Silvergate Capital Corp
WKN: A2PCBX / ISIN: US82837P4081Silvergate Capital: Die Kryptobank wird liquidiert und abgewickelt - Aktienanalyse
09.03.23 10:42
Der Aktionär
Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Silvergate Capital-Aktienanalyse von "Der Aktionär":
Nikolas Kessler vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt die Aktie von Silvergate Capital Corp. (ISIN: US82837P4081, WKN: A2PCBX, Ticker-Symbol: 0XZ, NYSE-Symbol: SI) in einer aktuellen Aktienanalyse unter die Lupe.
Knapp eine Woche habe Ungewissheit geherrscht, jetzt stehe fest: Die in Schieflage geratene Kryptobank Silvergate Capital werde liquidiert und abgewickelt. Das habe das Unternehmen am Mittwochabend nach US-Börsenschluss verkündet. Eine große Überraschung sei das nicht mehr, dennoch hätten auch Bitcoin und Co ihre Verluste zunächst ausgeweitet.
"In Anbetracht der jüngsten Entwicklungen in der Branche und bei den Aufsichtsbehörden ist Silvergate der Ansicht, dass eine geordnete Abwicklung und eine freiwillige Liquidierung der Bank der beste Weg ist", heiße es in einer Mitteilung des Unternehmens. Der Abwicklungs- und Liquidationsplan der Bank sehe eine vollständige Rückzahlung aller Einlagen vor.
Wie mit etwaigen Forderungen gegen das Unternehmen verfahren werden solle, werde derzeit noch geprüft. Ebenso, wie die Firma den Restwert der Vermögenswerte einschließlich der geschützten Technologie und der Steueransprüche erhalten könne.
Die US-Bank, die sich in den vergangenen zehn Jahren zu einem der wichtigsten Finanzdienstleister für Unternehmen in der Kryptobranche entwickelt habe, sei damit das jüngste Opfer des skandalösen Niedergangs der Kryptobörse FTX. Das Unternehmen sei selbst ein großer Kunde von Silvergate gewesen.
Zudem habe dessen überraschende Pleite im vergangenen November einen regelrechten Bank-run in der Branche ausgelöst, der auch Silvergate enorme Verluste eingebrockt und nun schließlich das Genick gebrochen habe. Die Bank habe zuletzt auch eingeräumt, ins Visier der Aufsichtsbehörden - bis hin zur Federal Reserve - geraten zu sein.
Silvergate habe zuletzt bereits davor gewarnt, den Geschäftsbetrieb womöglich nicht aufrecht erhalten zu können und trete nun den geordneten Rückzug an. Ein Chaos wie bei FTX dürfte dem Markt somit erspart bleiben.
Für die Investoren von Silvergate dürfte das allerdings ein schwacher Trost sein: Die Aktie habe ihren Sturz ins Bodenlose fortgesetzt und im nachbörslichen US-Handel am Mittwochabend weitere 44 Prozent verloren. Alleine seit Anfang März summiere sich der Verlust inzwischen auf 80 Prozent. Auf Halbjahressicht fehle nicht mehr viel zum Totalverlust.
Auch der Kryptomarkt habe am Abend mit weiteren Verlusten auf die Meldung reagiert. Der Bitcoin habe daraufhin den Kampf um die 22.000-Dollar-Marke verloren und notiere auf 24-Stunden-Sicht aktuell rund 1,4 Prozent tiefer im Bereich von 21.700 Dollar. Auch bei den übrigen Coins und Token würden die roten Vorzeichen dominieren. Die Market Cap des gesamten Kryptomarkts sinke um rund 1,1 Prozent auf knapp unter eine Billion Dollar.
"Der Aktionär" habe zuletzt bereits vor der drohenden Pleite von Silvergate gewarnt und Anlegern geraten, die Aktie zu meiden. Diese Empfehlung gilt weiterhin, so Nikolas Kessler.
Bei Bitcoin und Co selbst sorge die jüngste Entwicklung verständlicherweise für zusätzliche Unsicherheit. Die Kursreaktion falle aber glücklicherweise nicht annähernd so dramatisch aus wie bei der FTX-Pleite. Für langfristig orientierte Anleger bestehe daher kein Handlungsbedarf. (Analyse vom 09.03.2023)
Mit Material von dpa-AFX
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link.
