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Di, 27. Februar 2024, 8:05 Uhr

TotalEnergies SE

WKN: 850727 / ISIN: FR0000120271

TotalEnergies: Ölgiganten Saudi-Arabien und Russland behalten ihre Einschränkungen bei - Aktienanalyse


01.12.23 08:53
Der Aktionär

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - TotalEnergies-Aktienanalyse von "Der Aktionär":

Thorsten Küfner vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt die Aktie der TotalEnergies SE (ISIN: FR0000120271, WKN: 850727, Ticker-Symbol: TOTB, Euronext Paris-Symbol: TTE) in einer aktuellen Aktienanalyse unter die Lupe.

Die schwächelnden Ölpreise hätten in den vergangenen Handelswochen die Aktienkurse von Energieriesen wie TotalEnergies oder Equinor belastet. Sie hätten aber auch die Mitglieder des großen Ölkartells OPEC+ dazu veranlasst, ihre Produktion im ersten Quartal des kommenden Jahres weiter zu reduzieren. Dies könnte den Ölpreisen nachhaltig helfen.

Nach einer Online-Sitzung habe die Gruppierung mitgeteilt, dass die Ölgiganten Saudi-Arabien und Russland ihre bestehenden Einschränkungen von insgesamt 1,3 Millionen Fass (je 159 Liter) pro Tag bis März beibehalten würden. Sechs weitere Mitglieder des Verbundes würden ihre täglichen Fördermengen im nächsten Quartal zusätzlich um fast 700.000 Fass Rohöl drosseln, habe es geheißen.

Die Ölpreise seien trotz der Kürzungen gefallen. Ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Januar habe gegen Abend 81,50 US-Dollar (74,79 Euro) gekostet. Das seien 1,38 Dollar weniger als am Vortag gewesen. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) sei in ähnlichem Ausmaß auf 76,60 Dollar gefallen. Hintergrund dürfte sein, dass sich nicht alle 20 Länder der OPEC+ an der Angebotsreduktion beteiligen würden. Marktbeobachter würden mutmaßten, es fehle an Einigkeit.

Russland und die OPEC+ hätten ihre geplanten Kürzungen mit insgesamt 2,2 Millionen Barrel pro Tag beziffert. Darin seien jedoch die Verlängerung der aktuellen Drosselungen durch Saudi-Arabien und Russland enthalten sowie eine geplante Export-Reduktion von russischen Raffinerieprodukten.

Die OPEC+ habe außerdem mitgeteilt, dass Brasilien Anfang kommenden Jahres dem Förderverbund beitreten solle. Das Land gelte als aufstrebender Erdölproduzent, der seine Produktion in den vergangenen Jahren beständig ausgeweitet habe.

Bislang hätten zehn Staaten der Organisation Erdölexportierender Länder (OPEC), sowie zehn weitere Länder im Rahmen der OPEC+ Förderziele abgestimmt, um Preise zu stützen. Die von Saudi-Arabien und Russland dominierte Gruppierung würden etwa 40 Prozent des globalen Öl-Angebots fördern, das im Oktober rund 102 Millionen Fass pro Tag betragen habe.

Die Online-Sitzung des Kartells habe am Eröffnungstag der Weltklimakonferenz (COP28) stattgefunden. Das UN-Umweltprogramm (UNEP) habe vor dieser Konferenz in Dubai darauf hingewiesen, dass die weltweit geplanten Fördermengen an Öl, Gas und Kohle weiterhin deutlich über dem Niveau lägen, das mit der Eindämmung des Klimawandels vereinbar wäre.

Die von Industriestaaten gegründete Internationale Energieagentur (IEA) habe vor der Klimakonferenz in einem Bericht kritisiert, dass der Öl- und Gassektor "bei der Energiewende von der Seitenlinie aus zuschaut". Die IEA habe gefordert, nicht mehr nach neuen Fördergebieten zu suchen und Emissionen bei Transport und Förderung von Rohstoffen drastisch zu reduzieren.

Die Kürzung der OPEC+ dürfte die Ölpreise auf dem aktuellen Niveau stabilisieren. Nehme die Weltwirtschaft im kommenden Jahr wieder Fahrt auf, seien dreistellige Kurse wieder durchaus denkbar.

Das Marktumfeld für TotalEnergies und Equinor (für die allerdings auch die Gaspreisentwicklung sehr wichtig ist) bleibt daher attraktiv und die beiden günstig bewerteten Blue Chips dementsprechend kaufenswert, so Thorsten Küfner von "Der Aktionär" in einer aktuellen Aktienanalyse. Der Stoppkurs bei Equinor sollte bei 24,0 Euro belassen werden, bei TotalEnergies unverändert bei 46,00 Euro. (Analyse vom 01.12.2023)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.

Börsenplätze TotalEnergies-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs TotalEnergies-Aktie:
62,27 EUR -0,26% (01.12.2023, 08:50)

Euronext Paris-Aktienkurs TotalEnergies-Aktie:
62,26 EUR +0,94% (30.11.2023, 17:37)

ISIN TotalEnergies-Aktie:
FR0000120271

WKN TotalEnergies-Aktie:
850727

Ticker-Symbol TotalEnergies-Aktie:
TOTB

Euronext Paris-Symbol TotalEnergies-Aktie:
TTE

Kurzprofil TotalEnergies SE:

TotalEnergies SE (vorher: Total SE) (ISIN: FR0000120271, WKN: 850727, Ticker-Symbol: TOTB, Euronext Paris-Symbol: TTE) ist ein global operierendes Unternehmen, welches Öl- und Gasförderung, Weiterverarbeitung und Vermarktung betreibt. Auch Kohle und Uran werden zur Energiegewinnung genutzt. Die Petrochemie-Produkte finden in Weiterverarbeitungsprozessen zahlreicher anderer Industriezweige Anwendung. Über ein Netz von Tankstellen, die unter den Namen Total oder Elf laufen, vertreibt das Unternehmen Treibstoffe an Endverbraucher, während eigene Service-Stationen auf den Flughäfen Lyon und Toulouse unterhalten werden.

Total produziert außerdem Petrochemikalien wie Plastik, Polymere und Spezial-Chemikalien und handelt mit Rohöl und weiterverarbeiteten Produkten, darunter Benzin und Flüssiggas, Heizöl, Asphalt und Schmiermitteln. (01.12.2023/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
Werte im Artikel
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