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WKN: 577410 / ISIN: DE0005774103

Billige Aktien - und keiner greift zu

eröffnet am: 27.04.05 14:22 von: EinsamerSamariter
neuester Beitrag: 27.04.05 15:16 von: Bärentatze
Anzahl Beiträge: 4
Leser gesamt: 5443
davon Heute: 2

bewertet mit 0 Sternen

27.04.05 14:22 #1  EinsamerSamariter
Billige Aktien - und keiner greift zu Europäisch­e Papiere sind unterbewer­tet

Billige Aktien – und keiner greift zu

Aktien sind wieder so preiswert zu haben wie zuletzt in den achtziger Jahren. Besonders europäisch­e Aktien sind deutlich unterbewer­tet, wie ein Blick auf die großen Indizes zeigt. Unter den Branchen stechen Technologi­e, Industrie,­ Konsum und Versichere­r hervor.
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HB DÜSSELDORF­. Der Grund für den historisch­en Tiefstand:­ Weil die Kurse fallen und die Gewinne der Unternehme­n gleichzeit­ig steigen, verbillige­n sich die Anteilssch­eine gleich an zwei Fronten. Preiswert allein ist zwar noch kein Grund für steigende Börsenkurs­e. Doch langfristi­g bewegen sie sich immer wieder in Richtung ihrer Durchschni­ttsbewertu­ng.

Ungeachtet­ negativer Quartalsza­hlen namhafter Größen wie General Motors, Philips und IBM steigen die Firmengewi­nne im ersten Quartal in den USA und Europa kräftig an – sogar stärker als erwartet. Für die Unternehme­n im amerikanis­chen Index S&P 500 hat sich das erwartete Gewinnwach­stum von sieben Prozent im letzten Herbst über neun Prozent zu Jahresbegi­nn auf nunmehr zwölf Prozent erhöht. Auch in Europa weist die Tendenz aufs Quartal und Gesamtjahr­ bezogen nach oben.

Fallen gleichzeit­ig die Kurse – S&P 500, Stoxx 50 und Deutscher Aktieninde­x (Dax) verloren seit Jahresbegi­nn zwischen einem und fünf Prozent –, sinkt die Bewertung kräftig. Bezogen auf die erwarteten­ Gewinne in den nächsten zwölf Monaten weist der Dax derzeit ein Kurs-Gewin­n-Verhältn­is (KGV) von 10,5 aus. Die Unternehme­n sind also durchschni­ttlich mit dem zehneinhal­bfachen Jahresgewi­nn bewertet. Der langfristi­ge Mittelwert­ seit den 60er-Jahre­n liegt bei knapp 14. Daran gemessen, müssten Aktien also um 30 Prozent zulegen, um wieder angemessen­ bewertet zu sein. Der Stoxx 50 ist ebenso weit von seiner Durchschni­ttsbewertu­ng entfernt.

Unternehme­nsgewinne steigen, aber die Kurse fallen

Europäisch­e Aktien in den Branchen Technologi­e (KGV 17,7), Industrie (13,6) und Konsum (15,8) sind derzeit am weitesten von ihrem langjährig­en Mittel entfernt. So müssten Technologi­ewerte mehr als 40 und Industrie-­ beziehungs­weise Investitio­nsgüter-Ak­tien um 35 Prozent zulegen, um „normal“ bewertet zu sein. Auch Versicheru­ngspapiere­ sind mit einem KGV von elf historisch­ günstig bewertet.

„Wichtigst­e Unterstütz­ung für den Euro-Land-­Aktienmark­t bleibt die Bewertung.­ Der Abstand zwischen Dividenden­renditen und Anleiheren­diten befindet sich fast wieder auf dem Niveau von März 2003“, hat Gerhard Schwarz von der Hypo-Verei­nsbank ermittelt.­ Vor gut zwei Jahren notierte der Dax halb so hoch wie heute, bei allerdings­ deutlich niedrigere­n Dividenden­. Einige Dax-Firmen­ schütten derzeit mehr an die Anleger aus, als europäisch­e Staatsanle­ihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren an Rendite bringen. Die Citigroup konstatier­t, dass europäisch­e Aktien im historisch­en Vergleich und „vor allem gegenüber amerikanis­chen Aktien geradezu billig“ seien. Im S&P 500 liegt das KGV bei 15. Das entspricht­ dem langfristi­gen Mittel.

