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Do, 9. Februar 2023, 3:48 Uhr

WTI Crude Future: Diese Marken sollten Marktteilnehmer '23 auf dem Schirm haben


05.12.22 12:50
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.aktiencheck.de) - Die rekordhohe Inflation ist derzeit ein großes Thema und treibt Investorinnen und Investoren weltweit Sorgenfalten auf die Stirn, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Ausgerechnet vom Ölpreis scheine aktuell etwas Entspannung zu kommen. So stamme das Jahreshoch (130,50 USD) von Anfang März. Eine zweite Kursspitze sei Mitte Juni auf niedrigerem Level (123,68 USD) gelaufen und lasse im Ergebnis ein klassisches Doppeltop entstehen. Seit August notiere das "schwarze Gold" dauerhaft unterhalb der Widerstandszone aus der 38-Wochen-Linie (akt. bei 96,96 USD) und der Nackenzone des beschriebenen Trendwendemusters bei 94/93 USD. Um in die Erfolgsspur zurückzukehren, müsste der Ölpreis dieses Barrierenbündel überspringen. Ohne einen solchen Befreiungsschlag müsse aufgrund der angeführten Umkehrformation aber vielmehr von einem Ende der Ölrally seit dem Frühjahr 2020 ausgegangen werden. Ein Abgleiten unter die jüngsten Tiefs bei 76,25/75,08 USD würde für ein neues Ausstiegssignal sorgen, zumal dann auch eine Serie von drei "inside quarters" in Folge nach unten aufgelöst wären. Das rechnerische Kursziel aus dem beschriebenen Doppeltop lasse sich aktuell auf rund 63 USD taxieren.

Es ist unser Anspruch im Jahresausblick immer wieder auch auf "besondere" Charts hinzuweisen, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt. Der in 2022 heißdiskutierte Strompreis falle zweifelsohne in diese Kategorie. Aufgrund der Bodenbildung bei 36 EUR/MWh habe es der Strompreis 2018 übrigens schon einmal in den Jahresausblick geschafft. Der Strompreis sei ein Lehrbuchbeispiel für einen von der Psychologie dominierten Kursverlauf. So dokumentiere die dynamische Augustkerze mit ihrem markanten Docht eine Kaufpanik. Diese Übertreibung nach oben werde durch ein in der hohen Zeitebene sehr seltenes Abwärtsgap (457/441 EUR/MWh) sowie durch den Rückfall in den steilen Haussetrendkanal seit November 2020 (obere Begrenzung akt. bei 446 EUR/MWh) bestätigt. Auf der Indikatorenseite schlage sich die beschriebene Entwicklung in einem Doppeltop im Verlauf des RSI nieder. Zuvor habe der Oszillator - wie auch der MACD - historisch einmalig heißgelaufene Werte erreicht. Das Hoch vom Dezember 2021 bei 325 EUR/MWh definiere nur eine Durchgangsstation, ehe die untere Begrenzung des oben genannten Aufwärtstrends (akt. bei 247 EUR/MWh) wieder auf die Agenda rücke. Das Ausloten dieser Trendlinie würde zur alten Tradingweisheit passen: "Was es nach oben versucht hat, und gescheitert ist, versucht es in der Folge nach unten." (05.12.2022/ac/a/m)


 
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