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Fr, 17. April 2026, 5:40 Uhr

US-Konjunktur: Daten der Woche zeigen erste Risse im Aufschwung


06.08.25 13:22
Postbank Research

Bonn (www.aktiencheck.de) - In dieser Woche ist die Veröffentlichung wichtiger US-Wirtschaftsdaten geplant, so die Analysten von Postbank Research in ihrer aktuellen Ausgabe von "PERSPEKTIVEN Week up front".

Zu den wichtigsten würden die Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter und die Industrieaufträge (Montag), der ISM-Einkaufsmanagerindex für Dienstleistungen und der S&P Global Composite Einkaufsmanagerindex (Dienstag) sowie die Lagerbestände des Großhandels, die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und die Verbraucherkredite (Donnerstag) gehören.

Zusammen dürften diese Veröffentlichungen einen entscheidenden Einblick in die Wirtschaftstätigkeit, die Arbeitsmarkttrends und das Verbraucherverhalten im 3. Quartal geben. Es werde eine leichte Verbesserung der Stimmung im Dienstleistungssektor erwartet. Der ISM-Dienstleistungsindex werde voraussichtlich von 50,8 auf 51,7 steigen, was auf ein moderates Wachstum im Nicht-Verarbeitenden Gewerbe hindeute. Der umfassende Einkaufsmanagerindex werde jedoch voraussichtlich von 50,8 im Juli auf 49,5 zurückgehen, was einen Abwärtsdruck auf die Gesamtproduktion des Privatsektors zeige.

Bei den Aufträgen für langlebige Wirtschaftsgüter, die am Montag erwartet würden, werde mit einem deutlichen Rückgang gerechnet, der gegenüber dem Vormonat bei etwa -10% liegen könnte. Nach dem Anstieg im Mai, der weitgehend von den volatilen Aufträgen für Transportausrüstungen getragen worden sei, wäre das ein starker Einbruch. Am Donnerstag dürften die ursprünglichen Anträge auf Arbeitslosenhilfe auf 222.000 steigen, nachdem in der Vorwoche eine drastische Verlangsamung des Beschäftigungswachstums gemeldet worden sei. Die Lagerbestände des Großhandels würden voraussichtlich leicht um 0,2% zunehmen, während die Verbraucherkredite deutlich auf 10,5 Mrd. USD ansteigen dürften, also doppelt so stark wie im Vormonat. Das zeige eine stärkere Kreditaufnahme der privaten Haushalte.

Fazit: Die Daten für diese Woche dürften einen Rückgang der Aufträge für langlebige Güter zeigen, während die Aktivität im Dienstleistungssektor stabil bleiben sollten. Obwohl die wirtschaftlichen Fundamentaldaten relativ solide seien, zeige der Arbeitsmarkt Anzeichen einer Abkühlung. Die sich abzeichnende Mäßigung in der Wirtschaft rücke die FED wieder in den Fokus - insbesondere angesichts des steigenden Zolldrucks. (Ausgabe vom 04.08.2025) (06.08.2025/ac/a/m)