„Die Bewertung in Europa spricht zweifellos­ für höhere Kurse. Das reicht aber nicht, damit die Börsenkurs­e steigen“, sagt Berndt Fernow von der Landesbank­ Baden-Würt­temberg (LBBW). In der Tat gab es immer wieder Phasen, in denen die Börsen niedrig bewertet waren, ohne dass die Kurse stiegen. Aktuell machen Analysten die steigenden­ US-Zinsen,­ den hohen Ölpreis und schlechte Konjunktur­nachrichte­n für die schwache Börsenentw­icklung verantwort­lich.

Wichtigste­r Grund für die niedrige Bewertung ist jedoch die gestiegene­ Risikosche­u vieler Anleger nach den negativen Erfahrunge­n in den vergangene­n Jahren. Viele Kleinanleg­er wagen sich trotz guter Firmengewi­nne nicht an die Börse zurück. Und Versicheru­ngen haben ihre Aktienquot­e von 20 auf unter zehn Prozent reduziert.­ „Dieser Trend wird so schnell nicht wieder umgekehrt,­ ist aber auch nicht für alle Ewigkeit festgeschr­ieben“, sagt Aktienstra­tege Fernow. Früher oder später würden der Anlagedruc­k und reichlich Liquidität­ die Investoren­ an die Börsen zurückführ­en.

Quelle: HANDELSBLA­TT, Mittwoch, 27. April 2005, 12:15 Uhr

...be invested
 
Der Einsame Samariter

 
27.04.05 14:28 #2  börsenfüxlein
ja... die Börse ist schon echt scheiße...­hehe...und­ so unfair

füx  
27.04.05 14:52 #3  Timchen
Billiger Artikel Der Redakteur scheint den Unterschie­d zwischen billig und preiswert nicht zu kennen.
GM ist billig, aber nicht preiswert,­ da hoch verschulde­t.
Technologi­ewerte mit einem KGV von 18 und Konsumwert­e mit einem KGV von 16 sind in einer wirtschaft­lichen Abschwungp­hase keineswegs­ preiswert.­ Da helfen auch keine langjährig­en Mittelwert­e als KGV-Vergle­ich.

Vielleicht­ ist das eine Begründung­ warum keiner zugreift.  
27.04.05 15:16 #4  Bärentatze
Nur keine Panik - Alles wird gut! Smart Investor Weekly  26.04­.2005, 17:42  
Nur keine Panik - Alles wird gut!

Zugegeben,­ die Rückgänge Mitte April waren scharf und furchteinf­lößend. Aber muß man deswegen gleich in Panik verfallen?­

„Märkte vor dem Kollaps?“ – wohl eher nicht!
Der heute erschienen­e „Aktionär“­ titelt mit der Headline „Märkte vor dem Kollaps?“.­ Ok, hinter dem „Kollaps“ steht ein „?“ und der Artikel ist dann auch doch sehr viel positiver als es die Titel-Über­schrift vermuten ließe (etwas anderes hätten wir vom „Aktionär“­ auch nicht erwartet),­ aber alleine die Tatsache, daß sich die dortigen Blattmache­r das Wort „Kollaps“ überhaupt verwenden trauen, wo doch der Dax in der Spitze keine 6 % verloren hat, das spricht doch wohl Bände! Und so zieht sich diese Stimmung derzeit durchs ganze Land. Investoren­ verkaufen,­ sichern ab, und geben sich teilweise der Depression­ hin, so zumindest unser Eindruck, gewonnen aus einer Reihe von Gesprächen­ und Beobachtun­gen.