Hinweis auf Interessenkonflikte:
Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bitcoin.
Der Chefredakteur der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Leon Müller, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bitcoin.
Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bitcoin.
Börsenplätze Silvergate Capital-Aktie:
Tradegate-Aktienkurs Silvergate Capital-Aktie:
2,6245 EUR -43,56% (09.03.2023, 10:35)
NYSE-Aktienkurs Silvergate Capital-Aktie:
4,91 USD -6,53% (08.03.2023)
ISIN Silvergate Capital-Aktie:
US82837P4081
WKN Silvergate Capital-Aktie:
A2PCBX
Ticker-Symbol Silvergate Capital-Aktie:
0XZ
NYSE-Symbol Silvergate Capital-Aktie:
SI
Kurzprofil Silvergate Capital Corporation:
Silvergate Capital Corporation (ISIN: US82837P4081, WKN: A2PCBX, Ticker-Symbol: 0XZ, NYSE-Symbol: SI) mit Sitz in La Jolla im US-Bundesstaat Kalifornien ist eine Holdinggesellschaft für die Silvergate Bank (die Bank). Die Bank ist ein Anbieter von Finanzinfrastrukturlösungen und -dienstleistungen für Teilnehmer an der aufkommenden und expandierenden Digitalwährungsbranche. Sie bietet Finanzdienstleistungen an, zu denen das kommerzielle Bankgeschäft, die Kreditvergabe für Gewerbe- und Wohnimmobilien, das Hypothekenlager und die Kreditvergabe für gewerbliche Unternehmen gehören. Zudem betet die Bank eine breite Palette von Einlagenprodukten und -dienstleistungen an.
Das Silvergate Exchange Network (SEN) der Bank ist ein praktisch sofortiges Zahlungsnetzwerk für Teilnehmer der digitalen Währungsbranche, das als Plattform für die Entwicklung zusätzlicher Produkte und Dienstleistungen dient. Das Unternehmen hat das SEN als ein Netzwerk von Digitalwährungsbörsen und Digitalwährungsanlegern konzipiert, das die Bewegung von US-Dollar zwischen SEN-Teilnehmern 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche und 365 Tage im Jahr ermöglicht. (09.03.2023/ac/a/n)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Nikolas Kessler vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt die Aktie von Silvergate Capital Corp. (ISIN: US82837P4081, WKN: A2PCBX, Ticker-Symbol: 0XZ, NYSE-Symbol: SI) in einer aktuellen Aktienanalyse unter die Lupe.
Knapp eine Woche habe Ungewissheit geherrscht, jetzt stehe fest: Die in Schieflage geratene Kryptobank Silvergate Capital werde liquidiert und abgewickelt. Das habe das Unternehmen am Mittwochabend nach US-Börsenschluss verkündet. Eine große Überraschung sei das nicht mehr, dennoch hätten auch Bitcoin und Co ihre Verluste zunächst ausgeweitet.
"In Anbetracht der jüngsten Entwicklungen in der Branche und bei den Aufsichtsbehörden ist Silvergate der Ansicht, dass eine geordnete Abwicklung und eine freiwillige Liquidierung der Bank der beste Weg ist", heiße es in einer Mitteilung des Unternehmens. Der Abwicklungs- und Liquidationsplan der Bank sehe eine vollständige Rückzahlung aller Einlagen vor.
Wie mit etwaigen Forderungen gegen das Unternehmen verfahren werden solle, werde derzeit noch geprüft. Ebenso, wie die Firma den Restwert der Vermögenswerte einschließlich der geschützten Technologie und der Steueransprüche erhalten könne.
Die US-Bank, die sich in den vergangenen zehn Jahren zu einem der wichtigsten Finanzdienstleister für Unternehmen in der Kryptobranche entwickelt habe, sei damit das jüngste Opfer des skandalösen Niedergangs der Kryptobörse FTX. Das Unternehmen sei selbst ein großer Kunde von Silvergate gewesen.
Zudem habe dessen überraschende Pleite im vergangenen November einen regelrechten Bank-run in der Branche ausgelöst, der auch Silvergate enorme Verluste eingebrockt und nun schließlich das Genick gebrochen habe. Die Bank habe zuletzt auch eingeräumt, ins Visier der Aufsichtsbehörden - bis hin zur Federal Reserve - geraten zu sein.
