ein verbleibender Umsatzanstieg von 18,0% yoy auf 123,0 Mio. Euro. Dabei habe sich das Segment "Powertrain" mit einem Wachstum von ca. 29% yoy auf rund 89,0 Mio. Euro als wesentliche Stütze gezeigt, womit MSAG sowohl das Absatzplus von Großkunde Daimler Trucks (Q1-Q3: +14% yoy) als auch die europäische LKW-Marktentwicklung (Q1-Q3: +19% yoy; Quelle: ACEA) in diesem Zeitraum habe übertreffen können.

Der Bereich "Ultrasonic" habe indes keine Steigerung im Vorjahresvergleich erzielen können (-3% yoy auf ca. 34,0 Mio. Euro). Hauptursache hierfür sei, dass die OEMs inmitten der angespannten Lieferketten und Materialengpässe nahezu alle verfügbaren Chips priorisiert für die Fertigung von gängigen Serienfahrzeugen verwendet hätten und damit die Produktion von neuartigen Modellvarianten vernachlässigt worden sei. Dies habe zu einer temporär geringeren Nachfrage nach "Ultrasonic"- Sondermaschinen geführt.

Das EBITDA habe den bereits in Q2 ersichtlichen rückläufigen Trend auch in Q3 nicht stoppen können und sich um -87,5% yoy auf 0,5 Mio. Euro vermindert (MONe: 4,5 Mio. Euro). Zurückzuführen sei dies neben der geringeren Erlösbasis nicht zuletzt auf eine signifikant angestiegene SBA-Quote (MONe: über +50% yoy). Hierin würden sich insbesondere Vorlaufkosten u.a. in Form von Messekosten und sonstigen Sachkosten für das neue Kompetenzzentrum in Ettlingen widerspiegeln. Zusätzlich dürfte das Geschäftsfeld im Bereich "Ultrasonic"-Serienmaschinen noch einen negativen EBITDA-Beitrag geleistet haben. Auf 9M-Ebene ergebe sich daraus ein EBITDA von 6,5 Mio. Euro (Vj.: 1,1 Mio. Euro).

Die insgesamt enttäuschende Entwicklung sei damit maßgeblich auf das aktuell angespannte Marktumfeld im Automotive-Bereich zurückzuführen, das stark von den global vorherrschenden Materialengpässen und Lieferkettenproblemen geprägt sei. Als Resultat seien viele OEMs (u.a. Daimer Truck & Buses) dazu gezwungen gewesen, die Produktion für teils mehrere Wochen auszusetzen, hätten dadurch die bestehende Nachfrage nicht vollständig abarbeiten können und folglich ihrerseits Bestellungen bei den Zulieferern verschieben müssen.

Die erzielten Q3-Zahlen seien deutlich vom derzeit insgesamt schwierigen Marktumfeld im Automotive-Bereich geprägt, das sich auch in Q4 noch nicht maßgeblich verbessern dürfte. Im kommenden Jahr zeichne sich jedoch eine spürbare Erholung für MSAG ab, die in einer Margenausweitung und einer Rückkehr zum positiven Konzernjahresüberschuss resultieren sollte. Auch die strukturellen Perspektiven von MSAG über das nächste Jahr hinaus würden weiterhin positiv bleiben. Diese seien auf dem aktuellen Kursniveau nicht ausreichend eingepreist.

Nicolas Gruschka, Aktienanalyst der Montega AG, bestätigt daher seine Kaufempfehlung für die MS Industrie-Aktie mit einem unveränderten Kursziel von 2,70 Euro. (Analyse vom 29.11.2021)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.

Börsenplätze MS Industrie-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs MS Industrie-Aktie:
1,67 EUR +2,14% (29.11.2021, 08:47)

Xetra-Aktienkurs MS Industrie-Aktie:
1,635 EUR (26.11.2021)

ISIN MS Industrie-Aktie:
DE0005855183

WKN MS Industrie-Aktie:
585518

Ticker-Symbol MS Industrie-Aktie:
MSAG

Kurzprofil MS Industrie AG:

Die MS Industrie AG (ISIN: DE0005855183, WKN: 585518, Ticker-Symbol: MSAG) mit Sitz in München ist die börsennotierte Muttergesellschaft einer fokussierten Industriegruppe mit den Geschäftsfeldern Antriebstechnik ("Powertrain Technology Group": Systeme und Komponenten für schwere Verbrennungsmotoren und kundenspezifische Elektromotoren) und Ultraschalltechnik ("Ultrasonic Technology Group": Sondermaschinen sowie Ultraschallsysteme und -komponenten). Zu den wesentlichen Kundenbranchen zählen die weltweite Nutzfahrzeug- und die Pkw-Industrie, gefolgt von der Verpackungsmaschinenindustrie und dem allgemeinen Maschinen- und Anlagenbau.

Im Rahmen ihrer Strategie konzentriert sich die MS Industrie AG auf vorwiegend organisches Wachstum und Beteiligungen innerhalb der bestehenden industriellen Kernkompetenzen, flankiert durch Engagements im industriellen Immobiliensektor sowie ergänzende Dienstleistungen. (29.11.2021/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Die diesem Artikel zugrundeliegende Finanzanalyse / Studie zu dieser Gesellschaft ist im Auftrag dieser Gesellschaft oder einer dieser Gesellschaft nahe stehenden Person oder Unternehmens erstellt worden.





 
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