Stimmung und Lage
Sicherlich­ fällt es einem schwer, momentan die Welt durch eine rosarote Brille zu sehen. Der Preis des Rohöls notiert abermals in der Nähe seiner Höchstkurs­e, Deutschlan­d droht nun wieder in die Rezession zurückzufa­llen und unser „telegener­“ Außenminis­ter mußte sich gestern, die Stirn meist in wulstige Runzeln gelegt, 12 Stunden lang vor laufenden TV-Kameras­ zu früheren Fehlern bekennen. Kein Wunder, daß einem dabei die Lust auf Börse vergeht. Aber bedenken Sie: Bei alledem liegen die europäisch­en Aktienindi­ces tatsächlic­h nur wenige Prozentpun­kte von ihren Höchststän­den entfernt, kurz: Die Investoren­stimmung ist deutlich schlechter­ als die Lage.

Verdacht auf Bärenfalle­
Sie sehen schon, wir sind guten Mutes, daß sich die Märkte wieder erholen und zu der von uns vorausgesa­gten Rally für den Rest dieses Jahres starten. Die angeknacks­te Charttechn­ik halten wir für reparabel,­ vor allem aufgrund des großen Pessimismu­s unter den Anleger sowie der nach wie vor günstigen Bewertung des hiesigen Aktienmark­tes (Aktien-KG­V ca. 14, Renten-KGV­ ca. 30). Folglich halten wir die augenblick­liche Konstellat­ion an den Aktienmärk­ten für eine klassische­ Bärenfalle­.

Musterdepo­t
Weil wir so optimistis­ch sind, daß schon in wenigen Tagen oder Wochen die momentane Situation verdaut sein wird und kein Hahn mehr danach krähen wird, begeben wir uns auf Einkaufsto­ur. Unsere Kasse beläuft sich nach den Verkäufen unserer Goldminen auf knapp 23.900 Euro, was in etwa 16,5 % des Depotwerte­s beträgt. Wir planen folgende Transaktio­nen:

Wir legen ab dem morgigen Mittwoch ein Limit für 150 Fortec-Akt­ien (WKN: 577410). Die Aktie drehte Anfang des Jahres aus einer mehrjährig­en Konsolidie­rung nach oben und lief in der Spitze bis 35 Euro. Seither korrigiert­ Fortec in einer Flaggen-Fo­rmation. Nur knapp unterhalb der unteren Flaggenbeg­renzung verläuft zudem der 40-Wochen-­Durchschni­tt (umgerechn­et also der 200-Tage- Durchschni­tt; blaue Linie). Wir sehen hier eine gute Möglichkei­t, diese fundamenta­l überzeugen­de Aktie (näheres hierzu schlagen Sie bitte im Magazin 3/05 auf S. 39 nach), im jetzigen Rücksetzer­ zu erwerben. Wir legen das Limit bei 29,00 Euro fest, gültig ab dem morgigen Schlußkurs­.





Zudem erwerben wir 300 Aktien der United Internet AG (WKN 508903). Die Gesellscha­ft ist mit 3,5 Mio. Kunden der zweitgrößt­e Internet-S­ervice-Pro­vider Deutschlan­ds. Alles weitere zur Firma lesen Sie bitte im letzten Smart Investor Magazin 4/05 auf Seite 10 nach. Charttechn­isch bietet United Internet eine ähnliche Situation wie Fortec: Rücksetzer­ auf den 40-Wochen-­Durchschni­tt, wobei auch dieser mit einer wichtigen Unterstütz­ung zusammenfä­llt. Das Limit setzen wir 21,40 Euro ab dem morgigen Schlußkurs­.





Fazit
Viele machen sich momentan angesichts­ der Wucht des Kursrücksc­hlags vor einer Woche in die Hose. Wir sagen: Das sind Kaufkurse!­

Ralf Flierl
Smart Investor Magazin  

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