Silvergate habe zuletzt bereits davor gewarnt, den Geschäftsbetrieb womöglich nicht aufrecht erhalten zu können und trete nun den geordneten Rückzug an. Ein Chaos wie bei FTX dürfte dem Markt somit erspart bleiben.
Für die Investoren von Silvergate dürfte das allerdings ein schwacher Trost sein: Die Aktie habe ihren Sturz ins Bodenlose fortgesetzt und im nachbörslichen US-Handel am Mittwochabend weitere 44 Prozent verloren. Alleine seit Anfang März summiere sich der Verlust inzwischen auf 80 Prozent. Auf Halbjahressicht fehle nicht mehr viel zum Totalverlust.
Auch der Kryptomarkt habe am Abend mit weiteren Verlusten auf die Meldung reagiert. Der Bitcoin habe daraufhin den Kampf um die 22.000-Dollar-Marke verloren und notiere auf 24-Stunden-Sicht aktuell rund 1,4 Prozent tiefer im Bereich von 21.700 Dollar. Auch bei den übrigen Coins und Token würden die roten Vorzeichen dominieren. Die Market Cap des gesamten Kryptomarkts sinke um rund 1,1 Prozent auf knapp unter eine Billion Dollar.
"Der Aktionär" habe zuletzt bereits vor der drohenden Pleite von Silvergate gewarnt und Anlegern geraten, die Aktie zu meiden. Diese Empfehlung gilt weiterhin, so Nikolas Kessler.
Bei Bitcoin und Co selbst sorge die jüngste Entwicklung verständlicherweise für zusätzliche Unsicherheit. Die Kursreaktion falle aber glücklicherweise nicht annähernd so dramatisch aus wie bei der FTX-Pleite. Für langfristig orientierte Anleger bestehe daher kein Handlungsbedarf. (Analyse vom 09.03.2023)
Mit Material von dpa-AFX
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link.
Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bitcoin.
Der Chefredakteur der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Leon Müller, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bitcoin.
Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bitcoin.
Börsenplätze Silvergate Capital-Aktie:
Tradegate-Aktienkurs Silvergate Capital-Aktie:
2,6245 EUR -43,56% (09.03.2023, 10:35)
NYSE-Aktienkurs Silvergate Capital-Aktie:
4,91 USD -6,53% (08.03.2023)
ISIN Silvergate Capital-Aktie:
US82837P4081
WKN Silvergate Capital-Aktie:
A2PCBX
Ticker-Symbol Silvergate Capital-Aktie:
0XZ
NYSE-Symbol Silvergate Capital-Aktie:
SI
Kurzprofil Silvergate Capital Corporation:
Silvergate Capital Corporation (ISIN: US82837P4081, WKN: A2PCBX, Ticker-Symbol: 0XZ, NYSE-Symbol: SI) mit Sitz in La Jolla im US-Bundesstaat Kalifornien ist eine Holdinggesellschaft für die Silvergate Bank (die Bank). Die Bank ist ein Anbieter von Finanzinfrastrukturlösungen und -dienstleistungen für Teilnehmer an der aufkommenden und expandierenden Digitalwährungsbranche. Sie bietet Finanzdienstleistungen an, zu denen das kommerzielle Bankgeschäft, die Kreditvergabe für Gewerbe- und Wohnimmobilien, das Hypothekenlager und die Kreditvergabe für gewerbliche Unternehmen gehören. Zudem betet die Bank eine breite Palette von Einlagenprodukten und -dienstleistungen an.
Das Silvergate Exchange Network (SEN) der Bank ist ein praktisch sofortiges Zahlungsnetzwerk für Teilnehmer der digitalen Währungsbranche, das als Plattform für die Entwicklung zusätzlicher Produkte und Dienstleistungen dient. Das Unternehmen hat das SEN als ein Netzwerk von Digitalwährungsbörsen und Digitalwährungsanlegern konzipiert, das die Bewegung von US-Dollar zwischen SEN-Teilnehmern 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche und 365 Tage im Jahr ermöglicht. (09.03.2023/ac/a/n)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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