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Fr, 17. April 2026, 8:06 Uhr

USA: Vorläufige Einkaufsmanagerindizes signalisieren starkes Wachstum


22.09.25 14:33
Postbank Research

Bonn (www.aktiencheck.de) - In dieser Woche dürften die Märkte in den USA die jüngsten Kommentare des Offenmarktausschusses aufmerksam verfolgen, insbesondere was die "Verschiebung der Risikobilanz" zwischen den beiden Aufgaben der Fed betrifft, so die Analysten von Postbank Research.

In Bezug auf das Wirtschaftswachstum werde erwartet, dass die am Donnerstag veröffentlichten endgültigen BIP-Zahlen für das zweite Quartal ein robustes Wachstum von 3,3% ggü. Vorjahr bestätigen würden, das durch solide Konsum- und Investitionsdaten gestützt werde. Am selben Tag dürften jedoch auch die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung im Mittelpunkt stehen, insbesondere nach den überraschend niedrigen Zahlen der letzten Woche. Es sei daran erinnert, dass der jüngste geldpolitische Schwenk auf der Einschätzung der Fed beruht habe, die von höheren Abwärtsrisiken für die Beschäftigung ausgegangen sei. Für das vierte Quartal werde mit einer ähnlichen Entwicklung gerechnet.

Das Wirtschaftswachstum dürfte sich beschleunigen, unterstützt durch den positiven Einfluss der fiskalischen Maßnahmen, den die Verabschiedung des Haushaltsgesetzes vor dem Sommer mit sich gebracht habe, und durch eine akkommodierende Geldpolitik: Man gehe von zwei weiteren Zinssenkungen bis Jahresende aus. Die Arbeitsmarktdaten dürften jedoch weiterhin aufmerksam verfolgt werden. Am Dienstag sollten die vorläufigen Einkaufsmanagerindizes für September einen ersten Einblick geben, wie die Unternehmen auf die sich verändernde wirtschaftliche Lage reagieren würden. Sowohl für das verarbeitende Gewerbe als auch für den Dienstleistungssektor werde ein gesundes Wachstum - deutlich über der Schwelle von 50 - erwartet, wobei das Hauptaugenmerk auf den Beschäftigungs- und Preiserwartungen liege.

Die Fed stehe vor einem schwierigen Balanceakt. Das BIP des 2. Quartals bestätige die Stärke von Konsum und Investitionen, aber die Schwäche des Arbeitsmarktes halte an. Die Märkte würden nun bis zum Jahresende zwei weitere Zinssenkungen erwarten. (22.09.2025/ac/a/m)